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  • Day31

    Cartagena de colores

    January 2 in Colombia ⋅ ⛅ 27 °C

    Cartagena ist wohl die bekannteste kolumbianische Stadt unter Touristen und heißt eigentlich „Cartagena de indias“, da der Name ursprünglich von der spanischen Stadt Cartagena stammt. Durch die Lage an der Küste wird sie von vielen Kreuzfahrtschiffen angefahren. Das Klima hier ist tagsüber extrem heiß, man macht keine zwei Schritte und ist gefühlt bereits durchgeschwitzt.

    Mein Hostel liegt im wohl bekanntesten Teil Cartagenas, dem historischen Zentrum, welches von einer großen Mauer umgeben ist und durch die vielen schönen bunten und begrünten Kolonialzeithäuser wohl zum häufigsten Motiv gehört, wenn man nach Cartagena sucht. Das fällt einem auch spätestens an den ganzen Leuten auf, die für ihr Instagram-Profil auf den Straßen posieren.

    Einen Tag nach meiner Ankunft sind meine Freunde Lisa und Christoph im Cartagena angekommen. Sie starten gerade mit ihrer eigenen sechsmonatigen Reise und wir haben uns bereits in Deutschland verabredet hier gemeinsam die Zeit zu verbringen und Neujahr zu feiern. Sie haben eine Privatunterkunft im Haus einer Kolumbianerin im zweiten Bekannten Stadtteil von Cartagena, Getsemaní. Dieser ist vor allem, oder evtl auch ausschließlich, für das Nachtleben bekannt.
    Gefühlt ist das auch der Hauptgrund für die meisten Reisenden die nach Cartagena kommen. Das spiegelt sich zum einen an den Preisen, zum anderen an den massiv überfüllten Straßen am Abend wieder. Die kleinen Straßen sind verstopft mit Dutzenden Taxis und tausenden Menschen, die versuchen den Straßenverkäufern zu entkommen, die einem aller 10 Meter Bier, Essen, irgendwelchen Kram oder optional auch Gras oder Koks verkaufen wollen. Die Menschenmengen sind natürlich um das Jahresende noch einmal höher als sonst schon, da zu dieser Zeit auch sehr viele Kolumbianer an die Küste reisen.
    Man merkt auch an den Reisenden selbst, dass die meisten nur zum feiern nach Cartagena kommen. Ohne Klischees bediene zu wollen sind viele Briten darunter. Auch Franzosen, Höllander und mature ich Deutsche trifft man öfter.

    Für mich persönlich ist Cartagena etwas overhyped. Die historische Altstadt ist, besonders tagsüber, wenn die Straßen leerer sind, wirklich sehr schön. Allerdings war es das auch schon fast. Sonst hat die Stadt eigentlich gar nicht so viel zu bieten. Der Strand ist okay, aber nichts besonderes. Landschaftlich gibt es auch nichts erwähnenswertes. Es gibt natürlich viele Bars und Clubs, dabei aber eher zu erwähnen sind die klassischen Lokale für Champeta, eine bekannte regionale
    Musikrichtung. Ich denke für alles andere haben die großen Städte wie Bogotá (Techno) und Medellín (Reggaeton) mehr zu bieten.

    Mein nächster Stopp wird in dem Bergdorf Minca sein, in der Nähe von Santa Marta. Wird eine angenehme Auszeit von der ständigen Musik, den vielen Menschen und Partys.
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