Von Wertheim nach Miltenberg
October 6 in Germany
☀️ 21 °C
Rüber über den Main Richtung Norden, und schon sind wir in Kreuzwertheim und damit wieder in Bayern. Als wir gegen 9 Uhr starten, haben wir gerade mal 5 Grad. Die Mainwiesen sind klatschnass vom Tau - zum Glück noch kein Rauhreif (aber nur knapp vorbei 🥶). Wenigstens kein Nebel, die Sonne kommt schon hoch und der Himmel ist gleich frühmorgens blau. Am späten Vormittag wird es richtig warm. Bis zu unserem heutigen Tagesziel Miltenberg liegen nur lächerliche 35 km vor uns. So lassen wir uns ganz entspannt mainabwärts trudeln.
Im Dörflein Collenberg gibt's eine Info über den Buntsandstein der Region und die Arbeit der Steinbrecher, Steinmetze und Bildhauer hier. Seit Jahrhunderten wird in der Gegend um Miltenberg Buntsandstein an den zum Main hin abfallenden Hängen des Spessart abgebaut. Der sowohl für Bauten wie auch Kunstwerk genutzte Stein wurde bis nach Argentinien und Russland exportiert. Auch wir sind ihm schon begegnet, u.a. an den Mainbrücken von Lohr und Marktheidenfeld. Unterwegs sehen wir rechterhand immer wieder rote Felsbänder überm Mainufer aufragen - ehemalige Steinbrüche.
Erst ganz kurz vor Miltenberg gibt es wieder erste Weinhänge am rechten Mainufer. Unser Etappenziel erreichen wir am frühen Nachmittag und haben viel Zeit zum Stadtbummeln und Eis essen. Untergebracht haben wir uns im Hotel "Schmuckkästchen", einem der ältesten Fachwerkhäuser der Stadt, und heute wie früher auf fast jeder Stadtdarstellung zu sehen. Überhaupt ist hier die Zeit im Mittelalter stehen geblieben. Die ganze Länge der Hauptstraße ist beidseitig gesäumt von altem Fachwerk - ohne Bausünden dazwischen. Eine alte Stadtmauer mit Wehrtürmen haben sie natürlich auch. Und über allem thront ein Schloß. Das wissen auch die Reiseveranstalter zu schätzen und lotsen ihre internationalen Gäste grüppchenweise durch die Stadt. Am Mainufer liegen mehrere Flußkreuzfahrtschiffe, die Ausflugsschiffe kommen noch dazu.
Wir raffen uns abends dann noch zu einem Aufstieg auf den Schloßberg auf, mit schönem Ausblick auf Stadt und Main in den letzten Sonnenstrahlen. Belohnung dafür ist ein deftiges Abendessen im Gasthaus Kalt-Loch-Bräu (ggr. 1580): Sauerbraten mit Klößen, dazu Schlappe-Seppel-Bier (heißt wirklich so!) aus Aschaffenburg (unser morgiges letztes Etappenziel), und für die Dame einen Äppelwoi (genauso stand es in der Karte - wir sind den Hessen schon verdächtig nahe).Read more








































