• Annette und Jan on tour
  • Annette und Jan on tour

Nizza - Côte d’Azur

Über Silvester für eine Woche an die französische Riviera. Sonne, Kultur, Meer, und natürlich: französische Lebensart und französische Küche! Read more
  • Trip start
    December 27, 2025

    Von Hamburg über Brüssel nach Nizza ✈️

    Dec 27–Jan 3, 2026 in France ⋅ ☀️ 16 °C

    Heute morgen noch gemütlich gefrühstückt. Packen war schon gestern. So viel braucht man ja nicht für eine Woche. Und der Wetterbericht verspricht für die nächsten Tage frühlingshafte Temperaturen an der Côte d’Azur. So soll es sein! Wir sind beide tüchtig erkältet und unsere Schniefnasen 🤧 freuen sich auf Sonne, Wärme und frische Meeresluft.
    Um 9 Uhr Aufbruch zum Flughafen. Der Weg dorthin ist von uns aus überschaubar, fast schon zu Fuß zu bewältigen. Aber wer will schon einen Rollenkoffer längere Zeit über marode Bürgersteige ziehen. Also doch besser 4 Haltestellen per Bus. Von Fuhlsbüttel - sorry - vom Helmut-Schmidt-Airport pünktlich abgehoben. Mit Brussels Airlines und 2stündigem Zwischenstopp in Brüssel fliegen wir nach Nizza. Vom Flughafen per Zug eine Station bis Nizza Hbf/Nice-Ville, zu unserem Hotel Nice Azur Riviera sind es von dort nur ein paar Minuten zu Fuß. Mit dem Zimmer sind wir schon mal sehr zufrieden und richten uns erst mal ein. Sonst wird heute nicht mehr viel. Ausspannen nach der Reise und Erkältung pflegen. Irgendwann wird der Druck in den Ohren ja wohl mal nachlassen und wir wieder hören können. Ach so, Abendessen organisieren steht noch an. Also ab zum Supermarkt um die Ecke und mal schauen, was es so gibt für ein Hotelzimmer-Picknick a la français. Sind ja schließlich nicht zum Heilfasten hier 😅.
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  • Einfach mal treiben lassen

    December 28, 2025 in France ⋅ 🌙 10 °C

    Nach dem Frühstück im Hotel - erkältungsbedingt mehr oder weniger angeschlagen - Aufbruch zum ersten Stadtbummel durch Nizza. 16 Grad hat man uns für heute versprochen- und gehalten! Nach nur wenigen Schritten sind wir schon am nördlichen Ende der Haupt- und Prachtstraße Avenue Jean Medecin. Wir bewundern die Häuser im Belle Epoque Stil, die fast die gesamte Straße säumen, ebenso in den Querstassen. Und wenn doch mal ein anderer Baustil sich dazwischen gemogelt hat, dann erinnert der uns an die Palazzi in Italien. Ist ja auch nicht weit von hier, und bis 1860 hat Nizza zu Italien gehört. Vorbei an der Kathedrale und den Place Massena überquerend, stehen wir am südlichen Ende der Jean Medecin dann am Mittelmeer. Wir noch schlendern über den Lebensmittel- und Blumenmarkt, bevor wir uns an der Uferpromenade mit Panoramablick über die gesamte Baie des Anges - Engelsbucht - eine Pause in der Sonne gönnen. Einige Wagemutige baden sogar noch im herrlich blauen Mittelmeer. Weil es ja immer noch ein bisschen besser geht, erklimmen wir für noch mehr Ausblicke den Burghügel von Nizza. Von einer Burg ist hier nicht mehr viel übrig, aber man kann von ganz oben in der Ferne einige der knapp 3000 m hohen Seealpengipfel erkennen. Die hatten uns gestern schon bei Anflug auf Nizza begrüßt. Auf der anderen Hügelseite geht's wieder runter zum Hafen von Nizza, dem Port Lympia. Eine Mischung aus Luxusyachten und urigen bunten Fischerbooten liegt hier vor Anker, umgeben von zahlreichen Cafés und Restaurants. Höchste Zeit ist es jetzt sowieso, um endlich mal wieder an unser leibliches Wohl zu denken. Und wir können sogar draußen sitzen und das bunte Treiben um uns herum beobachten. Was für ein schöner Tag! Wie sahen doch bitte gleich noch mal Regenwolken aus???Read more

  • Nizza im Lichterglanz

    December 28, 2025 in France ⋅ 🌙 9 °C

    Zu einem so perfekten Tag wie dem heutigen gehört auch ein entsprechender Ausklang. Schon bei unserem vormittäglichen Bummel durch Nizza hatten wir den ganzen Weihnachtsschmuck gesehen. Aber der kommt natürlich abends, wenn alle Lichter erstrahlen, erst so richtig zur Geltung. Daher sind wir abends vor dem Rückweg ins Hotel noch mal über Place Massena und Promenade du Paillon mit all ihren Lichtinstallationen geschlendert. Da wird einem doch tatsächlich noch mal etwas (nach-) weihnachtlich... 🥲🎅Read more

  • Nizza - Promenade des Anglais & Altstadt

    December 29, 2025 in France ⋅ ☀️ 14 °C

    Wir wollten als erstes heute morgen das Chagall-Museum besuchen. Ist nur gut 10 Minuten zu Fuß von unserem Hotel entfernt. Als wir aber nach ausgiebigen Frühstück gegen 10.30 Uhr dort eintreffen, erwartet uns eine lange Warteschlange. Darauf haben wir keine Lust. Bis wir endlich drinnen und mit der Ausstellung durch sind, wäre die schönste Zeit des Tages schon vorbei. Wir wollen lieber das herrliche Wetter auskosten und disponieren kurzfristig um. Herr Chagall wird sich noch etwas gedulden müssen, weglaufen kann er ja nicht mehr 😅. Also per 🚌 wieder runter ins die Stadt. Wir wollen den westlichen Abschnitt der Küstenstrasse, die berühmte Promenade des Anglais, erkunden. Die 🌞 meint es wieder reichlich gut, zum Glück haben wir heute an die Sonnecreme gedacht. Mittags ruhen wir uns im schattigen Garten der Villa Massena aus. Und wenigstens die Füße müssen mal ins Meer gehalten werden, das sich gar nicht so kalt anfühlt. Der Nord- und Ostsee-Anrainer ist ja auch abgehärtet. Aber unser Verstand sagt wegen unserer Erkältungen - die wohl allmählich besser werden - doch lieber NEIN. Man/frau muß es ja nicht drauf anlegen.
    Nachmittags per Straßenbahn zur Place Garibaldi. Der italienische Freiheitskämpfer wurde 1807 in Nizza, damals noch italienisch, geboren. In Italien ist er hochverehrt und jeder zwei Platz nach ihm benannt (die andere Hälfte aller Plätze heißt nach Dante Alighieri). Vom Garibaldi schlagen wir uns in und durch die romantischen Gassen der Altstadt von Nizza der Vieux Nice. Die Straßenschilder hier sind übrigens zweisprachig und außer in französisch auch in Nissart/Niçois, einer in Nizza und Umland gesprochenen alten okzitanischen Sprache. Zurück an der Uferpromenade, gönnen wir uns noch ein Käffchen im goldenen Licht der Abendsonne und gucken Leute. Ganz Nizza plus Gästen ist auf den Beinen und erfreut sich des schönen Wetters, über Weihnachten hat es hier überreichlich geregnet. Wir sind also diesmal zur RICHTIGEN Zeit am richtigen Ort angekommen. Hinter dem westlichen Ende der Promenade taucht die Sonne dann unter. Sie hat versprochen, morgen wieder alles für uns zu geben. Merci!
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  • Ausflug nach Monaco

    December 30, 2025 in Monaco ⋅ ☀️ 7 °C

    Heute fahren wir mit dem Bus ins Steuer- und Spielerparadies Monaco. Da wir unsere Schlappe von gestern wieder gut machen wollen, klingelt der Wecker ⏰️ schon um 7 Uhr und kurz vor 9 Uhr sind wir schon an der Haltestelle vom Stadtbus. Von Nizza Riquier nehmen wir den Bus nach Monaco, der fährt alle 15 min und ist ohne Stau in knapp 1 Stunde im zweitkleinsten (nach Vatikanstadt) Land der Welt. Da wir frühzeitig dran sind, kommen wir gut durch und sind um noch nicht mal halb 11 Uhr am Ziel. Die Fahrt immer an der Küste lang bietet zahlreiche Ausblicke aufs Mittelmeer mit seiner zerklüfteten Felsenküste. Alles ziemlich zugebaut, ein Örtchen reiht sich nahtlos an das andere. Der Übergang von Frankreich nach Monaco ist unspektakulär und man bekommt ihn gar nicht mit. Nicht, dass wir noch den Aufstieg verpassen und plötzlich durch sind, denn der Bus fährt noch weiter bis Menton! Zuerst spazieren wir hoch zur Altstadt Monaco-Ville auf dem historischen befestigten Felsenhügel La Rocher. Hier liegen der Fürstenpalast der Grimaldis, die Kathedrale, einige schmucke alte Gassen, hübsche Parkanlagen mit vielen Aussichtspunkten, vor allem aber das berühmte und einst von Jaques-Yves Costeau geleitete Ozeanographische Museum. Die Aquarien dort sind überaus sehenswert.
    Anschließend Besuch in der Kathedrale und Bummel durch die Altstadtgassen, obligatorisches Foto-Shooting vorm Grimaldi-Palast, und dann ist man auch schon durch. Vor der Rückfahrt wollen wir aber wenigstens noch einen Blick auf die Oper und das Casino im Stadtteil Monte Carlo werfen, errichtet in reinstem Belle Epoque nach Plänen von Charles Garnier, der auch die berühmte Pariser Oper entwarf. Erst mal müssen wir dazu runter zum Hafen, bummeln dort entlang und vorbei an dicken Luxusyachten (dagegen nehmen die in Nizza sich sehr bescheiden aus), und an der anderen Hafenseite wieder hoch nach Monte Carlo mit dem Casino-Komplex. Wir treffen gerade noch zu den letzten Strahlen der Abendsonne ein. Hier oben steppt der Bär bzw. der Jetset. Irgendwie scheinen um die Zeit alle Reichen des (Um-)Landes im Corso mit ihren Luxuskarossen vor dem Casino vorzufahren. Und davor drängeln sich die weniger Reichen wohl in der Hoffnung, irgendeinen Promi ausfindig zu machen oder um ein Foto von einem besonders teuren Vehikel zu schießen, oder beides. Die Botox-Dichte ist maximal, die Höhe der Absätze der Damen umgekehrt proportional zur Rocklänge, und hier wird auch wieder russisch gesprochen (in Nizza komplett abwesend).
    Das wird uns bald zu blöde, ausserdem müssen wir auch langsam an den Rückweg denken. Der gestaltet sich etwas schwieriger als gedacht, denn eigentlich wollten wir zurück den schnelleren Zug nehmen, da wir jetzt im Dunkeln von der Landschaft sowieso nichts mehr sehen. Aber die komplette Bahnstrecke ist auf unbestimmte Zeit gesperrt, also doch Bus. So ganz zuverlässig scheint die französische Bahn auch nicht zu sein, wie wir wiederholt feststellen mußten. Ob die mit der DB kooperiert 😂🤨?
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  • Cimiez und Musée Matisse

    December 31, 2025 in France ⋅ ☀️ 11 °C

    Nach dem gestrigen Tag sind wir noch etwas geschafft und lassen es langsam angehen. Zumal der Silvestertag auch etwas länger dauern könnte. Nach Ausschlafen und Frühstück fahren wir mit dem Bus ein paar Stationen den Cimiez-Hügel hinauf bis zum Matisse-Museum. Das ist in einer im 18. Jh. in genuesischem Stil erbauten Villa untergebracht. Nirgendwo in Frankreich sind mehr Kunstwerke von Matisse an einem Ort zu bewundern!
    Der Wetterbericht verspricht mal wieder Sonne pur, und so bummeln wir noch ein bißchen durch das Viertel. Cimiez ist ein Ortsteil von Nizza wie vergleichsweise die Hamburger Elbchaussee. Plantanen-bestandene Boulevards werden von opulenten Villen und Belle Epoque Palästen wie dem Regina Palace (wo Matisse zwei Etagen gekauft und die letzten 16 Jahre seines Lebens bis zu seinem Tode 1954 verbracht hat), dem Winter Palace, dem Alhambra u. a. gesäumt.
    Zunächst besuchen wir noch das Grab von Matisse unweit eines alten Franziskaner-Klosters. Im Klostergarten grünt und blüht es noch tüchtig, und ein windgeschütztes und sonniges Plätzchen lädt uns zu einer kleinen Pause ein. Anschließend bummeln wir hügelabwärts zu unserem Hotel, um uns für den bevorstehenden Silvesterabend etwas aufzuhübschen.
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  • Silvesterabend 2025

    December 31, 2025 in France ⋅ ⛅ 8 °C

    Gegen 18 Uhr befinden wir uns für ausgehfein genug, um die letzten Stunden des Jahres in Angriff zu nehmen. Zunächst geht's in die Oper, auf dem Programm steht das Ballett "Der Nussknacker" von Peter Tschaikowsky. Die Karten hatten wir schon von zu Hause online gekauft; sie waren überaus preiswert, und so haben wir uns die besten Plätze gegönnt.
    Anschließend geht zum Silvesterdinner. Wir haben in einem Restaurant gleich um die Ecke Plätze reserviert (anders hätte man keine Chance, irgendwo reinzukommen). Es heißt "Le Frog", und an normalen Tagen stehen tatsächlich auch Froschschenkel auf der Karte. Heute gibt es "nur" ein 7-Gänge-Menue der gemäßigten Art. Und zu einem guten Essen gehört natürlich auch ein guter Tropfen.
    Um Mitternacht fallen sich alle Gäste und Kellner um den Hals und wünschen sich auf französisch, englisch, deutsch ein frohes Neues Jahr. Wir lassen den Abend mit einem kurzen Spaziergang an der Uferpromenade ausklingen. Feuerwerk, Böller usw. gibt es hier nicht, trotzdem haben alle viel Spaß und sind gut drauf. Um die Mülleimer an der Promenade stehen ordentlich aufgereiht Batterie von leeren Champagnerflaschen. Auch hier wurde tüchtig gefeiert und getrunken, aber man greift eher zum hochwertigen als zum hochprozentigen. So ist auch niemand auffällig alkoholisiert. Auch so kann Silvester sein und trotzdem Spaß machen!
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  • Neujahr 2026

    January 1 in France ⋅ ☀️ 10 °C

    Heute wird erst mal ausgeschlafen. Frühstück gibt's im Hotel bis 11 Uhr, also kein Grund zur Eile. Als wir kurz vor 10 Uhr im Frühstücksraum eintreffen, herrscht dort gähnende Leere. Sind wir etwa die letzten? Nein, eher die ersten, denn so nach und nach füllt sich die Hütte, und als wir fertig sind und gehen, ist es brechend voll. Schämt Euch, Ihr Langschläfer 😂!
    Heute an Neujahr hat fast alles geschlossen in Nizza. Also, was tun? Wir versuchen es bei der russisch-orthodoxen Kirche und haben Glück. Die Kirche wurde 1856 von den zahlreichen russischen aristokratischen Gästen, die gern in Nizzas überwinterten, in Auftrag gegeben und ist die größte russisch-orthodoxe Kirche außerhalb Russlands.
    Anschließend wandern wir zum Stadtwäldchen, dem Parc Honoré d'Estienne d'Orves. Das 15 ha große Areal liegt auf einem Hügel; hier stehen viele uralte knorrige Olivenbäume, ein Exemplar soll über tausend Jahre alt sein. Von ganz oben hat man einen schönen Blick auf das Meer, und die Nizza anfliegenden Flugzeuge scheinen zum Greifen nah. Wir dösen ein bisschen in der Sonne und wollen anschließend runter zur Meerespromenade. Am liebsten natürlich nicht denselben Weg zurück, sondern gleich direkt runter. Schließlich können wir von hier das Meer ja schon. Leider ist der Park aber komplett eingezäunt. Es erwacht unser Abenteuergeist. Mit pfadfinderischem Instinkt finden wir einen Trampelpfad, der uns in die richtige Richtung nach unten führt... und dann vor einem verschlossenen Eisentor endet. Also den ganzen Weg wieder hoch und zurück? Wir doch nicht! Nachdem wir allerdings die Option Rüberklettern aus Altersgründen schnell verworfen haben, heißt es "finde die Lücke im Zaun". Wir werden sogar relativ schnell fündig und stehen bald innerlich triumphierend auf der richtigen Seite vom Tor auf einer kleinen Wohngebietsstraße. Wir gehen in Serpentinen abwärts durch die sehr gepflegte Anlage mit zahlreichen Apartmenthäusern, eingebettet in weitläufige und gepflegte Grünanlagen. Und stehen nach 15 Minuten vor dem nächsten Tor, dem Eingangstor zur Anlage, gesichert wie Fort Knox! Hier lässt sich nichts mehr umgehen oder eine Lücke finden! Also doch zurück auf Anfang, wieder hoch zum Tor und diesmal "ausbrechen"? Wir greifen auf die altbewährte Mr. Bean-Methode zurück. Es dauert auch keine 5 Minuten und ein Auto will die Anlage verlassen, öffnet mittels Fernbedienung das Tor ... und draußen sind wir! Nun ist es nicht mehr weit bis zur Promenade des Anglais. Inzwischen ist ein tüchtiger Wind aufgekommen und es ist richtig Brandung. Die Möwen müssen sich heute den Luftraum überm Meer vor Nizza nicht nur mit den Flugzeugen, sondern auch mit Kitern und Lenkdrachen teilen. Auch Steinmännchenbauen ist bei dem Wind eine echte Herausforderung, obwohl an Baumaterial kein Mangel herrscht. Aber für den ersten Tag des Jahres waren es auch genug Abenteuer, also ab ins Hotel!
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  • Nationalmuseum Marc Chagall

    January 2 in France ⋅ ☀️ 10 °C

    Heute klappt es mit dem frühen Aufstehen, und noch 30 Minuten vor der Öffnung stehen wir am Chagall an Warteposition 3+4. So sind wir gleich mit die ersten Besucher, die das Museum heute betreten, und haben ausreichend Zeit für die Betrachtung u. a. von 17 großformatigen Gemälden des Zyklus der Biblischen Botschaft, die Chagall der Stadt Nizza geschenkt hat. Das moderne Museumsgebäude (eröffnet 1973) am Fuße des Cimiez-Hügels wurde noch zu Lebzeiten des Künstlers (1887-1985) unter seiner aktiven Mitwirkung errichtet und ist speziell für diese Sammlung konzipiert und zugeschnitten. Von allen ausgestellten Werken haben uns diese Bilder - vor allem wegen ihrer gewaltigen Farben - am meisten beeindruckt.
    Wer früh anfängt, ist aber auch früh fertig, und so sitzen wir um noch nicht mal 12 Uhr im Museumsgarten und überlegen, was wir mit dem uns nun noch verbleibenden letzten Nachmittag in Nizza anstellen sollten. Da aller guten Dinge drei (berühmte Maler: Matisse, Chagall, Renoir) sind, entschließen wir uns spontan zu einem Besuch bei Auguste Renoir in Cagnes-sur-Mer. Zum Bahnhof sind es nur wenige Schritte, alle 10-15 Minuten fährt ein Zug dorthin in ebenfalls nur 15 Minuten, und tatsächlich erreichen wir um 12.10 Uhr noch den nächsten Zug.
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  • Cagnes-sur-Mer

    January 2 in France ⋅ ☀️ 12 °C

    Cagnes hatten wir erst gar nicht so richtig auf dem Schirm, es hat sich aber als echter Geheimtipp erwiesen. Da das Renoir-Haus über Mittag geschlossen hat und erst um 14 Uhr wieder öffnet, bleibt uns noch genügend Zeit, den Ort zu erkunden. Cagnes-sur-Mer liegt etwad westlich von Nizza an der Bahnstrecke Richtung Cannes und besteht aus drei Ortsteilen: dem ziemlich gesichtslosen Le Cros de Cagnes am Strand, dem eigentlichen Stadtzentrum Cagnes-sur-Mer, einer geschäftigen aber nicht sehr attraktiven Kleinstadt, und der historischen Oberstadt Le Haut de Cagnes. Und letztere ist wirklich bezaubernd; Malerische Gassen winden sich den Hügel hoch, der von einer mittelalterlichen Burg (natürlich von einem Grimaldi, Rainer I., einem Verfahren der monegassischen Fürstenfamilie, um 1300 erbaut) gekrönt wird. Da fast autofrei, lässt es sich herrlich bummeln. Viele liebevolle Details an liebevoll renovierten Häusern, ohne dass es gleich wieder Disneyland wirkt. Ein Schweizer, der gerade (s)ein altes Haus restauriert, gibt uns einen Tipp, und bald stehen wir vor dem ältesten Haus des Ortes - sage und schreibe im Jahr 1315 erbaut. Oben vom Schloßplatz haben wir dann einen herrlichen Ausblick auf die Seealpen.
    Doch nun wird es Zeit für Herrn Renoir. Sein Haus, in dem er die letzten 12 Jahre seines Lebens verbrachte, liegt, umgeben von einem Garten voller Orangenbäume, inmitten eines weitläufigen Olivenhains. Vom Anwesen aus bietet sich uns ein traumhafter Blick zurück nach Le Haut de Cagnes. Der Ausblick erinnert an die nahe Provence oder an die Toskana.
    Der gesundheitlich schon sehr angeschlagene Renoir (1841-1919) hatte sich in das 3 ha große Anwesen "Domaine des Collettes" verliebt und erworben und ließ darauf eine kleine Residenz im neoprovenzialischen Stil errichten, in die er 1908 mit seiner Familie einzog. Nach seinem Tod vermachte er das Anwesen seinem Sohn Claude Renoir, der dort bis 1960 lebte. 1960 erwarb die Stadt Cagnes-sur-Mer das Anwesen, um in den Räumen dort ein Museum einzurichten, „in denen alles so geblieben ist, wie es war“. Neben einigen Einrichtungsgegenständen und Gemälden ist auch das Atelier des Impressionisten zu sehen, wo er die letzten Jahre, gelähmt wegen chronischer Arthitis, im Rollstuhl sitzend und mit an den Händen festgeschnalltem Pinsel gearbeitet hat.
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  • Au revoir, Nice

    January 3 in France ⋅ ☁️ 8 °C

    Alles hat einmal ein Ende, daher heißt es auch für uns heute Abschied nehmen von Nizza. Gestern Abend nach der Rückkehr aus Cagnes-sur-Mer haben wir uns noch mal ein leckeres französisches Abschiedsdinner gegönnt. Im Hotel noch schnell die paar Sachen zusammen gepackt, anschließend mussten wir noch die von Silvester übrig gebliebene Flasche Cremant 😋🥂 leeren. Es soll ja nichts schlecht werden 😂. Da wir erst am frühen Nachmittag zurück nach Hamburg fliegen - diesmal mit Lufthansa über München - können wir (fast) noch ausschlafen und gemütlich frühstücken, bevor es mit der Straßenbahn 🚊 in knapp 30 Minuten direkt zum Flughafen geht. War eine sehr schöne Woche in Nizza. Au revoir!Read more

    Trip end
    January 3, 2026