Lara Pfleider

Joined October 2018
  • Day57

    Cochrane

    Today in Chile

    Ein Beispiel patagonischer Gemütlichkeit. Gestern abend bin ich hier angekommen und gleich zur Bushaltestelle gegangen, um ein Ticket nach Villa O'Higgins zu kaufen. Der Bus fährt nur 3 mal die Woche und hintrampen ist sehr mühsam. Ich muss auch rechtzeitig da sein um die Fähre zu kriegen und am Tag zuvor muss ich mich bei der Agentur melden. Das heißt, ich muss diesen Bus unbedingt erwischen. Also war ich dort (es gibt sogar Schalter, jede Firma hat ihren eigenen) und die Frau am Schalter meinte, ich könne das Ticket erst heute kaufen und solle um halb 10 wieder kommen. Das habe ich heute gemacht - der Schalter ist geschlossen, obwohl er laut Öffnungszeiten offen sein müsste und ich habe eine Stunde gewartet und die anderen an den Schaltern anderer Agenturen befragt; die wussten nichts und hatten auch keine Telefonnummer. Im Internet ist sowieso nichts zu finden, das habe ich schon länger aufgegeben. Der Besitzer meines Hostels hatte tum Glück deren Nummer, aber natürlich geht keiner ran. Normalerweise wäre das nicht schlimm, hier findet man immer einen Weg, aber in diesem Fall habe ich nicht die Zeit zu warten oder umzukehren. Und hier ist es schon so abgelegen, dass es auch keine anderen Optionen gibt. Ich kann nur hoffen, dass es morgen noch Platz für mich im Bus hat, oder der Schalter heute abend geöffnet ist. Immerhin regnet es heute und ich habe den ganzen Tag Zeit, eine Lösung zu finden.Read more

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  • Day54

    Capillas de mármol

    November 17 in Chile

    Wir sind direkt vom Bus ins Boot gegangen, weil für die nächsten Tage Regen angesagt ist, um die Marmorhöhlen anzusehen. War eine gute Entscheidung, in der Sonne ist das Wasser noch blauer und der Marmor scheint ein bisschen zu leuchten.
    Die Fahrt mit dem Bus hierher war schon spektakulär mit Blick auf die wunderschöne Landschaft des Lago General Carrera (der zweitgrößte See Südamerikas). Hier sollte man bei Bus-/Autofahrten wirklich nicht schlafen.Read more

  • Day53

    Cerro castillo Tag 2

    November 16 in Chile

    Der Aufstieg war steil und ging ein langes Stück über ein Geröllfeld, aber das war es trotz der Wolken (wie immer, wenn ich Aussicht auf einen Gipfel haben könnte) wert. Der See ist noch zugefrorenen und weiter oben ist ein Gletscher, das war schon beeindruckend. Und ich habe meinen ersten Kondor gesehen! Hier gibt es auch Pumas, aber es ist sehr unwahrscheinlich, welche zu entdecken.
    Insgesamt sind wir heute 9 Stunden gewandert, ich habe etwas Zweifel, ob ich all mein Zeug bei Villa O'Higgins 22km über die Grenze tragen möchte.
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  • Day52

    Cerro Castillo Tag 1

    November 15 in Chile

    Eigentlich wollte ich den 4-Tages-Trek machen, aber der ist wegen Schnee noch nicht begehbar. Das nervt, es ist noch Frühling und entweder die Wege oder Brücken werden noch repariert oder es liegt noch Schnee. Da ist der Herbst wirklich günstiger.
    Ich hab zufällig den Schweizer, der in Puerto Varas im Hostel war getroffen und wir haben dann den 2-Tages-Trek gemacht. Das ist ganz gut, weil er erfahrener im Wandern ist, als ich. Nachts war es mit -8 Grad saukalt und windig dazu, aber das gehört hier wohl einfach dazu.
    Ein Beispiel chilenischer Nettigkeit: wir haben unser ganzes Essen im Bus hierher gelassen und der Fahrer ist extra nochmal zurück gefahren, um es uns zu bringen. Oder wenn ich nach dem Weg frage, bringen mich Leute oft persönlich am mein Ziel.
    Was hier befremdlich ist, dass Touristeninfos keine festen Öffnungszeiten haben, sondern offen sind, wenn grad jemand da ist. Oder manchmal ein paar Tage zu sind. Und man weiß nie, wann das ist. Es ist wirklich schwierig, verlässliche Informationen zu finden. Busse fahren hier auch teilweise nur ein- zweimal pro Woche oder auch nicht, wenn nicht genügend Leute mitfahren wollen.
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  • Day50

    Quelat-Gletscher

    November 13 in Chile

    Vom kleinen 5-Häuser-Dorf Puyuhuapi direkt am Fjord kommt man durch Trampen zum Quelat-Nationalpark, der für seinen hängenden Gletscher bekannt ist. Hier gibt es auch Möglichkeiten, zu campen und für das, dass es hier nicht viel gibt, sind die Wanderwege im Park gut ausgebaut und ausgeschildert. Leider war der Wanderweg zum Gletscher gesperrt, weil hier die Brücke repariert wurde. Ich hab ein paar kleinere Wanderungen unternommen, aber da es sehr bewölkt war, habe ich den Gletscher leider nicht sehen können. Trotzdem genieße ich die Natur und auch die Einsamkeit sehr. Und witzigerweise findet man auch in den abgelehnten Orten Internt.Read more

  • Day49

    Pumalin Park

    November 12 in Chile

    Mein erstes kleines Abenteuer. Mit dem Bus von Puerto Montt hat es ca. 8 Stunden inklusive 3 Fahrten mit der Fähre (tolle Ausblicke auf die Fjorde!) zum Pumalin-Park gedauert. Es ist ein privater Nationalpark, der dem Gründer von the North Face gehört. Schön ist, dass man kein Eintritt zahlen muss und es eine Website zu dem Park gibt. Dort habe ich mich gut informiert und beschlossen, den Busfahrer zu fragen, ob er mich am Camping-Platz mit Touristeninfo rauslässt (laut Internet kann man dort eine Wanderkarte und Informationen zu Bussen/Fähren erhalten - deshalb ging ich davon aus, dass es irgendeine Form des Transports in diesem Park gibt) bevor ich zu dem Camping-Platz 30km südlich gehe, von dem aus ich einige Wanderungen starten wollte. Und ich hatte mir innerlich noch für diesen Plan und dafür, dass ich die Fahrkarte für den Bus direk im Bus und nicht im Vorhinein gekauft hab, auf die Schulter geklopft (bin nachts in Puerto Montt angekommen und der Bus fuhr gleich morgens und seit Pucón gibt's so gut wie keine Möglichkeit Karten online zu kaufen, oder Busfahrpläne online einzusehen - ist gut für mein Spanisch, dass ich mich durchfragem muss). Als der Busfahrer mich abgesetzt hatte, stellte ich fest, dass die Touristen-Info geschlossen ist und es hier weit und breit nichts außer Wälder und Berge gibt. So bin ich weiter zum Campingplatz, um dort nach Karten zu fragen. Das Wort Campingplatz ist etwas übertrieben, es war eine Wiese mit Toiletten (dafür in toller Natur) und außer mir war wieder kein Mensch zu entdecken. Zum Glück kam nach einiger Zeit ein Ranger, der mich darüber aufklärte, dass einige Wanderwege und die Info geschlossen sind, weil es noch Off-Season ist. Und dass meine einzige Möglichkeit, aus dem Park zu kommen, Trampen ist. Bis zur nächsten Stadt waren es 60km. Irgendwie fand ich die Aussicht, im Notfall den ganzen Weg mit all meinem Gepäck laufen zu müsden gar nicht so schlimm. Ich hatte genügend zu Essen für ein paar Tage dabei und kann ja jederzeit in meinem Zelt schlafen. Trotzdem hatte ich Glück und wurde gleich am nächsten Morgen von einer englischen Familie, die ein Jahr Auszeit macht, zum Beginn des Wanderwegs, den ich machen wollte (die anderen zwei, die ich machen wollte, sind noch nicht begehbar) mitgenommen. Das war die Wanderung zum Volcán Chaiten - unglaubliche Landschaft. Man sieht noch die gestorbenen Bäume vom letzten Ausbruch in 2008 und Dämpfe, die aus dem Vulkan aussteigen - ziemlich beeindruckend und ich hatte den ganzen Vulkan für mich und musste ihn nicht mit anderen Touristen teilen. Von dort bin ich ca. 20km weiter Richtung Chaíten gelaufen, bis ich wieder Glück hatte und mich jemand mitgenommen (bis dahin sind vielleicht Autos an mir vorbei gefahren, ab Puerto Montt gibt es keine richtigen Städte, sondern nur kleine Dörfer). Mit dem Wetter hatte ich auch Glück, nachts hat es gergenet, aber tagsüber war ws sonnig und ht nur einmal kurz geregnet. Und meine Caming-Ausrüstung ist super, die Nacht im Zelt war besser, als so manche Nacht in einem Hostel. Ich hab in dem Schlafsack bisher kein einziges Mal gefroren, noch nicht mal auf dem Huayna Potosi.
    Alles in allem waren es nur 2 Tage in der "Wildnis", aber allein ist das schon anstrengend und es ist auch nervig, auf Leute, die einen mitnehmen, angewiesen zu sein. Trotzdem war es auch schön, für eine Zeit einsam in der Natur zu sein und einfach, vor mich hinzulaufen, ohne zu wissen, was als Nächstes kommt.
    Hier kommen übrigens meine in Norwegen erworbenen Selbstauslöser-Skills zum Einsatz.
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  • Day47

    Puerto Montt

    November 10 in Chile

    Beginn der Carretera Austral oder Ruta 7! Das ist die berühmte Straße, die an den meisten Stellen noch Schotterpiste ist und bis nach Villa O'Higgins führt. Von dort kommt man nicht südlicher, ohne zuerst mit Fähre und dann zu Fuß nach El Chaltén in Argentinien zu gehen. Dort ist nichts, außer unendliche Natur. Die Route ist nur 1240km lang, aber man braucht Zeit dafür, weil die Straße eng ist uns es viel zu schöne Flecken gibt, um einfach weiter zu fahren. Ich bin gespannt, ob mir die Zeit reicht, sie bis zum Ende zu erleben.Read more

  • Day46

    Chiloé

    November 9 in Chile

    Ich hab mit ein paar Belgiern, die ich in Pucón kennen gelernt habe, ein Auto gemietet, um einen Tagesausflug nach Chiloé zu machen. War sehr angenehm, sich nicht um Busse kümmern zu müssen und man kann in seinem eigenen Tempo reisen und kommt auch an sie weniger touristischen Plätze. Ein Auto wäre perfekt für die Carretera Austral, aber leider würde das mein Budget mehr als sprengen.
    Die Halbinsel erinnert mich ein bisschen an Norwegen - viel Weiden, Schafe und Kühe, das Meer und sie Fährenüberfahrten. Hier gibt es viel frischen Fisch nd Meeresfrüchte. Dass die Chilenen unglaublich hilfsbereit sind, hat man wieder daran gemerkt, dass der Restaurantbestitzer uns persönlich geholfen hat, die Speisekarte zu übersetzten und dazu auch erklärt hat, was er wie zubereitet.Read more

  • Day44

    Puerto Varas

    November 7 in Chile

    Man sieht hier einige deutsche Begriffe (am meisten Kuchen, besonders gut ist der in dem kleinen Örtchen Frutillar nebenan), da die Gegend hier Mitte 20. Jahrhundert mit Deutschen besiedelt wurde.
    Mir gefällt es hier sehr und es gibt unendliche Möglichkeiten zu wandern und zu klettern. Hier bin ich das erste Mal etwas traurig, dass ich mein Motorrad nicht mitnehmen konnte. Es gibt hier tolle Straßen und die Landschaft ist unglaublich - uns dazu kommt man mit dem Bus nicht überall hin.
    Camilla, die Besitzerin des Hostels hat mich spontan, als ich sie fragte, wo ich einen Bus zum Vulkan finde, mit dem Auto hingefahren und sich mir angeschlossen. Wir haben ihren Sohn von der Schule abgeholt - sie hat ihn einfach aus dem Unterricht genommen, und meinte, bei dem tollen Wetter soll er lieber mit uns wandern, als in der Schule zu sitzen.
    Abends hat sie für alle im Hostel Terramoto gemacht - ein Cocktail mit Weißwein, Brandy und Ananassorbet. Die Miscchung hört sich ziemlich wild an, aber hat erfrischend geschmeckt und es war schön, mit allen zusammen zu sitzen und Kartenspiele (vor allen Dingen Franzosen haben immer Karten dabei) zu spielen und sich ein bisschen zu betrinken.
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  • Day42

    Vulcán Villarica

    November 5 in Chile

    Nach einiger Überlegung habe ich die Tour zum Vulkan gemacht. Es gibt hier einige Vulkane, aber man braucht immer Schnee- und Eisequipment, um sie zu besteigen. Weiter gibt es bei diesem strenge Bestimmungen, wer ohne Guide hochdarf, da es einer der aktivsten Vulkane Chikes ist (der letzte Ausbruch war 2015). Es war bisher die teuerste Tour, die ich bisher gemacht habe (80.000 CLP für einen Tag ohne Essen - ich bin mit summit chile gegangen und die Oganisation des Ganzen war super). Gestern habe ich schon das Equipment (wieder Steigeisen, Pickel und Schneekleidung) anprobiert, deshalb ging es heute früh direkt los. Da es die ganze Nacht geregnet hatte, lag am Vulkan Einiges an Neuschnee. Wir starteten auf 1500m und wanderten bis zur Spitze auf 2847m. Das Tempo war für mich gemütlich und vom Schwierigkeitsgrad war es auch relativ leicht für mich (ich vergleiche es immer mit Huayna Potosi, vielleicht deshalb). Bis zur Hälfte war es sonnig mit guter Sicht, ab dann ist es zugezogen und immer windiger geworden. Eine Stunde vor der Spitze war der Wind dann so stark, dass sich der Schnee wie Nadeln im Gesicht angefühlt haben - so extrem starken Wind, dass ich mich aktiv dagegen lehnen musste, habe ich noch nicht erlebt. Oben hat man leider nicht viel gesehen, nur kurz, wenn die Wolken aufgerissen sind. Wenn man Glück hat, kann man Lava sehen. Aber der Rand des Kraters ist trotzdem beeindruckend und die gefrorene Lava drumherum; und man kann den Schwefel riechen.
    Zurück im Hostel habe ich zwei getroffen, die etwas später zum Vulkan losgegangen sind und deren Tour wegen des Wetters abgebrochen werden musste.
    Nachdem ich dort so viel unterschreiben musste und nach Vorerkrankungen/Medikamenten gefragt wurde, ist der Vergleich zu Huayna Potosi interessant. Dort musste ich nur zahlen und im Rückblick ist es angesichts der Höhe fahrlässig, sich nicht nach gesundheitlichen Problemen zu erkundigen. Und es war angenehm, nicht alle drei Schritte erstmal verschnaufen zu müssen.
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