Solo Donauradweg: Wien-Bratislava
April 11 in Austria ⋅ ☀️ 13 °C
ohne Helm, ohne Pumpe und
ganz wichtig
auch ohne tierisch Gummi zu geben
die Natur und ich
Eines im Geiste – erleuchtet/ erstrahlt
Tränen der Freude, des Glücks; der Anstrengung
10km vor Ankunft der Gedanke weiterzuradeln
einfach sitzen zu bleiben
nicht anzuhalten
die Städte ignorieren und Dörfer präferieren
Denn; was habe ich heute getan?
Ich bin mit Rucksack gestartet
habe mein Rad geschnappt
es war mir ein Fest, ein seliger Moment
schon gestern, als ich die Bremsen geölt
Schläuche besorgt und Entscheidungen hinterfragt
aber mich trotzdem gefreut
als ich die Freiheit wehenden Windes
das Überbrücken von Distanzen
den Lenkergriff umfasst und einen Weg
durch eine fremde Stadt
Gesucht und gefunden hab
Furcht, zweite Überlegungen, Dinge, die nicht passten
Ich bin seit 2 Wochen erkältet,
gestern, da ging wirklich gar nichts
dann habe ich Videos gezeigt bekommen
Aus einem Fenster heraus aufgenommen,
noch am selben Tage, wo es geschneit,
gestürmt hat.
Dann bin ich heim, es fing zu regnen an
Meine Enttäuschung schlug sich in Tränen nieder.
Den Abend genossen und hinausgezögert die Abfahrt
Aber dann, sich für das ,Etwas’ entschieden
Denn; was habe ich heute getan?
Ich bin mit Rucksack gestartet
habe mein Rad geschnappt
es war mir ein Fest, ein seliger Moment
habe Straßen und Brücken und Kutschen gesehen
Abzweigungen verpasst und genommene Umwege gehasst
Einen Snack im Schatten
Ein erster Moment der Stille, vorher
habe ich gelernt, gehört, nachgesprochen
Freude, pure Glückseligkeit, die Fahrt unterstützt
von einer aus dem Arsch strahlenden Sonne
heute Morgen, da ist passiert,
worauf ich seit September mal wieder gewartet
197 Tage seitdem mein Körper
mir das letzte Mal gezeigt hat
Dass ich mich für mich entscheiden muss
für mein Frausein, für meine Ruhe, für mich
Heute habe ich mich als Frau empfunden
Akzeptiert und geliebt,
ich habe angefangen wieder auf meinen Körper zu hören
Ihm gegenüberzutreten und auch wahrzunehmen
Als ich angekommen bin,
da bin ich ein bisschen spaziert
Meine beiden Pobacken erlagen den Strapazen
sie sind zwei plattgedrückte Flundern
heute wund und wunderschön ;)
Dankbar bin ich für ihre Arbeit
schlafen, das werde ich heute gut
nachdem ich geschmaust habe wie eine Prinzessin
in traditioneller Küche eines Landes,
zuvor noch nie besucht, genossen
Die Knospen, die angeregt das deftige Mahl
hinuntergeschlungen: gefüllter Magen und müde Äuglein
Denn; was habe ich heute getan?
Ich bin mit Rucksack gestartet
habe mein Rad geschnappt
es war mir ein Fest, ein seliger Moment
habe eine wunderschöne Stadt besichtigt
Schweine am Spieß an der Donau gesehen
Bin Fischern begegnet
habe lecker gegessen
lange gesessen und
Gehe nun schlafen.Read more















