• Ightham Mote

    May 29 in England ⋅ ☁️ 25 °C

    Ein Wunder ist geschehen, es hat in der Nacht ein paar Regentropfen gegeben ☔️. Daher ist es heute bedeckt und etwas kühler. Im Vergleich zu den vergangenen Tagen sind 25 Grad nämlich sehr erfrischend. Ausserdem können wir heute auch ohne Gepäck radeln, da wir noch 2 Nächte bei Sonja haben. Also schrecken uns auch ein paar Anstiege nicht. Wir wollen zwei Herrenhäuser besichtigen. Zuerst geht es nach Ightham Mote.
    Die Landschaft ist hier ganz anders: Statt zwischen weiten Wiesen und Weiden fahren wir durch ausgedehnte Laubwälder. Zwischendurch schickt Komoot uns ernsthaft stramm bergab über einen ausgetretenen Reitweg - wir schieben lieber, als uns das Genick zu brechen.
    Von Ightham Mote sind wir völlig (und sehr positiv) überrascht. Hatten wir noch nie was von gehört und sind nur bei der Suche nach National Trust Objekten in der Nähe darauf gestoßen (unsere Mitgliedschaft soll sich ja bezahlt machen). Wie gut, denn es ist ein vollständig erhaltener mittelalterlicher Landsitz, dessen Geschichte um 1340 beginnt, und der bis in die 1950er Jahre bewohnt wurde. Mit Fachwerk, etwas windschief, ein Wassergraben drum herum mit Brückchen - von außen so, wie man sich ein Herrenhauser zu Tudorzeiten vorstellt. Drinnen total gemütlich eingerichtet, man möchte glatt einziehen. Es gibt über 70 Räume im Haus, die sich alle um den Innenhof gruppieren, inklusive Rittersaal, Kapelle, einer Krypta samt Legende von einem eingemauerten Skelett... Und natürlich alles eingebettet in eine prächtige Gartenanlage.
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