• Ankunft in Tahiti

    September 13 in French Polynesia ☀️ 25 °C

    Gestartet waren wir in Fakarava auf den Tuamotus. Mit mäßigem Wind aus Südost machten wir uns auf den Weg Richtung Tahiti. Knapp sechs Knoten Fahrt standen auf der Logge – nicht gerade rekordverdächtig, aber stetig genug, um unserem Ziel Meile für Meile näherzukommen.
    Unser Ziel ist die Marina Taina an der Westküste Tahitis. Anfangs sah alles danach aus, als hätten wir reichlich Zeit. Deshalb planten wir zunächst, Tahiti südlich zu umrunden und von dort zur Marina zu laufen.
    Doch der Pazifik hatte andere Pläne.
    Von Tag zu Tag wurde der Wind schwächer. Aus gemütlichem Segeln wurde irgendwann langsames Dahingleiten, und unsere schöne Zeitreserve schmolz Seemeile für Seemeile dahin. Also änderten wir am letzten Tag noch einmal unseren Plan und entschieden uns für die Nordroute um Tahiti.
    Und diese Entscheidung sollte sich lohnen!
    Tahiti bereitete uns einen Empfang, wie man ihn sich kaum schöner wünschen kann: Buckelwale!
    Zuerst entdeckten wir in einiger Entfernung einen springenden Wal. Immer wieder hob sich der gewaltige Körper aus dem Wasser, bevor er mit einer riesigen Fontäne zurück in den Pazifik krachte. Leider war er für unsere Kamera noch etwas zu weit entfernt.
    Doch wenig später wurde es richtig spannend: Direkt vor unserem Bug tauchten eine Walkuh und ihr Kalb auf! Für einen Moment konnten wir die beiden beobachten, dann verschwanden sie bei unserer vorsichtigen Annäherung unter der Wasseroberfläche. Wir warteten und suchten die Umgebung ab – doch die beiden blieben verschwunden.
    Aller guten Dinge sind bekanntlich drei: Bei unserer dritten Walsichtung querab hatten wir schließlich mehr Glück. Diesmal blieb genug Zeit, die Kamera zu holen und einige Aufnahmen zu machen.
    Was für ein Empfang auf Tahiti!
    Die Nacht von Sonntag auf Montag verbringen wir nun vor Anker in der Bucht an der Pointe Vénus bei Papeete. Eine große, traumhaft gelegene und gut geschützte Bucht – genau der richtige Platz, um nach drei Tagen auf See noch einmal eine ruhige Nacht vor Anker zu genießen.
    Viel Zeit zum Ausschlafen bleibt allerdings nicht.
    Morgen früh um 06:00 Uhr heißt es: Anker auf!
    Dann liegen nur noch die letzten Meilen entlang der Küste vor uns, bevor wir in die Marina Taina einlaufen. Dort wartet allerdings nicht nur Arbeit auf uns. Nach der Zeit auf See freuen wir uns auch auf ein paar ganz einfache Dinge:
    ein kaltes Pilsken, ein leckeres Essen im Restaurant – und einen Abend, an dem sich unter den Füßen ausnahmsweise einmal nichts bewegt.
    Tahiti, wir sind da!

    Und noch etwas für die Geschichtsnerds unter euch:
    in dieser Bucht hat 1768 James Cook mit der Endeauvour gelegen um einen Venustransit zu beobachten. Daher auch der Name: „Pointe de Vénus“.
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