Stadtgebiet Bremerhaven - Brunnenstraße 11m ü. NHN
September 30 in Germany
☀️ 23 °C
wie im letzten Footprint bereits beschrieben, schob ich mein E-Bike Mittags kurz vor Eins am Haltepunkt Apensen in das Fahrradabteil der EVB, die auf dieser weitgehend eingleisigen, nicht elektrifizierten Strecke ihre Züge mit Wasserstoff betreibt.
Ich machte es mir und meinen Bike bequem und durchquerte, während der Zug an fast jeder Milchkanne anhielt, in ca. eineinhalb Stunden von Ost nach West das gesamte „Nasse Dreieck“, das Elbe-Weser Dreieck. Diese quer verlaufenden Line RB33 scheint mir für diese ländliche Gegend eine wichtige Verkehrsader zu sein, denn immer wieder stiegen um diese Uhrzeit Schüler und Schülerinnen ein und wieder aus.
So erreichte ich Bremerhaven, das oft auch Fishtown genannt wird. Natürlich machte ich als erstes das, was man halt machen soll, wenn man mal hier ist: »Fisch essen!«, - auch wenn es bereits fast 15:00 Uhr war.
Dazu ließ ich mich zum „Schaufenster Fischereihafen“ navigieren, einem touristisch erschlossenen Areal am Hafenbecken des am alten Fischereihafens, wo sich u.a. auch eine Menge Fischrestaurants und -räuchereien unterschiedlichster Preisklassen angesiedelt haben.
Nach köstlichem „WuFi“ (Weißbier und Fisch) - ich hatte mich auf eine kleine Portion Rotbarsch mit Bratkartoffeln beschränkt - ging’s per Fahrad auf Sightseeingtour. Ich fuhr zum alten Hafen um mir die Museums-Schiffe anzuschauen die hier draußen vorm Deutschen Schifffahrtsmuseum im Hafenbecken ankerten. Sogar ein U-Boot liegt hier im Schatten des Columbus-Centers.
Leider existiert die „Seute Deern“ nicht mehr, denn sie brannte und versank 2019 hier im Hafenbecken. Diesen Dreimaster hatte ich Anfang/Mitte der 70er Jahre bei meinem letzten Besuch in Bremerhaven, als Kind noch mit meinen Eltern besucht.
Leider war es bereits später Nachmittag und zeitlich nicht mehr sinnvoll das Schifffahrtsmuseum oder einige der Schiffe zu betreten, das mache ich auf jeden Fall später noch mal. Ich fuhr noch mal auf den naheliegenden Deich und schaute stattdessen ein wenig auf die Wesermündung und die darauf fahrenden Schiffe.
Zum Abschluss wies ich mein eher dummes Fahrrad-Navi an, mich ganz in den Norden von Bremerhaven zu leiten. Das war ein kleines Abenteuer für sich, denn das Navi änderte permanent seine Route und schickte mich im ZickZack zumeist über Kopfsteinpflaster durch vielfältige Häuserschluchten. So befand ich mich sogar plötzlich und unerwartet in einer frei befahrbaren, nicht abgesperrten Straße, die aber genau dem entspricht, was die Herbertstraße in St.Pauli oder die Helenenstraße in Bremen ist. 🫢
Irgendwann erreichte ich aber den, wie erwarte, unspektakulärer „Höhepunkt“ von Bremerhaven, denn laut dem Internetz ist tatsächlich die Straßenkreuzung Brunnenstaße-Depstedter Weg mit ca. 11m ü.NHN wohl der höchste natürliche Punkt von Bremerhaven.
Ich habe also nun 8 von 48 Summits abgehakt.
Anschließend ging’s schnell zurück zum näher gelegenen, nördlichen Bahnhof Bremerhaven-Lehe wo ich gerade noch rechtzeitig einen Zug mit Fahrradabteil in Richtung Heimat erwischte.
Schön war’s, alles im allen und ich werde Bremerhaven bestimmt bald wieder besuchen, denn das Schifffahrtsmuseum, das Deutsches Auswandererhaus und das Klimahaus will ich mir unbedingt noch genauer anschauen.Read more


















