• Telluride-Wahnsinn & Festivalstimmung⛷️🤯

    3.–5. mar. 2025, Forenede Stater ⋅ ☁️ -6 °C

    Nach all den Lobeshymnen auf Telluride war die Vorfreude groß. Eine Stadt, die als eine der schönsten in den Rockies gilt, umgeben von einer atemberaubenden Bergkulisse und dazu ein Skigebiet, das angeblich alles toppen soll. Und ja, die Stadt ist wirklich schön! Kleine, bunte Häuser, ein historischer Stadtkern und eine Brauerei, in der wir tatsächlich deutsche Bratwurst mit Sauerkraut fanden – ein kleines Stück Heimat in Colorado. 🍺🌭

    Pünktlich mit unserer Ankunft setzte der Schneefall ein, und die Vorhersage kündigte noch mehr an. Perfekte Bedingungen also, um das Skigebiet zu erkunden! Der erste Skitag war direkt ein Abenteuer. Viel Schnee, viele lustige Momente, aber auch schnell klar: Telluride spielt in einer anderen Liga. 🤯 Das Gelände ist anspruchsvoll, die Abfahrten steil, und was hier als „Back Country (Hinterland)“ gilt, bedeutet eigentlich „Double Black“ (doppelt schwarz) – mit „Expert“ drunter. 🧐 Klingt harmlos? Ist es nicht. Während wir uns langsam rantasteten, wurde schnell klar: Das hier ist die oberste Stufe des Geländefahrens. Felssprünge, steile Hänge und zwischen den Bäumen kein Platz, dass ich die Linie nicht einmal ansatzweise erkennen konnte. Wo soll ich hier bitte langfahren?! Wie sagte unser Guide von MountainSport Zillertal mal zu mir? “Denise, ganz klar – um die Bäume rum.” 😅 Danke für den Tipp, aber wo genau ist „um die Bäume“?!

    Da die Sicht nicht optimal war und die Abfahrten zu steil waren, blieb nur eine „leichte“ Option: die einzige Back Bowl mit „normalen“ schwarzen Abfahrten – heute leider geschlossen. Also Hoffen auf morgen, denn die Sonne soll rauskommen – und das Beste: Nichts ist verfahren! ☀️❄️ Und dann war es soweit: Sonne, perfekte Sicht und eine unglaubliche Bergkulisse. Telluride zeigte sich von seiner besten Seite – und wir stellten fest, dass hier 95 % der Geländepisten „Double Black“ oder „Double Black Expert“ sind. 😳 Eine Möglichkeit gab es: die eine Bowl, die „nur“ schwarz ist. Also los! Mit einer gefühlt halben Armee Skifahrern standen wir am Berg und warteten darauf, dass die Ski Patrol das Gelände freigibt. Die Spannung stieg, meine Nervosität auch. Dann – Startschuss. Und plötzlich war ich mitten in einem Powder-Festival.

    Links und rechts rasten Skifahrer vorbei – einige kontrolliert, andere weniger. Hüpfen, Schreien, Stürze – mein System war komplett überfordert. Der Schnee war teils knietief, aber mit so vielen Leuten gleichzeitig auf einem Hang war das Erlebnis mehr Chaos als Genuss. Nach fünfzehn Minuten war alles zerfahren. 😳 Noch nie habe ich gesehen, wie eine perfekt unberührte Fläche innerhalb von Minuten in ein Schlachtfeld aus Spuren verwandelt wurde. Leider war ich so perplex, dass ich nicht mal daran gedacht habe, das Spektakel zu filmen. Alex gönnte sich das Ganze nochmal. Ich? Ich machte Pause. 😅 Eine kleine Auszeit, den Ausblick genießen – das klang nach einem deutlich besseren Plan für mich. 😎☀️

    Das Skigebiet ist zweifellos spektakulär, aber für uns fehlt die goldene Mitte. Es gibt viele blaue Pisten – und dann kommt nur noch extreme Double-Black-Expert-Hölle. Nichts dazwischen. Die Begeisterung, die viele für Telluride haben, können wir nicht ganz teilen. Nach Vail und Crested Butte hat uns hier einfach das gewisse Etwas gefehlt. Die Stadt? Schön. Die Berge? Atemberaubend. Das Skigebiet? Nicht unser Favorit.

    Da unsere Zeit begrenzt ist – nur noch 3 Wochen! Wer kann das glauben? Ich nicht. – haben wir beschlossen, nach zwei Tagen weiterzuziehen. Nächster Stopp: Utah! 🚐⛷️ Bevor es zurück auf die Ski geht, wollen wir unbedingt noch Moab sehen, die Berge erkunden und dann noch ein paar Tage in Park City auf den Ski verbringen. Und das Beste? Ein neuer Schneesturm ist für nächste Woche angekündigt. Perfektes Timing – rechtzeitig zurück auf die Ski! ❄️⛷️✨
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