• Andrea Nora Muggli
  • Andrea Nora Muggli

Baltikum2025

Segelreise von Lübeck Schweden entlang ins Bottnische Meer Meer informatie
  • Visby

    23 september 2025, Zweden ⋅ ☀️ 12 °C

    Ein wunderbarer, milder Herbsttag in dieser sehr gemütlichen, ehemalige Hansestadt. 1524/5 wurde zwischen den Lübeckern und den Schweden gekämpft und das führte zu einem grossen Stadtbrand. Dennoch ist sie wirklich ein Besuch wert und seit 1995 Weltkulturerbe.
    Highlight ist offenbar die intakte Stadtmauer, kommt noch
    Gotland ist klimatisch wohl windig, aber im Schwedischen Vergleich sonnig.
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  • Gotland erkunden

    24–25 sep. 2025, Zweden ⋅ ☀️ 13 °C

    Gestern war ich mit dem Auto in der Nordhälfte der Insel unterwegs. Es ist der rauhe Teil der Insel, kaum Landwirtschaft, wenig Tourismusinfrastruktur, schöne Küstenabschnitte.
    Heute ging es in den Südteil mit etwas mehr Besiedelung, auch Ackerbau, eine grössere Vielfalt an Laubbäumen, mehr brauchbares Holz.
    Insgesamt ist die Insel strukturschwach, ausser etwas Tourismus während 6 Wochen und etwas Holzindustrie, teilweise Landwirtschaft ist nicht gar so viel. Das ist den Siedlungen anzusehen, gleichwohl ist die ganze Insel sehr klar eine Reise wert.
    Die Ostküste ist teilweise felsig. Die ganze Insel ist in sprödem Kalkstein, ca 450mio Jahre alt, als hier ungefähr der Äquator lag. Schweden und Norwegen liegen ja sonst auf einem Granitschild.
    Gotland ist mit 3000qkm immerhin halb so gross wie der Kt Bern, das bei gerade mal 60‘000 Einwohnern.
    Es sind wahrlich wunderbare, milde Herbsttage, es ist überaus friedlich und still. Ich bin so dankbar, dass ich das alles erleben darf.
    Gerade bin ich beim Sundowner mit Presley und Palmen in der Fährhafenkneipe, na ja🤷‍♀️
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  • Visby2

    26 september 2025, Zweden ⋅ ☀️ 15 °C

    Am 4. Tag auf Gotland wollte ich noch einmal einen Rundgang unternehmen. Diese sehr wichtige Hansestadt war rundherum mit einer Mauer umgeben. Von dem Duzend Kirchen sind nur noch 2 intakt, die Reformation hatte generell in Schweden radikal durchgegriffen.Meer informatie

  • Vorankommen nach Simrishamn

    1 oktober 2025, Zweden ⋅ ☀️ 13 °C

    Die Langzeitwetterprognose sagte, dass das Ende der Ost/Nordostlage nahe komme. Das veranlasste mich, schnell Richtung Dänemark zu segeln. Die Route ging über Kalmar, Karlskrona zunächst nach Simrishamn in Schonen.
    Mitten auf dem langen Törn von Karlskrona nach Simrishamn sind gleich 3 dieser kleinen Geschöpfe etwa 30km vom Land entfernt zugeflogen. Sie sind bis zum Hafen an Bord geblieben. Beim Einnachten kam ich im sehr sicheren, ehemals geschäftigen Fischereihafen von Simrishamn an.
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  • Nach Ystad in Schonen

    2–3 okt. 2025, Zweden ⋅ ☀️ 13 °C

    Noch immer herrschten günstige nord-östliche und mässige Winde vor. Beim Ablegen in Simmrishamn war ich allein. Es war ereignisloses Segeln um Sandhammaren herum und an Kåseberga/ Kung Åles Stenar vorbei. Weil die Verhältnisse einfach waren, wählte ich eine Route nahe der Küste, Erinnerungen an mehrmalige Ferien mit meiner Mom vor 55 Jahren waren sehr präsent. Die Schiessgebiete auf See waren gerade nicht aktiv.
    Beim Festmachen an der Tankstelle im Gasthafen von Ystad war niemand mehr da, so musste ich das Diesel Bunkern auf 9h am nächsten Morgen verschieben. Die Verspätung sollte ich am nächsten Abend noch sehr deutlich zu spüren bekommen.
    Der Spaziergang führte in die menschenleere Innenstadt - ausserhalb der kurzen Saison ist in den kleineren Orten abends gar nichts los. Der Süden Schwedens und Dänemarks ähneln sich im Ortsbild, Riegelbauten überall.
    Immerhin wurde ich bei der Rückkehr vom Vollmond begrüsst.
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  • Klintholm / Møn

    3–4 okt. 2025, Denemarken ⋅ 🌬 13 °C

    Es war eine längere Überfahrt.
    Endlich konnte ich Diesel bunkern und kam erst kurz vor 10h los. Anfänglich herrschten noch nord-östliche Winde, allerdings gab es wegen Schauern einige Böen und Winddreher, die erforderten die Segel zu trimmen und auch neu zu setzen.
    Es waren Fährlinien und Fahrwege der Frachter zu kreuzen. Meist ist das einfach, einige Tanker hatten kein aktives AIS und oder das Englisch am Funk war miserabel.
    Immer wieder diese Schauer.
    Vor Møn gibt es ein gewaltiges Windturbinenfeld, stundenlanger Umweg, weil das natürlich ein Sperrgebiet ist.
    2 Stunden vor dem Einlaufen in Klintholm drehte der Wind auf West und frischte schnell auf 20+ Knoten auf. Das war etwas früher als prognostiziert. Ich war wegen des Tankens verspätet. Zusätzlich dunkelte es ein, die Hafeneinfahrt ist eng und der Hafen selbst klein. Einige Seeleute sprechen dann von ‚interessanten‘ Verhältnissen. Glücklicherweise kannte ich Klintholm, also gut vorbereitet, mit viel Fahrt rein, aufstoppen, wenden, gegen den starken Wind anlegen. Der Wind frischte bald auf über 40Knoten auf, das ist Sturmstärke. Da hätte ich nicht mehr einlaufen können, es hätte eine lange Nacht draussen bedeutet.
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  • Sturm auf Møn

    3–7 okt. 2025, Denemarken ⋅ 🌬 14 °C

    Der Sturm kam in Wellen mit Böen bis 44kt und dauerte 3 Nächte und 2 Tage. In Pausen ging ich spazieren. Auch brauchte ich meine Vorräte auf - Laden und Restaurants waren dicht.
    Aber die Hafenkneipe war auf, so gab es da jeden Abend wirklich nette Gespräche und gutes dänisches Bier (nicht Schwachstrom wie in Schweden). Der Australier arbeitete als Techniker auf den Turbinen. Der Barbesitzer gab mir eine Flasche Mønschnaps mit.Meer informatie

  • Nach Neustadt

    10 oktober 2025, Duitsland ⋅ 🌬 17 °C

    Die Fahrt führte über Nysted, Grossenbrode nach Neustadt in Holstein.
    Nysted ist an sich ein hübsches, gemütliches Städtchen. Ich wollte mal nicht kochen. Nicht ein Restaurant geöffnet, da trat ich ins Hotel ein und da kamen mir Gäste entgegen und sagten, sie verspeisten gerade Mitgebrachtes, weil die Küche kalt. Anderntags segelte ich weiter an Fehmarn vorbei noch Grossenbrode.
    Letzlich erreichte ich Neustadt, ein lebendiges, nettes Städtchen mit Markt, Läden, Kneipen, Promenade. Es ist auch Stützpunkt der Marine und Küstenwache. Letztere brachten mich letztes Jahr auf See auf, mit Blaulicht und dem ganzen Programm - überaus freundlich, umsichtig und professionell übrigens.

    Meine Stimmung beim Nachtessen am Hafen war ein Mix aus Melancholie und grosser Freude/Dankbarkeit.
    Es war das Ende einer abermals wunderbaren Segelreise auf der Gaia. Ausser den Baumstämmen und dem Versagen des Navigationsrechners gab es keine Schwierigkeiten. Die Reise mit Manuela war ein Highlight, ebenso die Stille und die Natur im hohen Norden.
    Es gab viel Zeit tief einzusinken und im inneren Frieden zu verweilen.
    An dieser Stelle möchte ich von Herzen Danke sagen all jenen, die mich in Gedanken und Kontakt auf dieser Reise so treu begleiteten. Ihr macht den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit.
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