Von diesem Ort haben wir erst vor 2-3 Tagen erfahren. Der mittelalterliche Ort Erice thront auf einem einsamen Bergmassiv 750 m hoch über der Westküste Siziliens. Sehr interessant ist das historische Stadtbild. Kopfsteingepflasterte Gassen, historische Steinhäuser und wehrhafte Mauern prägen das vollständig erhaltene mittelalterliche Ortsbild. Als Wahrzeichen steht das imposante Castello di Venere spektakulär auf einem Felsen und bietet einen weiten Blick über das Meer und die Stadt Trapani.
Zahlreiche alte Kirchen, darunter die markante Chiesa Madre mit ihrem freistehenden Glockenturm, zeugen von der tiefen religiösen Geschichte des Ortes seit dem Mittelalter.
Berühmt soll Erice auch für seine mystische Stimmung sein, wenn am Nachmittag oft dichter Nebel durch die engen, autofreien Gassen zieht.
Wir jedenfalls sind entspannt und ohne anzustehen, die 11 min mit der Seilbahn hinauf geschwebt.
Funfact: in der Antike war Erice im gesamten Mittelmeerraum bekannt (und deshalb ein beliebtes Pilger- und Reiseziel) für seine Tempelprostitution, welche eng mit der antiken Vorgeschichte von Erice verknüpft ist.
Was für ein Kult war das? Ursprünglich von den Elymern für die Fruchtbarkeitsgöttin Astarte erbaut, führten die Griechen und Römer den Tempel später für Aphrodite bzw. Venus Erycina fort. Zu Ehren dieser Gottheiten praktizierten die Priesterinnen den kultischen Geschlechtsverkehr mit Seefahrern und Pilgern.
Diese Frauen wurden oft als Hierodulen (Tempeldienerinnen) bezeichnet. (Selbst dieses Wort hatten wir noch nie gehört)Read more
TravelerTolle Fotos. Und den kultischen Geschlechtsverkehr finde ich interessant 😇