Schon wieder😂
March 30 in Italy ⋅ ☁️ 11 °C
Bin schon mal erleichtert, dass niemand gemeckert hat, dass ich mein Zelt direkt neben die Straße gestellt habe. In einem Bereich, mit kleinen Siedlungen, also überall Menschen. Im Gegenteil hatte ich sogar den Eindruck, die Anwohner haben runtergebremst beim vorbeifahren, um mich nicht zu belästigen. Dabei bekommen sich die Tiere im Umkreis, vor allem die Hunde, nicht ein und brüllen ausdauernd. Für keinen Beteiligten besonders erholsam. Nachts hat es viel geregnet, dementsprechend ist mein Zelt durchgeweicht. Als um 8 Uhr die Sonne aufgeht, beschließe ich meine Ausrüstung noch trocknen zu lassen. Mein morgendlicher Blick auf den Wetterbericht, kündigt mittags nochmal mindestens 2 Stunden Sonne an. Sodass ich um 9 beschließe, mein mittlerweile feuchtes Zelt, später fertig zu trocknen. Nicosia gefällt mir wieder richtig gut. Die ganzen Wasserbehälter auf den Dächern hab ich auch fotografiert. Lichtbedingt leider in schlechter Qualität. In einem Garten entdecke ich dutzende Wasserflaschen und frage mich ob das etwa Wasserreserven für die trockene Sommerzeit sind. Die Ästhetik ist gewöhnungsbedürftig. Noch skurriler ist die Vogelscheuche, zumindest das Gesicht sieht aus wie eine Kleiderpuppe. Irgendwie spooky. Weiß jemand ob es sich bei der großen gelbblühenden Pflanze um wilden Fenchel handelt? Auf dem Weg komme ich an ein paar ausgebauten Grotten vorbei. Manche haben sogar Türen, wie auf dem Foto. Wie schon die letzten Tage grasen viele Schafe in kleinen Herden, auf großen Pazellen. Manche werden auch als Rasenmäher unter den Olivenbäumen eingesetzt. Es ist immer das gleiche Spiel. Die Schafe verschwinden sobald ich in Sicht komme, und der Schutzhund rennt auf mich zu. Aber auch genauso scheue Rinderherden fressen immer wieder neben mir. Vor allem die putzigen Kälber laufen dann sofort weg. Da die Tierhaltung hier häufig recht extensiv verblieben ist, sind sie wohl nicht viel Menschenkontakt gewohnt. Sperlinga liegt sogar noch beeindruckend. Das Castello zwängt sich auf einen schmalen Felsen, wo die Gebäude wirklich gerade so Platz finden. Teilweise frage ich mich auch wie die des Praktisch machen, so direkt an der Kante bauen. Schaut leicht zu verteidigen aus und ich bekomme Lust auf eine kleine Belagerung,mit allem drum und dran. Danach entdecke ich keinen richtigen Weg mehr und kann mich nur an der Karte auf meinem Handy orientieren. Zum Glück ist die Ortung heutzutage so präzise. Der "Weg" besteht nur aus Disteln, spüre es an den Beinen, auch noch abends beim Duschen. Als meine Frustrationsgrenze erreicht ist, Kletterer ich über den Zaun auf die Weide neben an. Es geht nicht ganz ohne Schaden für den Zaun, aber wenigstens kann ich wieder halbwegs laufen. Heißt ich habe nur mit Matsch zu kämpfen. Immer mal wieder rutsche ich weg oder löse meinen Fuß mit einem Schmatzgeräusch aus der Umarmung des Bodens. Wenn man schnell genug ist, bleibt man häufig, auf der angetrockneten obersten Schicht, nur halt nicht immer. Bergauf kostet das richtig Energie und Zeit. Die Straße ist an mehreren Stellen weggesackt. (Siehe Beispielvideo) Wegen der Verspätung bin ich noch nicht in Gangi, als es anfängt zu regnen. Somit komm ich mal wieder unterkühlt und nass in der Zivilisation an. Weil mein Zelt ja auch noch feucht ist, suche ich mir wieder eine Unterkunft. Dieses Wetter kommt mich auf zu vielen Ebenen teuer zu stehen, Kruzifix noch a mal. Hoffentlich kann ich heute Nacht, gut in einem geschlossenen Raum schlafen. Das Zelt wäre mir theoretisch besser. Praktisch warte ich lieber auf besseres WetteRead more
















Traveler
Das ist wilder Fenchel, schmeckt sehr intensiv und gut
Baptiste GüntherAh danke für die info, da war ich mir vor 4 Jahren nämlich auch schon nicht sicher. Wie kann man den zubereiteten? Ist der in der Blüte noch genießbar?