Lara Pfleider

Joined October 2018
  • Day87

    Hasta Luego Südamerika!

    December 20, 2018 in Chile ⋅ ☀️ 17 °C

    Der letzte Tag. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie sich der anfühlen würde. Nachdem ich die letzten Tage ein ziemliches Gefühlschaos hatte, ist heute in mir alles ruhiger. Ich freue mich auf daheim - auf meine Freunde und Familie, vertraute Dinge um mich runzuhaben, eine Routine zu haben und guten Kaffee - und gleichzeitig bin ich traurig, dass die Reise vorbei ist. Denn mir ist klar, dass ich wahrscheinlich die nächsten Jahre mehr Verpflichtungen habe und das je älter man wird, auch nicht einfacher wird. Ich habe etwas Angst, mir das nächste Mal nicht genügend in den Arsch treten zu können, um nochmal so eine Reise zu machen. Andererseits habe ich hier so viele Leute kennen gelernt, die das geschafft haben, egal unter welchen Umständen. Dann müsste ich das auch hinkriegen. Auch wenn Reisen für mich anstrengend ist und an manchen Stellen schwierig - es gibt für mich noch viel zu erleben und ich möchte offen für Alles bleiben.
    Ich nehme von hier unglaublich viel mit, ich denke das volle Ausmaß werde ich erst in den nächsten Wochen erkennen könnem.
    Und ist nicht nach der Reise vor der Reise? Bzw. um noch philosophischer zu werden: hört die Reise je auf?
    Und wie könnte man die Reise besser als mit einer Weintour mit Jonas, den ich am Anfang auf dem Salkanaty-Trek kennrn gelernt hab, beenden?
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  • Day85

    Santiago de Chile

    December 18, 2018 in Chile ⋅ ☀️ 26 °C

    Als ich aus dem Flugzeug gestiegen bin, haben mich 30 Grad und Sonne erwartet. Ein ziemlich krasser Unterschied zu den 10 Grad mit starkem, patagonischem Wind. Auch die Sonne geht hier zum Glück früher unter und es ist mehr als nur 4h dunkel. Verrückt. Ich hab mit dem Flugzeug einen Sprung über all das Land, für das ich 5 Wochen gebraucht hab zu überqueren (würde man nirgendwo bleiben, könnte man es mit Bussen innerhalb von 10 Tagen schaffen), gemacht. Und von oben hat man gut sehen können, dass da auch einfach nichts ist. Das wird einem wenn man nur fliegt gar nicht so bewusst, wie langsam man in Patagonien reisen muss.
    Santiago dagegen ist schnell und geschäftig. Überall sieht man Menschen mit Tattoos und Piercings, die ihr Outfit offensichtlich gut durchdacht haben. Viele Männer mit sorgfältig zu Zöpfen gebundenen langen Haaren und Undercuts, Frauen ohne BH und händchenhaltende homosexuelle Paare. Vom Flair ein bisschen so wie Berlin. Ganz anders, als die südamerikanischen Großstädte, in denen ich bisher war. Viel ordentlicher und sauberer, man sieht keine sehr armen Menschen und ich fühle mich nicht so anders und nicht so wie ein reicher Tourist. Das habe ich in La Paz sehr deutlich gespürt, dass ich aus einer völlig anderen Welt komme. Hier fahren auch viele Menschen und vor allen Dingen viele Frauen Motorrad. Reto, der hier sein Auslandsemester gemacht hat, meinte auf meine Frage, ob Frauen hier mehr emanzipiert sind als daheim, dass sie das in jeder Hinsicht seien. Für mich wäre es interessant, mal eine Zeit hier zu leben.
    Es ist auch definitiv eine Stadt, in der das Nachtleben sehr verlockend ist. Auch tagsüber hört man immer irgendwo Ragaton-Klänge und in der Abendsonne macht das Lust, zu tanzen und sich treiben zu lassen! Und natürlich auf ein oder mehrere Gläser Wein.
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  • Day82

    Busfahrt nach Punta Arenas

    December 15, 2018 in Chile ⋅ 🌬 18 °C

    Ich kriege wohl noch alles ab, was es an Pech zu bieten gibt. Mitten im Nirgendwo bei der Busfahrt ist eine Scheibe gebrochen. Zum Glück ist niemandem was passiert und zum Glück sind wir in Südamerika und das ganze wurde pragmatisch mit einer Holzplatte versehen - bzw. einfach eine davor hingelehnt - und weiter ging's im Schneckentempo, damit die Platte nicht umfällt.Read more

  • Day81

    The End?

    December 14, 2018 in Argentina ⋅ ☁️ 9 °C

    Schweren Herzens habe ich heute meine Gaskartusche den Hostelbesitzern vermacht. Ich hatte sie vorsichtshalber behalten, falls ich im Nationalpark hier campen möchte. Ds ich mogrn weiter fahre, kann ich mir nichts mehr vormachen. Das war es für die nächste Zeit mit Nächten im Zelt, Sonnenaufgängen am Berg, Porridge mit Erdnussbutter, Bröselkaffee aus dem Topfdeckel, Wasser aus Flüssen vom Gletscher, Wildpinkeln und viel frischer Luft. Ich werde das Campen und Wandern vermissen!Read more

  • Day80

    Beagle-Kanal

    December 13, 2018 in Chile ⋅ ☁️ 7 °C

    Heute habe ich mir eine Fahrt auf den Beagle-Kanal gegönnt. Wäre der Katamaran einfach weiter gefahren, wären wir nach 2 Tagen auf der Antarktis angekommen. Das geht mir nur schwer in den Kopf. Man sieht hier der Landschaft nicht unbedingt an, wie nah man hier der Antarktis ist. Erst als wir die Pinguine auf kleinen Inseln auf dem Kanal gesehen haben, war es ein bisschen realer. Das Wetter passt auch, es hat tagsüber um die 7 Grad obwohl es Ende Frühling ist und windig ist es auch.
    Hier ist es auch wieder sehr touristisch, da hier jeder der Geld hat, mit einem Kreuzfahrtschiff Richtung Antarktis fährt. Es ist verrückt, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, die Antarktis von hier aus zu bereisen. Im Gegensatz zu anderen touristischen Städten sind hier viele teure Restaurants, Souviniershops mit edlem Wein und Dutyfree-Shops und man sieht weniger Menschen mit Rucksäcken und Funktionskleidung auf den Straßen, sondern mehr schicke Koffer und Designerklamotten.
    So war es dann natürlich auch auf der Bootstour und alle haben versucht möglichst bequem von drinnen Fotos und Selfies zu machen. Nicht so mein Ding, aber die Pinguine waren witzig und unglaublich unbeholfen auf Land und im Wasser blitzschnell. Die Seelöwen hab ich auch gemocht, die lagen einfach aneinander gekuschelt auf Felsen und ab und zu hat einer dem anderen einen Kalps verpasst. Man kann auch auf die Inseln gehen, aber ich war froh, dass ich mich dagegen entschieden habe - da kommen täglich schon genügend Touristen.
    Ich habe leider auch richtig Fieber gekriegt und liege flach. Ich hoffe ich überstehe die 12-stündige Busfahrt nach Punta Arenas. Immerhin werde ich erst jetzt krank, ich hab alles gesehen und gemacht, was ich wollte und muss mir nicht unbedingt Santiago genauer ansehen. Inzwischen bin ich ganz froh, von Santiago zurück zu fliegen. Zwischendurch hat mich das etwas geärgert, weil ich mir lieber Buenos Aires noch anschauen möchte, aber da jeder, den ich bisher getroffen habe um den 20.12. von dort nach Hause fliegt, hoffe ich dass das Chaos im Flughafen von Santiago nicht ganz so groß ist. Ich will Weihnachten wirklich nicht am Flughafen verbringen.
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  • Day77

    Ushuaia - das Ende der Welt

    December 10, 2018 in Argentina ⋅ 🌧 12 °C

    Das war meine vorletzte große Busfahrt mit 12h und sie hat mich nicht enttäuscht und noch einen südamerikanischen Klassiker gebracht. Nach 3h wurden wir einfach im Nirgendwo rausgelassen und uns wurde gesagt, wir sollten an der Straße auf den Verbindungsbus warten. Da hat man gemerkt, welche der Touristen schon länger hier unterwegs sind und welche nicht. Und tatsächlich - nach einer halben Stunde tauchte ein Bus auf und hat uns eingesammelt. Die Fahrt ging durch ewige tundraartige Landschaft, wo Schafe und Guanacos auf Grasflächen, so weit das Auge hat reicht, grasten. Ab und zu mal ein Haus in der Ferne - sonst 12h kang nichts. Sehr passend für eine Fahrt ans Ende der Welt.
    Und noch ein Klassiker: ich hab meine Visa-Karte wohl verloren, zumindest ist sie nicht mehr bei mir. Natürlich kurz vor der Heimreise. Und natürlich hab ich kein argentinisches Geld und chilenisches auch nicht mehr. Und meine Girokarte funktioniert noch nicht mal daheim bei allen Automaten und eine Karte schicken lohnt sich auch nicht mehr. Zum Glück sind die Norwegerinnen auch in Ushuaia und können mir Geld leihen, bis ich eine Lösung habe. Aber es kotzt mich trotzdem an, nachdem ich immer aufpasse und bisher nichts verloren hab und es nur noch 11 Tage sind.
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  • Day74

    Torres del paine W-trek Tag 5

    December 7, 2018 in Chile ⋅ 🌧 3 °C

    Schon der letzte Tag. Die Zeit vergeht wie im Flug. Bin um 3 aufgestanden, da es vom Camping-Platz 2h bis zu den Torres ist und ich nicht wieder wie beim Fitz Roy hochrennen wollte, weil meistens die Zeit, die als Sonnenaufgang angegeben wird, die Zeit ist zu der die Sonne vollständig aufgegangen ist. Und die schönsten Farben sieht man meiner Meinung zu Beginn. Zum Glück bin ich gleich ein paar anderen, denen ich mich anschließen konnte, über den Weg gelaufen. Eigentlich habe ich seit ich hier bin keine Angst im Dunkeln, aber seit der Ranger mir gestern gesagt hat, wenn mir ein Puma über den Weg läuft (was nachts anscheinend häufig passiert, weshalb man offiziell nachts nicht im Park wandern darf), soll ich mich groß machen und ihm nie den Nacken zeigen, hatte ich doch Sorge, einem zu begegnen. Oder der Ranger hatte seinen Spaß, Touristen zu verarschen. Jedenfalls sind wir keinen Pumas begegnet und das frühe Aufstehen hat sich sehr gelohnt. Hatte wieder echt Glück mit dem Wetter. Dieses Mal hab ich auch den Schlafsack dabei gehabt und wir haben es uns hinter einem Felsen - es war so windig, dass über dem Wasser kleine Windhosen waren - gemütlich gemacht und den Sonnenaufgang und die Torres bewundert. Ein schöner Abschluss der letzten 5 Tage.Read more

  • Day73

    Torres del paine W-trek Tag 4

    December 6, 2018 in Chile ⋅ 🌧 3 °C

    Da es heute nur 6 Stunden mit dem großen Rucksack zu laufen waren, habe ich ausgeschlafen und mich dann ein paar norwegischen Krankenpflegerinnen, denen ich auf dem Trek immer wieder begegnet bin, angeschlossen. Jetzt gilt es nur noch, auf gutes Wetter für den Sonnenaufgang zu warten. Leider sind es vom Camp 2h bis zur Lagune, das heißt ich muss um 3 Uhr los. Aber es ist morgen der letzte Tag, da ist mir das egal. Was mich eher ärgert ist, dass man hier nicht mit dem Gaskocher kochen darf und nur warmes Wasser bekommt und dass Duschen und die Toiletten extra kosten. Und ich zahle dafür, dass ich mein Zelt aufstellen darf schon 20 US Dollar. Aber das können sie machen, weil die Anzahl der Personen, die in den Park dürfen beschränkt ist und es strenge Auflagen fürs Campen gibt und Ranger das kontrollieren. Da war das Campen am Fitz Roy wesentlich schöner und dort waren wesentlich weniger Leute.Read more

  • Day72

    Torres del paine W-trek Tag 3

    December 5, 2018 in Chile ⋅

    Heute war der längste Tag mit 28km Gehstrecke, davon 15 mit dem großen Rucksack. Hat sich aber sehr gelohnt und bisher hab ich unverschämte Glück mit dem Wetter gehabt. Hoffentlich habe ich das auch Freitag, ich würde gern nochmal einen so phänomenalen Sonnenaufgang erleben. Halb so schön wäre schon super.
    Und mit dem Essen hab ich auch alles richtig gemacht, heute waren Snacks echt wichtig. Hab zwei Bleche Cookies gebacken und mitgenommen, nachdem ich am Fitz Roy zu wenig Snacks hatte. Snacks are for your heart and for your soul, wie der Franzose, mit dem ich die Grenzüberquerung bei O'Higgins gelaufen bin, sehr treffend gesagt hat. Und außerdem kann man Snacks gut mit anderen teilen und im Notfall auch als Mahlzeit essen, sollte irgendwas mit dem Camping-Kocher sein. Zu Snacks zählt auch Wein, für besonders widrige Tage oder wenn es einen Gipfel zu feiern gibt. Macht auch im Notfall satt und selbst der chilenische Wein aus dem Tetrapack ist trinkbar.
    Und ich hab mir einen Schlafsack gemietet, weil ich in meinem immer gefroren hab. Nachdem ich festgestellt habe, dass die Comfort Zone nur bis 9 Grad und Risk bis 5 Grad geht, wundert es mich nicht, dass ich beim Cerro Castillo bei -8 vor Kälte nicht schlafen konnte. Hier hab ich bisher zum Glück wirklich gute Nächte gehabt.
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  • Day71

    Torres del paine W-trek Tag 2

    December 4, 2018 in Chile ⋅ ❄️ -2 °C

    Heute bin ich näher zum Grey-Gletscher gelaufen - umwerfend! Ich hab sogar das Knacken laut gehört und bin auf der Strecke nicht vielen Menschen begegnet. Und es ist verrückt, wenn man schon vorstellt, dass dieser Gletscher mit dem O'Higgins-Gletscher, zu dem wir mit der Fähre gefahren sind, über ein 300km großes Eisfeld verbunden ist. Das ist wirklich mächtig.
    Das Bild mit den Zelten ist vom Paine Grande Camping-Platz, hier ist schon einiges los.
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