• 12. Tag auf See 05.08. 2026

    August 5, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 26 °C

    Etmal: 174sm
    0°30‘N
    97°50'W

    An diesem Tag haben wir unser Etmalrekord auf dieser Reise gebrochen. Der Wind ist nun sehr konstant und die Windvane hält uns konstant auf Kurs.

    Heute Nacht werden wir den Äquator passieren und die Südhalbkugel erreichen. Ein Grund, mal wieder zu Duschen, damit uns die Meeresgötter gnädig sind.

    Unser frisches Obst und Gemüse geht nun auch langsam zu Ende. Bananen sind weg, zwei Ananas mussten wir über Bord geben, waren schlecht geworden. Jetzt haben wir noch Äpfel und Kohl.

    Und nochmal zu den Leuchtmöwen: Es waren Gabelschwanzmöwen. Diese Möwen jagen ausschließlich in Gruppen in der Nacht und auf hoher See.
    Wir sind uns beide absolut sicher, dass sie aktiv geleuchtet haben. Allerdings so schwach, dass das menschliche Auge es nur bei absoluter Dunkelheit wahrnehmen kann.
    Auf Galapagos leben viele endemische Arten, die ihre eigene Entwicklung hinter sich haben. Leguane, die unter Wasser grasen, flugunfähige Kormorane, etc….
    Und es leuchtet so viel auf dieser Welt. Pilze, Insekten und in der Tiefsee fast alles. Für die Evolution ein Klacks. Dazu kommt, wenn man das Jagdverhalten der Hochseevögel beobachtet, so jagen sie dort, wo andere sind. Unsere Bordtölpel starten auch, wenn sie andere auf See jagen sehen. Also wenn sich die Möwen bei dunkler Nacht sich untereinander sehen können, wäre dies ein großer Vorteil.
    Und warum hat das noch nie jemand gesehen? Hier ist kaum jemand. Und dann sieht man das nur, wenn es komplett Dunkel ist und dann weit draußen auf See. Egal was die KI und Wikipedia sagt, für uns ist es eindeutig, dass sie leuchten können. Ich werde die Beobachtung mal an entsprechende ornithologische Forschungseinrichtungen berichten. Bin mal gespannt.

    Jetzt bereiten wir uns aber erstmal auf den Äquator vor.
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