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  • Day21

    Blenheim 2

    October 26, 2017 in New Zealand ⋅ 🌙 12 °C

    Huhu! Ich mal wieder. Lange ist es her. Das mit Blenheim wurde doch nix. Die Unentschlossenheit, von der ich zuvor geschrieben hatte, war auf einem Schlag ganz rasant wieder da. Eben noch ein Probearbeitstermin in einem Café, was ich unbedingt wollte (oder es mir eingeredet hatte), unzählige Bewerbungen auf Backpackerboard.nz, lauter Organisationen erledigt und... PUFF!!! Schlaflose Nacht, Probearbeitstermin absagen und so schnell wie möglich aus Blenheim raus wollen. Nun hatte ich ein Auto und sollte nicht damit reisen?? Nun hatte ich keine Berge, nur Hügel und es sollte so bleiben?? Für zwei f*** Monate von 12 Monaten?? Neeeeein, nicht mit mir! Ich wollte wieder zurück in den Süden, da wo ich war, da, wo es mich am meisten hinzog. Ich sah mich bereits in der Arbeitswelt, aber nicht in Blenheim. Ich wollte immer einen für mich "BESONDEREN" Ort, wenn ich hier arbeiten gehe. Mit mindestens einem Berg! :) Schließlich will ich glücklich sein, nicht wie die meisten aus meinem bisher Lieblingshostel, rumnörgeln und "arbeiten müssen". Ich will da arbeiten, wo ich strahlende Augen bekomme, wenn ich aus dem Haus gehe und wissen, dass ich in Neuseeland bin. Ich will in meiner Freizeit in die Berge und nicht auf Hügeln mit dem Weinfeldsicht rumstiefefeln. Das ist 2-3 mal schön und fertig. Ne ne ne...

    Nach meiner unmöglichen Nacht, der Wecker war auf 5.40 Uhr gestellt, (bereit für das Arbeiten) geschlafen hatte ich eh nicht, fasste ich kurz entschlossen in meinem Kopf zusammen, nachdem er sich endlich sortiert hatte, dass ich gehen werde. Und zwar an dem Tag noch! Mein Auto sollte nämlich heute aus der Werkstatt kommen. Ich schrieb dem Typi aus dem Café, dass ich nicht komme, stand auf und ging in die Küche. Nach etwa 20 Minuten bekam ich Gesellschaft von einem ca. 2 Meter großem Mann, der mir am Vorabend bereits auffiel. Ist ja auch nicht schwer bei der Größe... Sein Name war Daniel, Einheimischer aus Auckland und wir kamen ins Gespräch. Ich erzählte ihm meine Lage und wir verstanden uns super! Er gab mir Wandertipps, Insider - Tips (original Kiwi) und... Er öffnete mir die Augen. Was er genau zu mir sagte, verrate ich euch nicht. Ich war Feuer und Flamme! Ich holte mein Buch und schrieb und schrieb. Dann kam eine Nachricht: Mein Auto sei fertig! Perfekt, los geht's... Aber so schnell ging es dann doch nicht. Allein mein Auto, von dem ich seit zwei Tagen der offizielle Besitzer bin, hat bereits verdient, dass ich ein Buch davon schreibe... Oder gaaaaanz viele Geschichten in einem Blog. Aber heute nicht. Ich bin komplett übermüdet, hänge in der Nähe meiner Lieblingsstadt Christchurch rum und schlafe die Nacht auf einem überteuertem Campingplatz, weil.... Jaaaa, mein Auto in der Werkstatt ist.

    Zu Daniel nochmal kurz. Nein Mama, er ist kein potentieller, zukünftiger Ehemann von mir, der euch die Rente in Neuseeland sichert... Höchstwahrscheinlich könnte er mein Vater sein. Aber er ist die erste Person, die mich hier in Neuseeland ein großes Stück nach vorne gebracht hat. Ich habe ihm sogar einen Abschiedsbrief geschrieben. Wenn all meine Träume in Erfüllung gehen, stelle ich ihn hier rein.

    Daniel, falls du jetzt ein Follower bin dem Blog hier bist, danke nochmal!!!!

    Wo es jetzt für mich hin geht??? In die Berge natürlich!!! Wanaka/Queenstown, wo auch immer, ich kommeeeeeee!!!!...... Wenn mein Auto durchhält....
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    Kattl

    Mein Lieblingsort. Der Seymour Square! Hier war ich jeden Tag und ich weiß nicht, wie viele Asiaten ein Foto von mir beim Poi spielen gemacht haben...:)

    10/26/17Reply
    Franzi Güttler

    voll geil

    10/27/17Reply
    Svenja Seiler

    Du schaffst alles, wenn du an dich glaubst! 😉

    10/30/17Reply