• Komm wir geh'n auf Safari🦁🐘

    March 17 in Kenya ⋅ ⛅ 22 °C

    Mit wenig Schlaf, aber voller Vorfreude ging's heute morgen Richtung Maasai Mara - endlich auf zur Safari 🥹 Jimmy unser Fahrer hat uns um 7 Uhr eingesammelt und uns auf dem Weg zum Treffpunkt eine Menge über die kenianische Kultur erzählt. Hier ist es üblich, dass die Busse mit Graffiti besprüht werden. Es gibt sogar richtige Challenges zwischen den Artists. Das ist auch der Grund warum man hier mehr bemalte als unbemalte Fahrzeuge sieht. Tatsächlich ist es sogar so, dass manche Leute sogar lieber länger auf den nächsten Bus warten würden, wenn dieser bemalt ist, als in einen unbemalten Bus zu steigen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung hier ist verrückt. Kleine Fahrzeuge dürfen nur 100 km/h fahren, größere Autos 110, Busse sogar nur 80. Deutsche Autobahnen sind also ein absolutes Highlight. Kenia wurde damals von den Britischen Kolonien erobert, was erklärt warum hier links gefahren wird und auch der Führerschein nach britischen Regeln gemacht wird - die danach aber sofort wieder verfallen😀
    Das Krasseste war aber einfach, dass wir uns über die Sozialisierung in Deutschland und Kenia unterhalten haben. Afrikaner kennen Therapeuten nur aus Filmen und können sich gar nicht vorstellen, dass es die wirklich gibt und Menschen dafür Geld bezahlen, dass sie reden können. Hier ist es üblich mit jedem über alles zu reden. Sei es der Fremde an der Haltestelle oder eben Freunde und Familie. Jeder hilft jedem bei Problemen, sei es funktional oder eben mental. Ein schlechtes Leben in dem Sinne gibt es nicht, trotz all der Probleme rundherum. Das war auch einfach wieder so Augen öffnend, was für unfassbar dumme zivilisierte Probleme wir uns in Deutschland machen.
    Auf dem Weg ins Camp nach Masaai Mara haben wir schon unendlich viele Tiere gesehen. An jeder Ecke Herden von Kühen, Schafen, Ziegen. Alle grasen am Wegesrand und überqueren nach Lust und Laune die Straße. Das ist zum Fahren natürlich ne Katastrophe, aber irgendwie funktioniert das alles. Unser Highlight der Fahrt war die Geburt von einem kleinem Kälbchen mitten an der Straße🥹 Apropos Straßen, sofern man das so nennen kann. Wir würden die letzten Stunden wirklich durchgeschüttelt ohne Ende. Die Wege sind so hügelig und uneben und voller Schlaglöcher😀
    Angekommen im Camp hat es geschüttet ohne Ende. Aber passend zur Safari sind alle Wolken verzogen und die Sonne kam zurück.
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