• Erste Eindrücke aus Saranda

    May 18, 2025 in Albania 🌙 16 °C

    Saranda, gelegen an der südlichen Küste Albaniens am Ionischen Meer, ist das Herzstück der sogenannten albanischen Riviera. Mit rund 20’000 Einwohnern und einer bedeutenden griechischen Minderheit ist die Stadt ein kultureller Schmelztiegel mit jahrtausendealtem Erbe.

    Bereits in der Antike war Saranda unter dem Namen Onchesmos ein wichtiger griechischer Handelshafen. In der römischen Zeit wurde die Stadt weiter ausgebaut, wie Ruinen, Thermen und Straßenreste belegen. Später errichteten byzantinische Christen die Basilika der Vierzig Märtyrer (Agioi Saranta), nach der die Stadt benannt ist.

    Während der kommunistischen Herrschaft unter Enver Hoxha wurde Saranda zur geschlossenen Militärzone erklärt. Der Tourismus war verboten, die Stadt stark militarisiert. Gleichzeitig wurden alte Kirchen zerstört oder entweiht – Ausdruck der atheistischen Staatsdoktrin jener Zeit. Dennoch blieb Saranda ein strategisch wichtiger Ort nahe der griechischen Grenze.

    Sehenswürdigkeiten und Tipps:
    • Butrint: UNESCO-Weltkulturerbe, mit griechisch-römischer Akropolis, Theater und venezianischer Festung.
    • Ksamil-Inseln: Idyllische Badebuchten mit weissem Sand und kristallklarem Wasser.
    • Lëkurësi-Burg: Erbaut im 16. Jahrhundert mit grandiosem Blick über Stadt, Meer und Korfu.
    • Synagoge von Saranda: Reste einer spätantiken jüdischen Gemeinde, später als frühchristliche Basilika genutzt.
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