Salsa, Samba and Cerveza

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Six months in Southamerica
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  • Day100

    Baires

    March 11 in Argentina ⋅ 🌧 21 °C

    So nennen die Einheimischen und die Coolen Buenos Aires. Und ich.
    Warum Argentinien das Italien Südamerikas genannt wird merkt man hier recht schnell. Zum einen sind die Argentinier den Italienern in Sprache und Gestik sehr ähnlich. Gesprochen wird hier im Prinzip recht schnell, und Aussprache mache Teile der Grammatik unterscheiden sich von den anderen lateinamerikanischen Ländern. Passenderweise hieß mein Viertel auch Palermo. Dieses ist geprägt durch viele künstlerische Graffitis, hippe Läden und Restaurants. Das Viertel könnte so genau so in Berlin existieren. Außerdem ist alles sehr grün, überall hängen kleine Pflanzen an Fenstern und Balkonen.
    Was hier allerdings nicht so cool ist, ist die Möglichkeit an Bargeld zu gelangen. Die ersten beiden Tage war ich eigentlich ausschließlich damit beschäftigt herauszufinden wie und wo ich Geld abheben kann. In manchen Banken wurde meine Karte gar nicht angenommen, in den anderen war das maximale Limit sehr niedrig und die Gebühren extrem hoch, um die 20%. Die Lösung, die dann eigentlich jeder nutzte, war Western Union, ein Dienst mit dem man sich Geld senden und an verschiedenen Stationen abholen kann. Dadurch, dass der Argentinische Pesos außerdem gerade extrem volatil ist, wusste man meistens auch nicht so exakt wie viel man gerade bezahlt. Allgemein war es aber günstiger als erwartet. Die Fahrt mit der (sehr guten
    und sehr einfach zu nutzenden) Metro in Buenos Aires kostet zum Bsp. irgendwas zwischen 10 und 30 Cent.

    Das Wetter war ähnlich volatil wie die Währung. Meistens sehr schön, sonnig und warm, aber ab und zu unterbrochen von Tagen an denen es durchgehend geregnet hat. An einem der sonnige Tage besuchte ich dann den Plaza de Mayo, der zentrale Platz von Buenos Aires im den sich das Rathaus, die Kathedrale und die Nationalbank befinden. Außerdem findet auf diesem Platz jeden Donnerstag eine Demo der “Madres de la Plaza de Mayo” statt, der Mütter des Platzes. Diese demonstrieren wöchentlich für ihre verschwunden Söhne und Töchter, auch stellvertretend auch für die in den anderen lateinamerikanischen Ländern, un fordern die Aufklärung der Fälle während der zahlreichen Konflikte.
    Des Weiteren besuchte ich einen der schönsten Buchläden der Welt, welcher sich in einem ehemaligen Theater befindet, sowie einen eher nicht so bekannten Spot gleich bei mir um die Ecke, einer Gedenktafel für Che Guevara, der an dieser Straßenecke ein paar Jahre mit deiner Familie lebte.

    Leider konnte ich die übrigen Highlights der Stadt, wie den bekannten Friedhof oder die zahlreichen Museen, nicht mehr besuchen, denn mittlerweile hatte die Corona-Krise auch Südamerika und Argentinien erreicht, und zwar mit Höchstgeschwindigkeit.
    Da die allgemeinen hygienischen Bedingungen und Gesundheitssysteme nicht das Niveau der europäischen haben reagieren die Regierungen hier entsprechend schärfer und drastischer als die europäischen. So waren von einem aufladen anderen Tag alle Museen, Parks und restliche touristische Ziele geschlossen. Die nächsten Tage folgten Nationalparks, Clubs und der Flugverkehr, speziell von und nach Europa, wurde eingeschränkt. Im Hostel fingen viele Reisende an panisch nach Flügen zu suchen, manche gerade einmal seit ein oder zwei Tagen unterwegs und mussten sich schon wieder auf die Heimreise machen.

    Dennoch ist Buenos Aires eine der schönsten und coolsten Städte die ich bisher in Südamerika gesehen habe, hier bleibt man dann notfalls auch gerne mal länger.
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  • Day98

    Madre de Ciudades

    March 9 in Paraguay ⋅ ☁️ 36 °C

    Ich hatte mich entschieden nach den Wasserfällen einen kleinen Abstecher nach Paraguay zu machen. Es ist jetzt nicht unbedingt bei vielen Reisenden auf der Bucketlist, aber zum einen liegt es quasi eh auf dem Weg zu Argentinien und außerdem soll es in der Hauptstadt Asunción gute Clubs geben. Also hatte ich mich entschieden ein paar Tage übers Wochenende dort zu bleiben.
    Wie im Eintrag zuvor bereits erwähnt liegt Paraguay gleich auf der anderen Flussseite von Foz do Iguaçu, man muss dazu nur die sogenannte Brücke der Freundschaft überqueren. Anschließend ging es zum Busterminal und in Richtung Hauptstadt.

    Asunción ist mit gerade einmal knapp mehr als 500.000 Einwohnern die größte Stadt im kleinen Paraguay. Allerdings ist sie eine der ältesten Städte Südamerikas und wird deswegen auch als“Mutter der Städte” (“Madre de Ciudades”) bezeichnet. Die wenigeren Menschen im Vergleich zu den sonstigen Metropolen, und auch die wenigen Touristen, machten aber einen gewissen Charme und Reiz der Stadt aus.an konnte entspannt die Straßen entlang spazieren und sah manchmal nur eine Handvoll Menschen. Zu sehen gibt es die üblichen Großstadt-Highlights, Museen aller Art, Parks und ein paar Einkaufsstraßen. Ansonsten gibt es auch einige schöne Häuser im Kolonialstil zu besichtigen.

    Gefeiert hab ich dann auch, allerdings nicht in der Nacht, sondern zu einer After Hour-Party mit einer Bekannten aus Asunción. Das war ziemlich lustig und hat mich auch an die typischen Technopartys zu Hause erinnert. Die Party fand in einer Art Stadtvilla statt, mit Pool etc., allerdings in eher nicht mehr einwandfreiem Zustand. Als Getränk beliebt war so etwas wie Fernet Branca gemischt mit Cola, hat mich allerdings sowohl beim trinken als ach am Tag danach nicht sonderlich begeistert. Aber es war auf jeden Fall spaßig und mal wieder eine schöne Abwechslung.
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  • Day94

    Iguazú / Argentinien

    March 5 in Argentina ⋅ ☀️ 32 °C

    Am nächsten Tag ging es dann auf die argentinische Seite der Wasserfälle. Dafür sollte man auch mindestens einen Tag einplanen, der 80% des Areals auf dieser Seite liegen und der Park um ein Vielfaches größer ist als der brasilianische und auch einige Möglichkeiten und Aktivitäten mehr bietet.
    Auch muss man etwas mehr Zeit einplanen aufgrund des Grenzübertritts, der aber in meinem Fall recht zügig ging.

    Am Park angekommen merkt man auch recht schnell, dass die brasilianische Seite wohl eher die (extrem gute) Erwärmung war, sowohl anhand des Besucheraufkommens und auch anhand der Karte die man bekommt (die ich mal als Bild mit angehangen habe; die gestrichelte Linie auf der linken Seite ist die Grenze zu Brasilien). Der Park bietet sehr viele Möglichkeiten, verschiedene Aussichtspunkte und Wege dorthin. Es gibt außerdem zwei kleine Züge, diverse Restaurants und Imbisse. Eigentlich muss man sich alles wie in einem modernen Zoo vorstellen, nur in freier Natur und ohne Käfige. Tiere kann man außerdem Auvergne sehen, wenn man Glück und Lust hat. Welchen man auf jeden Fall begegnet sind die Nasenbären, die zwar recht süß anzuschauen sind, vor denen aber eindringlich gewarnt wird, da sie bei den Besuchern recht offensiv auf Nahrungssuche sind. Deswegen sind auch alle Mülleimer mit einem Deckel ausgestattet der durch die Tierchen nicht zu öffnen ist und außerdem stehen vor den Imbissen große Käfige, allerdings nicht für die Tiere sondern für die Besucher, um dort geschützt seine Mahlzeit einnehmen zu können. Außerdem gibt es noch sehr viele schöne Vögel zu sehen, zum Bsp. Tukane oder auch Kaimane, und natürlich auch viele Spinnen.

    Meine erste Station, die ich auch unbedingt sehen wollte, war der bereits erwähnte Teufelsschlund. Auf der argentinischen Seite begreift man dann auch, wieso er so heißt (auf den ersten zwei Bildern zu sehen). Es ist im Prinzip ein riesiges Loch, welches scheinbar plötzlich in der glatten Wasseroberfläche auftaucht und in das Unmengen von Wasser stürzen und man eigentlich gar nicht sieht wohin das Wasser fällt. Von etwas besonderem hatte ich noch gelesen, nämlich dass an Vollmond-Nächten besondere Touren bei Nacht an den Teufelsschlund angeboten werden. Stell ich mir ziemlich cool vor.

    Danach nahm ich mir die gelbe und blaue Route vor, das waren ein paar Kilometer Strecke und ca. 3 Stunden zu laufen. Insgesamt gibt es in dem Areal über 200 kleiner und größere Wasserfälle zu sehen. Ein paar kleinere führten allerdings gerade kein Wasser aufgrund einer Dürreperiode.
    Eigentlich wollte ich auch auf die in der Mitte liegende Insel San Martin, welche man mit einem Boot erreichen kann, dies war leider aus unbekannten Gründen nicht möglich.

    Alles in allem war es unglaublich beeindruckend und es ist eigentlich nicht möglich das in der Form auf den Bildern wiederzugeben, egal wie gut sie sein sollten. Ich hatte eigentlich auch Videos mit der Kamera gemacht, konnte diese aber leider nicht aufs Handy übertragen. Deshalb “nur” ein kleiner musikalischer Beitrag von einer kleinen, süßen Band im Park.
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  • Day93

    Iguaçu / Brasilien

    March 4 in Brazil ⋅ ☀️ 30 °C

    Mein letzter Stopp in Brasilien sollten die berühmten Iguaçu-Wasserfälle sein. Dieses Naturwunder teilen sich Brasilien ins Argentinien, allerdings nicht zu gleichen Teilen, der Großteil ist auf der argentinischen Seite zu sehen. Da ich hunderte Bilder gemacht habe teile ich diese auch in zwei verschiedene Einträge, einen für jede Seite.
    Übernachtet habe ich auf der brasilianischen Seite, in dem kleinen Städtchen Foz de Iguaçu. Dieses ist eigentlich recht unscheinbar und lebt offensichtlich hauptsächlich von den Wasserfällen und dem dazugehörigen Nationalpark. Gelegen ist der Ort an dem Fluss Rio Paraná, der dann später in den namensgebenden Rio Iguazu mündet.
    Es handelt sich übrigens um ein Dreiländereck, wie man auf der Karte sehen kann, über den Fluss gelangt man nämlich nach Paraguay, in die Stadt Ciuadad del Este.
    Paraguay hat leider das Pech keinen Teil der Wasserfälle auf seinem Territorium zu haben. Allerdings profitiert Paraguay anderweitig von der Lage, nämlich durch den Itaipu-Staudamm am oben erwähnten Rio Paraná. Dieser wird sowohl von den Brasilianern als auch von den Paraguayern zur Energiegewinnung genutzt. Dabei ist der Staudamm bezüglich der jährlichen Energieproduktion das größte Kraftwerk der Welt. Paraguay deckt damit ca. 75% des Energiebedarfs des gesamten Landes und verkauft zusätzlich noch Überschüsse an Brasilien. Den Damm kann man auch mittels einer Tour besuchen und das soll auch ziemlich gut sein. Leider hatte ich das vorher nicht gewusst und nicht genug Zeit mehr dafür gefunden.

    Aber nun zu den Wasserfällen. Die brasilianische Seite habe ich dann gleich noch am selben Tag meiner Ankunft besucht. Wie bereits erwähnt hat Brasilien den kleineren Teil des Areals, wodurch man in ein paar Stunden alles entspannt besichtigen kann. Man fährt dafür erst mit dem Shuttle durch den Nationalpark und läuft dann ca. eine Stunde einen Weg zum Aussichtspunkt. Auf dem Weg sieht man schon einige kleinere Wasserfälle die schon sehr schön aussehen.
    Die brasilianische Seite zeichnet sich dadurch aus, dass man ein tolles Panorama auf den sogenannten Teufelsschund („Garganta do Diabo“ auf Port. „Garganta del Diablo“ auf Span.) hat. Diesen sieht man auf dem ersten Bild ganz hinten, mehr zu diesem in dem zweiten Post. Die Aussicht ist gigantisch, man hat dazu mehrere Aussichtsplattformen zur Verfügung. Manchmal muss man bisschen warten bis alle ihre Selfies und Instagram-Posen vollzogen haben, aber ist ja auch zu erwarten gewesen.

    Nach den über drei Monaten reisen gewöhnt man sich recht schnell an tolle Ausblicke, Bergpanoramen, Sonnenuntergänge, schöne Strände etc. das war seit langem wieder ein Moment der mich ins Staunen gebracht hat. Nicht ohne Grund gehören die Wasserfälle zu den sogenannten „Sieben Weltwundern der Natur“.
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  • Day92

    Wir sind Blumenau

    March 3 in Brazil ⋅ 🌧 22 °C

    Ganz recht, nach Papst und Weltmeister sind wir Deutschen auch Brasilien. Und zwar in Form der Stadt Blumenau, diese liegt ca. 3 Stunden von Florianopolis entfernt und sowieso auf dem Weg an die Grenze zu den Iguaçu-Wasserfällen, also dachte ich mir ich schau es mir mal einen Tag an.
    Die Stadt wurde vom gleichnamigen Apotheker gegründet; und ist mit ca. 170 Jahren noch recht jung und hat ca. 500.000 Einwohner. Im Prinzip sieht sie aus wie jeder andere Stadt hier auch, allerdings stechen einige Besonderheiten heraus. Zum einen einige Häuser im typischen deutschen Fachwerkstil, Straßennamen benannt nach deutschen Personen, Reklame für Spätzle oder deutsche Sprachschulen. Auch gibt es dort eine Art deutsche Erlebniswelt genannt “Vila Germãnica” ( deutsches Dorf heißt das glaube ich). Ein Areal im Fachwerkbau, mit Restaurants (Schnitzel, Rösti, Spätzle), Cafés (Strudel) und Souvenirshops (Trachten, Biergläser und alles was Schwarz-Rot-Gold ist). Ziemlich weird alles irgendwie. Dieser Ort ist auch gleichzeitig der Austragungsort für das zweitgrößte Volksfest in Brasilien nach dem Karneval und der größten Kopie des deutschen Originals: dem Oktoberfest. Die letzten Jahre besuchten dieses in Blumenau mehr als 600.000 Menschen.

    Blumenau soll übrigens nicht die einzige Stadt dieser Art sein, gerade im Süden Brasiliens soll es einige deutsch geprägte Städte geben.
    Übernachtet habe ich übrigens im “Oma Hostel”, einem älteren Holzlandhaus, eingerichtet mit allerlei alten Holzmöbeln “wie früher” halt.
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  • Day90

    Florianopolis

    March 1 in Brazil ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach dem wilden Rio und Karneval war etwas Erholung angesagt. Eigentlich standen noch Buzios und Paraty auf meinem Zettel, da der Wetterbericht für beide aber ähnlich bescheiden aussah entschloss ich mich diese zu überspringen und direkt nach Florianopolis weiterzureisen, eine Insel im Süden Brasiliens. Diese hat nicht nur sehr schöne Stände zu bieten, sondern außerdem noch einige Seen auf der Insel. Die Insel ist ein kleines Surferparadies und so ist auch die allgemeine Atmosphäre. Wer Action haben will hat die ganze Palette zur Verfügung, mit Surfen, Jetski und was man auf dem Wasser sonst noch alles machen kann. Und wer eher entspannen, erkunden und hiken gehen will findet auch genug Möglichkeiten.

    Ich hatte mich für Zweiteres entscheiden und bin bisschen hiken gegangen, und Überraschung, habe ich mal wieder etwas verlaufen. Aber nicht so sehr wie in Kolumbien.
    Ich übernachtete in dem kleine Ort Barra de Lagoa, der mir wärmstens empfohlen wurde. Dieser lag zum einen an der schönen Küste und zum anderen in der Nähe eines der besagten Seen.
    Es gab außerdem einen Leuchtturm auf einem Berg nahe meines Hostels und auch entsprechende Wege durch den dichten Wald zu diesem. Also entschloss ich mich dorthin aufzubrechen. Die erste 1,5 Stunden lief es auch gut, dann kam ich an einer größeren brasilianischen Familie vorbei die ebenfalls unterwegs waren und mich auf Portugiesisch begrüßten und ich wie immer mit einem “ no hablo portugues” antwortete. Ich setzte meinen Weg fort, raus aus dem Wald und auf den Kamm des Berges. Nach 20 Minuten stand ich bis zu den Hüften in wildem Pflanzenwuchs. Der Weg an sich war richtig, nur hat diesen wohl schon länger keiner mehr genutzt und dieser war komplett zugewachsen. Ich musste wohl oder übel umkehren und wusste dann aber nicht mehr wohin. Dann kam mir aber die Familie wieder entgegen und einige mussten auch schon lächeln. Dann sagten sie nur “A Farol?”, also “zum Leuchtturm?”, ich bejahte und es stellte sich heraus, dass sie den gleichen Plan hatten. Allerdings waren sie etwas besser vorbereitet als ich, die drei Männer hatten nämlich jeweils eine Machete dabei mit der sie sich versuchten durch die zugewachsenen Wege zu schlagen. So ging es dann zusammen ungefähr eine Stunde weiter, ich glaube die älteren Damen hatten viel Spaß mit mir, dem der nichts verstand, zumindest haben sie des Öfteren hinter mir gelacht. Nachdem wir auf einer Klippe mit ziemlich beeindruckendem Ausblick gelandet waren mussten sich auch die Brasilianer eingestehen, dass es heute wohl nichts mehr wird mit dem Leuchtturm. Und da sowieso einige dunkle Wolken aufgezogen waren machten wir uns auf de Rückweg.
    Am Abend ging es dann an die Promenade des Sees, diese war übersäht mit zahlreichen Restaurants und Bars. War auch gar nicht so fein und edel wie man erst vermuten könnte, es gab auch viele coolere Plätze wo viele der einheimischen Surfer rumhangen.

    Am nächsten Tag ging es dann nochmal hiken, eine andere und auch begehbare Route auf einen Aussichtspunkt in den nahegelegenen Bergen und die restliche Zeit war Relaxen angesagt.
    Übrigens erfolgte auch der mittlerweile dritte Jude Law-Vergleich („You look like this guy from the Sherlock Holmes-movies“).
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  • Day81

    Rio loco

    February 21 in Brazil ⋅ 🌧 28 °C

    Der Zuckerhut, die Christus-Statue, Karneval, Copacabana und Caipirinha...was verbindet man nicht alles mit dieser Stadt. Einiges, aber nicht alles davon konnte ich in Rio erleben.

    Nach all den Stories und regelmäßigen Warnungen wie gefährlich alles, und vor allem Rio sei, bereitete ich mich aber erstmal noch in Salvador vor. Das hieß so eine flache Bauchtasche die man sich unter die Buxe schieben konnte und außerdem besorgte ich mir das billigste Smartphone, dass ich in Salvador finden konnte (ca. 70€, bei C&A). Wenn das einer klauen will von mir aus. Nicht das ich sehr an meinem eigenen hänge, ich will nur einfach nicht die Daten darauf verlieren und dann der ganze Aufwand im Nachgang noch. Kenne ich ja schon aus einem anderen Urlaub. Außerdem habe ich das gemacht, was ich eigentlich vermeiden wolle und ich in über zwei Monaten Kolumbien auch problemlos geschafft hatte, mir eine ausländische SIM-Karte zu holen. Einfach weil man hier wohl nicht mal den Taxifahrern trauen sollte und ich mir dann immer ein Uber bestellen kann.
    Total prepared ging es dann also nach Rio und der erste Eindruck war überraschend sehr positiv, Rio ist wirklich ziemlich schön. Es hatte jetzt nach Salvador nicht wirklich große Erwartungen zu erfüllen, aber die Stadt ist sehr grün, auch architektonisch gibt es einiges zu sehen. Ich sollte auch in einem der bekanntetsten und meiner Meinung auch einer der schönsten Gegenden übernachten, in Ipanema. Es ist auch wirklich so wie man es sich vorstellt, große Promenade, schöner Strand und viele tolle Geschäfte.
    Für eine Sache, die in meiner Zeit in Rio die bestimmende Sache war, war die Lage von Ipanema allerdings nicht optimal geeignet, und zwar für den Karneval. Dazu muss man diesen kurz erklären. Jeder kennt sicher die große, bunte Parade aus dem Fernsehen, mit all den riesigen Wagen und tollen Kostümen. Das ist eigentlich lediglich nur der eine kleine offizielle Teil des Karnevals, der sich im sogenannten Sambodromo abspielt, eine Art Stadion, welches nur für diesen Karneval da ist (es wird wohl sonst wirklich für nichts anderes genutzt, ich hab nachgefragt). Für diese Parade kann man dig natürlich Karten kaufen, sich da hinsetzen und zuschauen. Hab ich micht gemacht, weil kein Interesse, abgehakt. Was sich aber eigentlich in der ganzen Stadt in der Zeit abspielt sind die sogenannten “Blocos”. Das sind die Straßenparaden in den einzelnen Stadtteilen, organisiert von den lokalen Vereinen und die eigentlich Partyspots. Die Größe der Blocos reicht dabei von einigen hundert bis zu mehreren zehntausend Menschen. Und die großen und beliebten Blocos waren meist im Zentrum, welches im günstigsten Fall eine halbe Stunde mit einem Uber gedauert hat. Wenn man Pech hatte wurden gerade ein paar Straßen gesperrt oder man hat gar nicht erst ein Uber bekommen.
    Das ist auch prinzipiell das Problem des Karnevals gewesen, das Ding ist einfach zu gigantisch für den Außenstehenden. Man wusste immer nie wirklich zu welcher Veranstaltung man gehen sollte, manche Blocos begannen bereits um 7 Uhr morgens und andere erst 10 Uhr abends. Man hat eigentlich immer versucht sich irgendwie durchzufragen oder sich wo anzuschließen. Was ich außerdem nicht so toll fand war, dass es bei den großen Blocos neben der eigentlichen Kapelle auf der Straße meist nur ein oder zwei Wagen mit Musik an der Spitze gab. Wenn man dort nicht war ist man im Endeffekt nur mit 10.000 anderen Leuten die Straße entlang spaziert und hat getrunken, von der Musik hat man halt nichts gehört. Das war dann bisschen öde irgendwie. Die Stimmung im allgemeinen ist aber natürlich toll, die Leute sind fröhlich und auch hemmungslos. Die allgemeinen Hürden des Kennenlernens scheinen aufgehoben und oft reicht schon ein Tippen auf die Schulter für den intensiveren körperlichen Kontakt.
    Allgemein war der Karneval für mich persönlich mehr so ein Once-in-a-Lifetime-Ding, genauso wie das Oktoberfest.

    Eine weitere Sache die nicht so optimal war, war das Wetter. Denn Karnevals Zeit ist auch gleichzeitig Regenzeit. Von meinen 7 Tagen hat es lediglich an zweien nicht geregnet. Das machte vor allem das Sightseeing in Rio nicht einfacher. So hab ich es glücklicherweise an einem dieser guten Tage zur Christus-Statue geschafft, den Zuckerhut allerdings hab ich ausfallen lassen. Hätte sich an den anderen Tagen einfach nicht gelohnt, weil die Aussicht nun mal das ist was den Ort so prägt.
    Dafür gab es einen Abstecher ins Museum der schönen Künste, was wiederum sehr gut war.
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  • Day77

    Salvador de Bahia

    February 17 in Brazil ⋅ ☀️ 29 °C

    Auf den Vorschlag meiner französischen Mitbewohnerin hin wählten wir für den Rückweg nach Salvador das Katamaran. Dies hatte den Vorteil, dass es direkt von Morro aus den Hafen von Salvador ansteuert, das ist der schnellste Weg und dauerte ca. 2 Stunden. Allerdings sollten es die schlimmsten 2 Stunden meinen Lebens werden.
    Ich konnte immer die Geschichten von Seekrankheit nicht ganz nachvollziehen bzw. mir vorstellen wie das ist, da ich schon einige Bootsfahrten hinter mir hatte. So hatte ich mir auch diesmal nichts dabei gedacht. Als das Katamaran zügig startete und mach wenigen Momenten die erste Welle mitnahm und einen fröhlich durchschaukelte, folgte schon ein freudiges „Woohoo“ der Gäste. Diese verflüchtigte sich allerdings schnell mit der Erkenntnis, dass das die nächsten 2 Stunden so weitergehen wird. Bereits nach 10 Minuten griffen die ersten vorsichtshalber nach den bereitgestellten Plastiktüten an den Sitzen und begaben sich an den vordersten oder hintersten Bereich des Bootes, wo man stehen und sich auf seinen Magen konzentrieren konnte. Ich hab ganze 30 Minuten durchgehalten und auch dann musste ich mich nach vorne begeben.die restliche Zeit bis nach Salvador verweilte ich dann starr in ein und derselben Position und konzentrierte mich darauf nicht zu kotzen. Ist ja nicht so, dass es dann besser wird, wie nach dem Trinken. Das Boot hält dann halt leider nicht einfach an, sobald ich mich übergeben habe.

    In Salvador übernachtete ich im Stadtteil Barra, gleich in unmittelbarer Nähe des Strandes. Die Stadt ist jetzt nicht unbedingt Top-Reiseziel für ausländische Touristen, als Zwischenstopp nach Rio fandoms die Stadt aber gut geeignet und außerdem interessierte mich die Geschichte. Salvador ist sehr afro-brasilianisch geprägt, da hier zur Zeit der Eroberung afrikanische Sklaven durch die Portugiesen eingeführt wurden. Wie in vielen anderen Städten gibt es auch hier eine relativ schöne Altstadt zu sehen.
    Eingibt auch noch ein weiteres Highlight in Salvador und zwar zählt der Karneval hier nach Rio zum besten und beliebtesten Karneval bzw. je nachdem wen man fragt soll er sogar besser sein. Vor dem offiziellen Karnevalstart gibt es dann auch bereits eine Vielzahl an verschiedenen feiern und Umzügen um sich schon mal warm zu machen. Auch die kilometerlange Promenade wurde bereits für den großen Umzug präpariert.

    So ganz dicke bin ich nicht mit Salvador geworden. Die Stadt ist nicht wirklich schön, bis auf den Strand und den wundervollen Sonnenuntergang. Auch nicht wirklich sicher, wenn man nicht richtig aufpasst. In meinem Hostel wurde Einigen Smartphones und Geld bei einem der Umzüge geklaut, allgemein wurde einem auch immer zu Vorsicht geraten, egal wohin man ging.
    Außerdem bin ich bisher auch noch nicht ganz warm geworden mit den Brasilianern. Diese bleiben oftmals unter sich, wohl auch weil die meisten halt einfach kein Englisch können und die meisten Reisenden eben kein Portugiesisch. Das war in Kolumbien dann schon bisschen anders und die Menschen waren aufgeschlossener.
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  • Day74

    Bem vindo ao Brasil

    February 14 in Brazil ⋅ ☁️ 31 °C

    Neues Land, neues Glück. Von Tabatinga ging es auf die kleine Insel Morro de São Paulo, bei Salvador de Bahia in Brasilien.
    Drei Flüge, zwei Busse, zwei Boote und ca. 20 Stunden später war ich dann auch endlich da. Die erste neue Herausforderung ist natürlich die neue Sprache, Portugiesisch. Dank meiner neu erworbenen Spanisch-Kenntnisse kann ich die Leute hier jetzt in insgesamt drei verschiedenen Sprachen zuquatschen in denen mich niemand versteht. Irgendwie ist Portugiesisch auch eine ziemliche Quatsch-Sprache, man hat ständig das Gefühl man redet mit Kleinkindern bei Wörtern wie “bom” und “bem”, Siege auch Überschrift. Oder man denkt an diese Geräuschblasen in den Comics (“Bääm”, “Boom”). Ein weiterer Beweis, die Wochentage: es gibt zum Bsp. “Segunda”, “Terça” und “Quarta”. Also einfach zweiter, dritter und vierter Tag. Jetzt kommt aber der Witz: diese Tage sind dann nicht etwa Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, sondern Montag, Dienstag und Mittwoch. Lächerlich...aber naja, Deutsch hat ja bekanntlich auch seine Tücken.

    Die Insel hatte ich zufällig in irgendeinem Artikel entdeckt. Das Schöne ist, dass es dort keine Autos bzw. Fahrzeuge gibt, bis auf ein paar staatliche, wie Polizei zum Bsp. Taxis gibt es natürlich trotzdem, und zwar in Form von Schubkarren. Da kann man entweder nur sein Gepäck reinlegen und/oder sich reinsetzen und dann wird losgeschoben. Mein Hostel war super gelegen, mitten im kleinen Zentrum des Städtchens Morro. Allerdings hatte ich wohl das kleinste Dorm ever diesmal, für sechs Personen, zwei 3fach-Betten und dazwischen nur ein kleiner Gang. Glücklicherweise waren wir aber die ganze Zeit nur zu zweit, ich und eine Französin.
    Die Insel selbst ist die typische Honeymoon-Postkarten-Idylle, glasklares Wasser, Sonne, Palmen, alles sauber. Die Promenade besteht eigentlich nur aus feinen Restaurants, in 8 von 10 saß ein Gitarrenspieler um das gutbetuchte Klientel zu unterhalten. In der Umgebung von Morro gibt es 5 verschiedenene, kleine Strände, kreativ benannt in Strand Nr. 1 bis 5. Diese sind aber auch wirklich sehr, sehr schön, wie die Insel allgemein. Es gab auch eine Art natürlichen Pool, der we bisschen versteckt war.
    Weniger als Strände gab es leider Banken in Morro, nämlich zwei. Die eine akzeptierte meine Visa nicht und die andere hatte regelmäßig kein Geld mehr in den Automaten. Dass wieder aufgefüllt wurde erkannte man gut daran, dass in der Bank ca. 20 Leute in der Schlange standen. Nach zwei vergeblichen Versuchen Geld abzuheben ist mir dann eingefallen, dass ich ja die ganze Zeit auch Euros mit mir herumtrage, die ich dann umgetauscht habe (Danke fürs Urlaubsgeld Oma!).

    An der Küste gab es auch noch einen zweiten kleinen Ort, Gamboa. Zu diesem konnte man laufen, wenn Ebbe herrschte, dann taten sich wunderbare Strände auf. Das tat ich dann mit der Französin aus meinem Hostel auch. Auf dem Weg dorthin gab es auch noch ein anderes Highlight, Felswände an denen man sich mit Lehm einschmieren konnte, was dort ach jeder machte. In Gamboa selbst hab es dann auch gleich den ersten Caipi in Brasilien, Passion Fruit-Mango für ca. 3 Euro, und der war richtig gut und vor allem stark.

    Es war ansonsten ein sehr entspannter Start in Brasilien, auch wenn mir die Insel und der Ort als ein bisschen zu glatt poliert war, da fehlten einem doch bisschen die Ecken und Kanten aus Medellín, die Graffitis und der Grasgeruch in den Straßen. Aber mal so zum abhängen mal ganz schön.
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  • Day70

    Welcome to the jungle

    February 10 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach einem Wochenend-Zwischenstopp in Bogotá ging es tief in das Amazonasgebiet, nach Leticia. Beziehungsweise nach Tabatinga. Beziehungsweise beides. Denn im Prinzip handelt es sich um eine Stadt, die aber von der Kolumbianisch-Brasilianischen Grenze geteilt wird. Somit gibt es den kolumbianischen Teil, Leticia, und den brasilianischen, Tabatinga. Die Grenze ist eigentlich nicht wirklich sichtbar, man kann im Prinzip zwischen den Teilen hin und herlaufen wie man will. Die Stadt selbst hat so zwischen 1000 und 2000 Bewohner und ist auch unmittelbar an einem Nebenfluss des Amazonas gelegen.
    Aus diesem Grund ist diese Stadt auch beliebt für eineiige Reisende, man kann nämlich von hier aus auf dem Amazonas entweder nach Manaus in Brasilien oder nach Iquitos in Peru weiterreisen. Das habe eigentlich auch alle aus meinem Hostel gemacht. Ich hatte mich dagegen entschieden nachdem ich ein paar eintragen darüber gelesen hatte. Zum eine dauert die Bootsfahrt nach Manaus ca. 4 Tage, sah nicht besonders komfortabel aus und ist auch relativ teuer.
    Es gab auch eine weitere Sache die ich Dietrich wohl exklusiv hatte. Und zwar war ich wohl der einzige der Malariatabletten als Prophylaxe nahm, brav wie es mir die Ärztin Leipzig gesagt hatte, da der Amazonas Hochrisikogebiet für Malaria ist. Zugegebenermaßen war ich mit auch nicht ganz sicher, ob ich sie nehme, nachdem ich den Beipackzettel gelesen hatte. Von Erbrechen, Depression, Schlafproblemen und Durchfall bis extremer Blasenbildung auf der Haut ist fast alles dabei, und so ist man sich gar nicht mehr sicher was schlimme wäre, mögliche Malaria oder die Nebenwirkungen der Tabletten dagegen. Ich habe mich dann doch dafür entschieden und war zum Glück von weitreichenden Nebenwirkungen verschont. Aber überraschenderweise hatte man kaum Probleme mit Moskitos, das war in anderen Gegenden viel schlimmer.

    Das Hostel in Leticia war einfach, aber sehr schön. Es hatte einen sehr großen Pool, sprich man konnte richtig daran schwimmen, nicht einfach nur rumplanschen wie in den ganzen sonstigen Alibi-Pools. Der Besitzer war super hilfsbereit und hat einem bei allem geholfen. Ich wollte eigentlich auch nur einen kompletten Tag, also zwei Nächte, in Leticia verbringen, um eine kleine Tour machen zu können und dann am nächsten Tag nach Brasilien weiterreisen zu können.
    Die Tour begann dann am nächsten Morgen am Hafen von Leticia. Der erste Stopp war gleich darauf direkt auf dem Amazonas, und zwar treffen sich dort gleich drei Länder: auf unserer Linken war das Festland von Peru, zu unserer Rechten das kolumbianische Leticia und hinter uns das brasilianische Tabatinga.
    Die erste Station war dann gleich diejenige, auf die ich mich am meisten freute: die Isla de los Micos, die Affeninsel. Ca. 1200 leben davon auf der Insel und sonst keine Menschen, nur das kleine Reservat und deren Guides. Kaum betritt man dann den kleinen Park kommt ein Guide und gibt einem ein kleines Bananenstück. Daraufhin kommen sofort bis zu 10 kleine Äffchen angerannt, angesprungen und an geklettert um das begehrte Essen zu erobern. Sie sind dabei are überhaupt nicht aggressiv, wie man es vielleicht von anderen Affenarten hört, sondern ziemlich friedlich. Man kann sie auch etwas streicheln und teilweise wird auch der Nachwuchs auf dem Rücken mitgebracht.
    Weiter ging es dann in ein kleines, indigenes Dorf am Rande des Amazonas. Davon gibt es einige, aber nicht alle wollen gerne Besuch von außerhalb erhalten, weshalb das mit den Touren so abgesprochen ist. Es gibt auch eine gemeinsame Schule in der Region für die Kinder der umgebenden Dörfer, was Teil eines Regierungsprogramms war.
    Mittag gab es dann auf einer anderen Insel, in einem Reservat mit botanischem Garten und die letze Station war dann Puerto Nariño, die zweite der einzigen zwei kolumbianischen Städte am Amazonas Fluss. Es gab auch noch einen zweiten kleinen Nebenfluss des Amazonas bei Puerto Nariño und dieser hatte die Besonderheit, dass er nicht karamellbraun wie der Amazonas war, sonder richtig dunkel und schwarz. Fuhr man mit dem Boot auf dem Fluss sah das mit den erzeugten Wellen und dem Schaum aus als würde man in Cola fahren. Wenn diese beiden Flüsse sich dann treffe sieht das schon sehr nett aus, leider war es zu bewölkt um eine gute Aufnahme davon zu machen.
    Auf dem Rückweg machten wir uns dann nochmal auf die Suche nach ein paar besonderen Bewohnern des Flusses, nämlich rosa Delfinen. Diese leben dort zusammen mit ihren grauen Artgenossen, und tatsächlich konnten wir auch welche sehen. Leider immer nur für kurze Momente, wenn sie an die Oberfläche kamen, aber dennoch sehr interessant.

    Am letzten Tag musste dann musste dann noch der eigentliche Immigrationsprozess vollzogen werden. Denn durch die offene Grenze in der Stadt, ohne Grenzposten oder ähnliches, musste man sich selbst um die Stempel kümmern, sonst hätte man spätestens am Flughafen ein Problem, denn ich fliege ja von der brasilianischen Seite aus. Allerdings war das einfacher als es klingt, nachdem ich mich bei dem Hostelchef informiert hatte. Zum Migrationsbüro auf der kolumbianischen Seite konnte ich einfach laufen, Stempel in den pass und fertig, offiziell aus Kolumbien ausgereist. Dann mit dem Tuktuk zum Büro auf der brasilianischen Seite. Das man gerade eine Grenze überschritten hat merkt man eigentlich nur daran, dass die Schilder auf Portugiesisch sind und die Leute jetzt Trikots der brasilianischen Fußballnationalmannschaft anhaben, anstatt der kolumbianischen. Das ganze hat vielleicht 10 Minuten gedauert, also recht easy alles.
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