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  • Day102

    Porto Alegre: Dem Sommer hinter

    July 7 in Brazil ⋅ ☁️ 21 °C

    In Punta del Diabolo waren wir nur 30 km von der brasilianischen Grenze entfernt. Trotz der Nähe sollte die Reise nach Porto Alegre etwas stressiger werden als gedacht.
    Unser Bus nach Chuy, eine Stadt die sich direkt auf der Grenze befindet, kam eine halbe Stunde zu spät, was erstmal kein Problem war, denn wir hatten 1,5 Stunden Umstiegszeit. Unsere To-Do's in Chuy brachten uns dann aber doch in Zeitnot, sodass wir den Bus nur mit bitten und betteln noch bekamen und die Busfahrer noch 5 Minuten auf uns warteten. Manchmal reihen sich Unglück an Unglück - die Tickets konnten nicht mit Karte gezahlt werden, der Bankautomat akzeptierte keine ausländische Kreditkarte, mit den letzten Not-Euros verkaufte der Mann am Schalter uns dann die teuersten Sitzplätze, ... kurzum saßen wir schweißgebadet aber glücklich dann doch im Bus 🥵🫠

    Abends bezogen wir nur noch die Air BnB Wohnung im Studentenviertel mit vielen Bars und Restaurants und schauten ein Spiel der südamerikanischen Champions-League, bei dem Porto Alegre gegen einen Club aus Chile siegte.

    Der erste Tag in einem neuen Land ist immer mit etwas Organisation verbunden: Bargeld und SIM-Karte besorgen stehen auf dem Programm. Wir machten uns für unsere Verhältnisse früh auf den Weg und standen um 10 Uhr am ersten Bankautomaten. Drei Automaten später waren wir verzweifelt. Warum klappten die Kreditkarten nicht? Auf dem Weg zur vierten Bank kamen wir zufällig am deutschen Konsulat vorbei und da wir eh nichts zu tun hatten und wir noch nie in einem Konsulat waren, beschlossen wir nachzufragen, ob sie von einem generellen Problem wüssten. Das war nicht der Fall, aber sie empfahlen uns eine bestimmte Bank und dort klappte es.
    Wir wurden noch darauf aufmerksam gemacht, dass wir sehr wie Touristen aussehen würden und deshalb Vorsicht geboten sei. Wie kann man als Tourist nicht wie ein Tourist aussehen, fragten wir uns nach dem Hinweis. Trotzdem ärgerten wir uns ein bisschen, dass es so war, aber was soll man machen...

    Die empfohlene Bank funktionierte dann und auch die SIM-Karte war zwei Stunden später bereit. Wir nutzen noch den halben Tag, um durch die Altstadt zu schlendern, eine Bootstour zu machen und den Sonnenuntergang am Flussufer zu sehen.

    In der Altstadt fanden wir ein paar schöne Gebäude, aber ansonsten wirkte die Stadt ziemlich grau. Wenig Parks, dafür viele etwas heruntergekommene Hochhäuser. Ich musste an einen Satz denken, von einer Bekannten aus Equador, die mir vor der Reise sagte: "Die Mehrheit der südamerikanischen Großstädte sind nicht schön. Man will eigentlich schnell raus und in die Natur." Aber wir wollen nicht voreingenommen sein und werden noch viele Großstädte besuchen - mal sehen, ob wir das dann am Ende der Reise unterschreiben würden.
    In die Natur wollen wir auf jeden Fall und somit ging es am nächsten Tag über die Ruta romantica schon weiter nach Gramado, wo unzählige Parks, Canyons und Wälder auf uns warteten 😍
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    Traveler

    Be careful 😘

    7/9/22Reply