• Andrea Nora Muggli
  • Andrea Nora Muggli

Baltikum2025

Segelreise von Lübeck Schweden entlang ins Bottnische Meer Read more
  • Nach Luleå

    August 1, 2025 in Sweden ⋅ ⛅ 23 °C

    Eine lange Fahrt von 90km bei zu wenig Wind und schönem Wetter, ohne Maschine ging es öfter nicht.
    Für NautikerInnen und RegeltechnikerInnen: Vor der Abfahrt installierte ich wieder den Hydrovane-Autopilot. Das Ding funktioniert völlig autonom und hält das Boot auf einem eingestellten Kurs zum scheinbaren Wind. Es ist ein p-Regler (also closed loop) im Gegensatz zum Steuerrad (open loop Steuerung eben). Das war dann sehr entspanntes Reisen.

    Oh 1. Aug. auf dem Wasser mit DJT‘s 39% Zollandrohung🤬 - da denke ich an die Pilatusflugzeugwerke, wo ich mal gearbeitet hatte.
    Ja und nach meiner späten Ankunft hatten alle Restaurantküchen schon dicht. Naja, ein klassischer, guter Reisetag mit dennoch ein bisschen Ungemach. Apéro und Ankerbier gab es dennoch.
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  • Luleå

    Aug 1–4, 2025 in Sweden ⋅ ⛅ 23 °C

    Luleå ist an sich eine alte, schachbrettförmig angeordnete, meist von Neubauten geprägte Stahlindustriestadt. Der öffentliche Raum und die Natur rundherum sind aber schön. Das Norrlandmuseum sei sehr sehenswert, ist allerdings wegen Renovation geschlossen. Ausländische Touris hat es fast keine, der Gasthafen ist leer, werktätige Schweden mussten wegen der Distanzen und baldigem Ferienende schon nach Süden aufbrechen.
    Mein Lebensrhythmus ist sehr langsam mit Ausschlafen, lange Frühstücken und Kommunizieren, Spazieren, Planen, Unterhaltsarbeiten. Dieses langsame unterwegs Sein hat Qualität.
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  • Nach Törehamn. Wendepunkt der Reise

    Aug 5–7, 2025 in Sweden ⋅ 🌧 20 °C

    Heute war gerade so ein Tag, den ich ohne Kuchenbude nicht haben wollte. Mehrere ordentliche Gewitter mit Wolkenbrüchen, drehenden Winden, Böen bis ca 60kmh, über Stunden einfach Sauwetter im Schärengebiet, damit wenig Wellen aber Steine überall. Heikel wird es bei einer Panne oder wenn für den plötzlich auffrischenden oder drehenden Wind zu viel Segel gesetzt sind. Single-handed ist das schon anspruchsvoll.
    Nach fast 70km erreichte ich Törehamn, den nördlichsten Punkt in der Ostsee - jetz geht‘s ham. Solche Punkte anzusteuern ist an sich völlig sinnfrei und doch segelt man da hin ….
    Ankommend begrüsste mich eine einheimische Seglerin und bot mir wegen nahendem Unwetter in der Nacht einen besseren Platz an - Sisterhood, so nice!
    Müde, Apéro, Tomaten /Mozzarella, Spaghettirest von gestern, Ankerbier, Penguins footprint, Bett.😊
    Am Folgetag mache ich einen Spaziergang in der Gegend, besuche das klitzekleine U-Boot Museum nebenan. Das Wetter ist angenehm windig und mild.
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  • Båtskärsnäs mit provis. Ruderreparatur

    Aug 7–9, 2025 in Sweden ⋅ 🌬 19 °C

    Nach einer längeren und teilweise ruppigen Fahrt (Wind bis 32kt, Welle 2m) fand ich nach einigem Suchen endlich die Werft. Unterwegs verlor ich wohl den geknickten Teil des Ruders. Das wäre nur noch als Muster für den Wiederaufbau nützlich gewesen.
    Also heute das Boot raus, die Ruderachse so herstellen, dass der Autopilot wieder arbeiten kann, Boot wieder ins Wasser. Das Ruder werde ich im Winter neu aufbauen.
    Heute nur noch Pizza, Sonnenbaden, Route für morgen planen und Bett.
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  • Seskarö

    August 9, 2025 in Sweden ⋅ ⛅ 18 °C

    Nach einer kurzen Fahrt hier festgemacht.
    Ein langer Spaziergang führte mich in den Wald und eine kleine Bucht.
    Wieder mal war es im Wald sehr still und diese Stille erreichte mich nach langen wunderbaren Mailkonversationen auch. Es sackt alles ein, es verbindet sich alles und es ist dabei so friedlich.
    Der Frühherbst hat bereits Einzug gehalten, das Heidekraut verfärbt sich rot, die Birken beginnen auch sich zu verfärben nach einem kurzen, wunderbaren, warmen Sommer.
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  • Röyttä, Finnland

    August 10, 2025 in Finland ⋅ ☁️ 18 °C

    Weil die Durchfahrtshöhe der Brücke zwischen Seskarö und dem Festland viel zu niedrig, gab es 25km Umweg um die Insel herum. Sehr seichte See überall hier, so muss ich mich an schmale, betonnte Fahrwasser halten. Der Hafen und die Umgebung sind gar nix, aber das gehört fast am Ende der Welt auch dazu. Der Hafenmeister begrüsste mich in Finnisch only sehr freundlich beim Anlegen. Die Gaia ist auch hier das einzige ausländische Boot.
    Für die Weiterfahrt nach Süden sind nur 2 Möglichkeiten: diese betonnten Rinnen, oder weit raus ins tiefere Wasser.
    Ankern scheint schwierig, weil in Finnland die seichten Gebiete offenbar nicht detailliert kartiert sind. Steine überall.
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  • Langer Törn nach Marjaniemi

    August 11, 2025 in Finland ⋅ 🌬 18 °C

    Ich bin gerade unterwegs, so 15kt Wind, 6-7kt Fahrt, ideale Segelverhältnisse - Meilenfressen, über 100km.
    Es ist mild, so um 20deg. Nach einer haarigen, engen Hafeneinfahrt mit ziemlich Brandung gab es Abendessen in der Hafenkneipe und einen schönen Spaziergang durch die Dünen und den Uferwald. Die Insel ist erst ca. 2000 Jahre alt und durch die Landhebung im ganzen Norrbotten nach der Eiszeit entstanden.Read more

  • Fahrt mit Überraschungen

    August 13, 2025 in Sweden ⋅ ☁️ 18 °C

    Zunächst gab es 28nm wunderschönes Segeln nach Raahe an der Westküste Finnlands. An der Hafeneinfahrt bin ich entgegen Kartenabgaben mit dem Kiel 2x aufgesessen, kam aber wieder frei. Dann suchte ich mir einen Ankerplatz, und sass in angeblich über 3m Wassertiefe wieder auf.
    Übungsabbruch. Nachtüberfahrt nach Schweden vorbereiten und weg hier.
    Der Wind war schwach aus ungünstiger Richtung, also war kreuzen angesagt. Mit angenehmer Welle, Vollmond ging es gemütlich durch die wunderschöne, klare Nacht. Das Abendrot ging immer noch nahtlos ins Morgenrot über, es wurde noch immer nicht dunkel. Als die Wende angesagt war, begegnete ich 2 grossen Frachtern, ansonsten hatte ich das Meer für mich, der Wecker klingelte nur alle Stunde.
    Erst im letzten Viertel der Fahrt frischte es etwas auf, genug für 6kt Fahrt.
    Die lange Fahrt ist versöhnlich, bei schönem, mildem Wetter geht es leise dahin in die Leere, die Weite, ein ideales Setting, loszulassen, was nicht bei mir bleiben will, was nicht zu ändern ist, weit und bedingungslos geöffnet zu sein für das, was sich für mich auftut. Rüstungen können auch weg, weil hier draussen helfen nur Urvertrauen und ein bisschen Handwerk.
    Der Anker ist nach 270km sicher eingegraben in dieser stillen, bekannten Bucht.
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  • Vor dem Sturm noch nach Ratanhamn

    August 14, 2025 in Sweden ⋅ 🌙 17 °C

    Beim gemütlichen zMorge nach einer völlig stillen Nacht schaute ich auf die Wetterprognosen. Da könnte ich wegen schwerem Wetter bis Montag/Dienstag blockiert werden. Der Ankergrund ist zwar geeignet, um einen Sturm abzuwettern. Die frischen Lebensmittel gehen zur Neige, mit Dosenfutter und Pesto wäre das schon machbar, aber so fuhr ich schnell los, um nach Ratanhamn zu gelangen.
    Die Segelbedingungen waren nicht ideal, die Sicht verschlechterte sich zeitweise rasant auf max. 30m, Boote waren nur noch mit dem Kollisionswarngerät AIS oder Radar auszumachen. Das Schiff auf dem Radar/AIS war der Frachter St. Pauli, ich funkte ihn an, um zu checken, ob meine Warngeräte bei ihnen sichtbar seien. Alles ok und ausgesprochen freundlich waren sie.
    Die Gegend hier heisst auch ‚Grusbotten‘, ein bisschen gruselig ist es auch, man fährt auf Instrumente vertrauend ins Nirgendwo, virtuell glaubend zu wissen, wo die Reise hinführe. Irgendwo/nirgendwo ist mir mittlerweile präzis genug.
    Heute setzte ich als Vorsegel die viel kleinere Fock, um bei Böen und Nebel auf der ganz sicheren Seite zu sein.
    Beim Einlaufen war nur die s/y Inge verlassen am Quai, zum Anlegen war niemand da, die Saison ist vorbei.
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  • Ratanhamn

    August 16, 2025 in Sweden ⋅ ⛅ 14 °C

    Zwischendurch braucht es Zeit zum Durchatmen, Putzen, Waschen, Wartung, Kommunikation, Einkaufen und Abwettern von Sauwetter. So fuhr ich gestern mit dem Velo hin und rück je 10km (1 schwedische Meile😅) zum Einkaufen in Wind und Regenschauern. Jetzt sitze ich gerade in einem sympathischen Coffee-shop während die Waschmaschine läuft.
    Ich will auch noch ein Wantenpaar nachspannen und mit zurückgehenden Temperaturen andere anpassen. Der wunderbare Sommer ist wohl definitiv vorüber - ein wenig Wehmut und meine grosse Dankbarkeit tanzen gemeinsam.

    In den letzten Tagen geht es in meiner Wahrnehmung ganz in die Tiefe, in die Stille und was sich noch darunter verbirgt - existentiell und wunderschön. Intensiver Austausch macht das alles auch so lebendig.

    In 2 Wochen ist Heimreise, nach Stockholm wären es auf dem Seeweg 7-800km. Ich werde die Gaia dafür wohl irgendwo zwischen Sundsvall und Gävle festmachen.
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  • in den Risöfjärden

    August 19, 2025 in Sweden ⋅ 🌙 13 °C

    Gestern ging es in leichtem Gegenwind und platter See in den Kleinen Yachthafen Batholmsvi bei Umeå, gut, um Diesel aufzunehmen und mit Hafenvelo einkaufen zu fahren. Sonst ist da ein grosser Industriehafen. In der Nacht zog Starkwind über uns hinweg, so dass ich den ganzen Morgen warten musste.
    Am Nachmittag ging es mit bis 20kt und wegen ablandigem Wind wenig Welle mächtig zur Sache. Später erreichte mich dann eine nicht sehr aktive Gewitterwolke. Die bescherte dann doch Böen bis 28kt, schnell drehende Winde, was das Bergen des grossen Vorsegels nötig machte. Später das Segel wieder setzen, dann Flaute und so weiter. Kurz vor dem Ziel war endgültig Schluss mit Wind
    In Summe war es ein guter Segeltag mit wunderbaren Wolkenbildern, viel Arbeit, bequem war das nicht.
    Es ist eine Übung, ganz gelassen hellwach zu sein und die Dinge zu nehmen, wie sie sind. Gerade das alleine Segeln bietet Möglichkeiten, sich besser kennen zu lernen und wirklich jeden Tag dazu zu lernen.
    Es hält mich fit.
    Wegen der späten Abfahrt gab es dann eine Einfahrt in einen engen Fjord mit Ankersetzen in Dunkelheit
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  • Norrfallsviken

    August 20, 2025 in Sweden ⋅ ☁️ 15 °C

    Ach, nichts Besonderes heute, es war eine angenehme Fahrt bei ablandigem Wind und wenig Welle. Dieser natürliche Hafen an der Höga Kusten ist nur durch eine schmale Einfahrt mit dem Meer verbunden und diente früher Fischern. Die Ostsee ist ausgefischt.
    Ich hatte wieder stundenlang Zeit, Gedanken, Wahrnehmungen und Empfindungen nachzugehen, zu sehen, was da noch ist an Unverdautem oder Verdrängtem.
    Auf der Überfahrt von Finnland wurde es ja noch nicht wirklich dunkel. Gestern, eine Woche später und einige hundert km südlich war es erstmals für so 4h dunkel.
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  • Über Trollarviken nach Bönhamn

    August 21, 2025 in Sweden ⋅ ⛅ 14 °C

    Das war eine kurze, beschauliche und wunderschöne Spazierfahrt in die Trollbucht und den Klippen entlang zu meinem Liegeplatz.
    Es macht sich etwas Wehmut breit, weil dieses Jahr die Zeit hier oben zu Ende geht und wirklich nicht klar ist, ob ich mit der Gaia nochmal hierher gelangen werde.
    Es ist halt das ewige Thema des Loslassens, damit Neues Platz finden kann.
    In den nächsten Tagen wird ziemlich Stecke zu machen sein, wenn ich vor der Abreise die Gegend von Gävle erreichen will.
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  • Strecke machen nach Sundsvall

    August 22, 2025 in Sweden ⋅ ☁️ 13 °C

    Es sind ca 95km bei wenig Wind - entsprechend dauert es. Gelassenheit ist die Übung für heute. Es ziehen von Westen langsam Wolken auf. In Norwegen regnet ausgiebig, das Tief sitzt im Norden. Rückblickend bin ich froh, schnell von Finnland wieder herübergefahren zu sein. Wegen starken Westwinden wäre ich dort tagelang blockiert gewesen.,
    Das Boot läuft eigenständig und gemächlich, die Windfahne tut ihren Dienst.
    Heute ist der Himmel tagsüber so zu 4/8 bewölkt, es ist deutlich kühler. Nachts läuft schon der Dieselofen, die Temperatur sinkt auf 6-7deg.
    Nach der kühlen Nacht ist es für einmal trüb und leicht regnerisch, also ausschlafen, ausgiebig frühstücken, Haushalt, vorkochen für die nächsten 2 Tage, neue Lampen in der Kammer anbringen und das Campingleben unterbrechen mit auswärts z‘Nacht.
    Sundsvall ist eine hübsche, teilweise im Jugendstil erbaute Stadt, der Wohlstand aus der mächtigen Holzwirtschaft ist deutlich spürbar,
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  • Zür Höllikhalbinsel

    August 24, 2025 in Sweden ⋅ 🌬 14 °C

    Strecke machen bei sehr viel Wind.
    Trotz kleinem Vorsegel (Fock) und 2fach gerefftem Gross lief die Gaia bei 20-30kt Wind nur wenig langsamer als die Rumpfgeschwindigkeit. Bei ablandigem Wind nahe der Küste waren meist wenige Wellen. Festgemacht habe ich an einer Boje des Schwedischen Seglervereins.
    Die Bucht ist nicht optimal geschützt, es wird die ganze Nacht über ordentlich schaukeln.
    Ja dann Abendroutine: einheizen,
    kochen, Ankerbier, Penguins verfassen, lesen und Musik, Bett.
    Das sind nicht schwierige Segeltage im eigentlichen Sinn, aber 8-10h auf der Hut sein ermüdet mich halt schon.
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  • Ankerbucht Sundmarnäset

    August 25, 2025 in Sweden ⋅ ☁️ 14 °C

    Gestern kam die Frage, ob ich Ankerwache schieben würde. Nein.
    Bojen sind relativ sicher. Bei einem Versagen gäbe es einen Ruck und gestern schnell die Steine.
    Beim Ankern ist ein Versagen meines Geschirrs sehr unwahrscheinlich. Gegen ein allfälliges Rutschen habe ich mehrere Ankeralarme.
    Über Nacht baute sich eine 2m See auf. Solange ordentlich Wind ist, ist das gut zu besegeln - nur der ist jetzt eingeschlafen. Damit fällt auch die Windsteueranlage aus.
    It is an outdoor sport indeed.
    Um 20h machte ich an einer blauen Bojen fest. Kein Haus, kein Mensch, kein Boot. Es ist vollkommen still und unglaublich schön. Dieser Sommer könnte so auf Dauer weitergehen … oder eben nicht. Schönes loslassen zu können, steigert seinen Wert. Ich habe zu üben.
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  • Ein Tag in Sundmarnäset

    August 26, 2025 in Sweden ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute blieb ich in dieser wunderschönen Bucht und erledigte ein paar Arbeiten. Nach dem Wanten straff Spannen liege ich im Cockpit und blicke in den blauen Himmel mit ein paar schönen Wolken. Der leichte Wind schiebt das Boot fast unmerklich ein wenig umher, ganz kleine Wellen schaukeln es fein, die Stille ist schön durchdringend. Das alles schafft ein tiefes Gefühl der Geborgenheit, des mit allem verbunden Seins, dies völlig alleine weit weg von Besiedelung. Wiedermal lösen sich alle Gegensätze einfach auf.

    Für Nautikinteressierte:
    Heute habe ich ein Wantenpaar nachgespannt. Wanten sind die seitlichen Abspannungen des Masts.
    Das stehende Gut hatte ich 2022 erneuert, die Stahlseile mit Dyneema ersetzt und selbst gespleisst. Das ist eine Hochleistungskunstfaser, stärker als Stahl und korrosionsfrei. Es hat einfach einen negativen Temperaturausdehnungskoeffizienten, wird also bei sinkenden Temperaturen länger. Mit dem im Herbst schrumpfenden Mast muss halt nachgespannt werden. Das kann ich selbst innert einer Stunde erledigen.
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  • Gävle und Uppsala

    August 27, 2025 in Sweden ⋅ ⛅ 18 °C

    Die Fahrt nach Gävle bei abermals schönem Wetter, aber Windstille unter Motor war nicht erwähnenswert.
    Der Besuch von Uppsala war für mich auch dieses mal bedeutsam. Der gotische Dom als grösster Sakralbau Skandinaviens ist sehenswert.
    Und dieser Friedhof ist für mich Bezugsort für Freude und Trauer, Geschenk und Verlust, von Sehnsucht und Erfüllung auch. Einmal mehr gilt es, alles fein zu verzwirnen, Leben besser zu begreifen und in seiner Ganzheit zu schätzen.
    Tief bewegt fahre ich weiter.
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  • Zurück auf die s/y Gaia

    Sep 9–12, 2025 in Sweden ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach einer schönen Reise ging es zurück auf‘s Boot. Da war alles in Ordnung. Eigentlich wollte ich am nächsten Tag gleich Richtung Stockholm losfahren.
    Die Wetterprognosen lassen mich aber warten. Für heute ist bis 30kt Gegenwind (in Böen bis 50kt) angesagt. Die Wetterprognosen sind immer mit Vorsicht zu interpretieren. Der Wind könnte schwächer, aber auch deutlich stärker ausfallen.
    Wäre ich gestern losgefahren, befände ich mich jetzt in der exponiertesten Zone. Morgen ist die Störung dann vorüber.
    So war Zeit für einen langen Spaziergang und den Besuch des lokalen Museums. Heute sind Vorbereitungsarbeiten für die Weiterfahrt angesagt.
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  • Nach Stockholm

    September 14, 2025 in Sweden ⋅ ☁️ 18 °C

    Es waren 3 lange Etappen, von Gävle auf dem Seeweg um 290 km.
    Zunächst ging es bei leidlich guten Segelbedingungen und alter Welle vom Sturm nach Östergrund, bekannter Hafen, nur jetzt völlig leer.
    Am Folgetag stampften wir bei Gegenwind und Welle in eine stille sehr schöne Bucht mit Boje. Da waren zwar Stuga‘s, aber kaum jemand anwesend.
    Schliesslich ging es durch die engen Fahrstrasse fast 100km an unzähligen Inseln vorbei in die Stadt. Weil das die einzige Route nach Finland ist, war viel Verkehr, da kamen 6 riesige Kreuzfahrtschiffe und Fähren entgegen. Im Vasahamn das 3. Mal festzumachen war ein bisschen wie heimkehren.
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  • Stockholm

    Sep 14–16, 2025 in Sweden ⋅ ☁️ 18 °C

    Ich mag diese Stadt, von viel Wasser umgeben, Schiffe all over the place.
    Bei überraschend schönem und mildem Wetter war ein langer Spaziergang auf Skepsholmen und in die Altstadt angesagt. Ein bisschen Schmuck und ein Besuch im indischen Hippieladen waren auch dabei.
    Und ja 🤷‍♀️ sorry, ich bin süchtig auf Boote/Schiffe, sie haben einfach besondere Symbolkraft.
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  • Stockholm2

    September 16, 2025 in Sweden ⋅ 🌧 13 °C

    Heute verbrachte ich viel Zeit im Nationalmuseum, da war u.a. eine interessante Sonderausstellung über
    Hanna Hirsch-Pauli zu sehen - eine für vor hundert Jahren ziemlich abgefahrene Frau.
    Anderntags war das Nordicmuseum auf dem Program mit einer sehr anschaulichen Zeitreise über das Leben im Norden von ab 1500 bis in die Gegenwart, sehenswert. Vor dem Ablegen besuchte ich noch die Vikinger, die nicht nur über den Atlantik fuhren, sondern auch Handelsbeziehungen bis ins Schwarze Meer pflegten.
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  • Aufbruch Richtung Süden

    Sep 18–20, 2025 in Sweden ⋅ 🌧 15 °C

    Von Stockholm sind es um 1500km nach Lübeck, gerade ein Programm für einen Monat.
    In 2 Etappen fuhren wir aus den Schären hinaus.
    Letzte Nacht sorgte der Anker für ruhigen Schlaf nach einer Fahrt durch die Schären mit buchstäblich nadelöhrengen Passagen. In jener Bucht stehen zwar Stuga‘s, aber es war niemand mehr da.
    Heute ging es über fast 100km, wieder an unzähligen Inseln vorbei, weiter in die Gegend von Nyköping, festmachen an einer auf dem Hinweg benutzten Boje. Ein schöner Segeltag mit Sonne, Wind, Welle.
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  • Zuerst Ärger dann nach Fyrudden

    September 20, 2025 in Sweden ⋅ ⛅ 21 °C

    Nach der guten Nacht an der Boje, langem Z‘Morge wollte ich losfahren.
    Beim Start der Instrumente war schnell klar, dass Ungemach im Raum stand. Im Cockpit verweigerten das Kontrollpanel des Autopiloten und das wichtige Windinstrument den Dienst. So war Fehlersuche angesagt: was funktioniert wo, was wo nicht und warum. Weil ich 2021 die gesamte Elektronik inkl. Datennetze selbst eingebaut hatte, war es möglich die fehlerhafte Komponente zu finden, zu isolieren und zu ersetzen. Dann funktionierte alles wieder. Gelegentliche Pannen und Störungen festigen meine Resilienz, im konkreten Moment frage ich mich zuweilen gleichwohl: wtf am i doing here.
    Die Fahrt durch eine weitere Inselwelt war wirklich schön. Im Gegensatz zu den Stockholmer Schären sind die Inseln hier meist sehr klein, deshalb oft nur dürftig bewachsen mit knorrigen Bäumen. Auch ist die Gegend hier dem offenen Meer viel ausgesetzter.
    Wegen der späten Abfahrt setzte es dann eine Nachtankunft, natürlich war niemand da. Es war menschenleer.
    Fyrudden ist im Sommer wohl beliebt, jetzt bietet der Ort nicht viel, der Hafen ist aber gut für den angesagten Wind.
    Heute Wartungsarbeiten, aufräumen, und die längere Überfahrt nach Gotland planen
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  • Überfahrt nach Gotland

    September 22, 2025 in Sweden ⋅ ☀️ 14 °C

    Das waren über 110km. Um nicht nachts anzukommen, war um 8h Leinen los.
    Das erste Mal dieses Jahr gab es klamme Hände beim Vorbereiten draussen.
    Bei schönem Wetter, viel Wind und Welle bis knapp 2m, gab es 9h lang ordentlich Geschaukel.
    Das Boot lief gut, so war viel Zeit, im Cockpit auf der Bank zu liegen und in den Himmel zu schauen, Vertrauen ins Boot, ins Sein lässt die ständige Bewegung still werden.
    Es war ein schöner Segeltag.
    Das Einlaufen in den engen Fährhafen war wegen des Schwells ziemlich haarig. Müde.
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