Ausflug nach Monaco
December 30, 2025 in Monaco ⋅ ☀️ 7 °C
Heute fahren wir mit dem Bus ins Steuer- und Spielerparadies Monaco. Da wir unsere Schlappe von gestern wieder gut machen wollen, klingelt der Wecker ⏰️ schon um 7 Uhr und kurz vor 9 Uhr sind wir schon an der Haltestelle vom Stadtbus. Von Nizza Riquier nehmen wir den Bus nach Monaco, der fährt alle 15 min und ist ohne Stau in knapp 1 Stunde im zweitkleinsten (nach Vatikanstadt) Land der Welt. Da wir frühzeitig dran sind, kommen wir gut durch und sind um noch nicht mal halb 11 Uhr am Ziel. Die Fahrt immer an der Küste lang bietet zahlreiche Ausblicke aufs Mittelmeer mit seiner zerklüfteten Felsenküste. Alles ziemlich zugebaut, ein Örtchen reiht sich nahtlos an das andere. Der Übergang von Frankreich nach Monaco ist unspektakulär und man bekommt ihn gar nicht mit. Nicht, dass wir noch den Aufstieg verpassen und plötzlich durch sind, denn der Bus fährt noch weiter bis Menton! Zuerst spazieren wir hoch zur Altstadt Monaco-Ville auf dem historischen befestigten Felsenhügel La Rocher. Hier liegen der Fürstenpalast der Grimaldis, die Kathedrale, einige schmucke alte Gassen, hübsche Parkanlagen mit vielen Aussichtspunkten, vor allem aber das berühmte und einst von Jaques-Yves Costeau geleitete Ozeanographische Museum. Die Aquarien dort sind überaus sehenswert.
Anschließend Besuch in der Kathedrale und Bummel durch die Altstadtgassen, obligatorisches Foto-Shooting vorm Grimaldi-Palast, und dann ist man auch schon durch. Vor der Rückfahrt wollen wir aber wenigstens noch einen Blick auf die Oper und das Casino im Stadtteil Monte Carlo werfen, errichtet in reinstem Belle Epoque nach Plänen von Charles Garnier, der auch die berühmte Pariser Oper entwarf. Erst mal müssen wir dazu runter zum Hafen, bummeln dort entlang und vorbei an dicken Luxusyachten (dagegen nehmen die in Nizza sich sehr bescheiden aus), und an der anderen Hafenseite wieder hoch nach Monte Carlo mit dem Casino-Komplex. Wir treffen gerade noch zu den letzten Strahlen der Abendsonne ein. Hier oben steppt der Bär bzw. der Jetset. Irgendwie scheinen um die Zeit alle Reichen des (Um-)Landes im Corso mit ihren Luxuskarossen vor dem Casino vorzufahren. Und davor drängeln sich die weniger Reichen wohl in der Hoffnung, irgendeinen Promi ausfindig zu machen oder um ein Foto von einem besonders teuren Vehikel zu schießen, oder beides. Die Botox-Dichte ist maximal, die Höhe der Absätze der Damen umgekehrt proportional zur Rocklänge, und hier wird auch wieder russisch gesprochen (in Nizza komplett abwesend).
Das wird uns bald zu blöde, ausserdem müssen wir auch langsam an den Rückweg denken. Der gestaltet sich etwas schwieriger als gedacht, denn eigentlich wollten wir zurück den schnelleren Zug nehmen, da wir jetzt im Dunkeln von der Landschaft sowieso nichts mehr sehen. Aber die komplette Bahnstrecke ist auf unbestimmte Zeit gesperrt, also doch Bus. So ganz zuverlässig scheint die französische Bahn auch nicht zu sein, wie wir wiederholt feststellen mußten. Ob die mit der DB kooperiert 😂🤨?Read more























