• Camping, Strand & bisschen Wahnsinn 🚐🏖️

    Jul 10–11 in the United States ⋅ ☀️ 17 °C

    Und plötzlich waren wir direkt am Strand. Ein kleines Häuschen zur Anmeldung, eine kurze Einweisung: 10 Dollar und ab geht’s ans Meer. „Fahren Sie zum Wasser runter, dann etwa 1 km nach hinten. Nicht zu dicht ans Wasser, Allrad bitte einschalten.“
    Ähm… wie bitte? Wir sollen über den Strand fahren? 😄 Für mich erstmal völlig absurd. Aber nach den ersten Metern wird klar: Ja, hier fährt man tatsächlich über den Strand, wie auf einer Straße – nur eben direkt neben dem Wasser. Autos, Trucks, riesige Wohnwagen – alle fahren hier, als wäre es das Normalste der Welt. Wir sind erstmal sprachlos und ehrlich gesagt auch ein bisschen skeptisch, ob Hugo das hier wirklich schafft. Die Amis sehen das deutlich entspannter. Sogar mit ihren Monster-Anhängern rollen sie fröhlich am Wasser entlang.

    Zum Glück hat uns ein netter Amerikaner bei der Einfahrt noch schnell den Tipp gegeben: Luft aus den Reifen lassen hilft ungemein. Also: gemacht, und los. Die Fahrt bis zum Stellplatz ist einfach nur unreal – direkt neben dem Ozean, durch den Sand, querfeldein. Aber offenbar ist das hier am Oceano Dunes State Vehicular Recreation Area völlig normal. Ein riesiges Areal, wo sich Offroad-Fans mit ihren Buggies, Quads und Trucks austoben. Für uns fühlt es sich ein bisschen an wie ein Offroad-Spielplatz, nur in echt. Am Anfang sauge ich jeden Moment wie im Film auf.

    Endlich angekommen am Stellplatz genießen wir zum ersten Mal das, worauf wir uns die ganze Zeit gefreut haben: Meer direkt vor der Campertür. Ich liebe es. Aber schnell wird auch klar: Chaos beseitigen im Camper? Fehlanzeige. Wir stehen mitten im Sand, überall ist Staub – der Plan „alles nochmal neu sortieren“ wird kurzerhand vertagt.

    Wir sind am Donnerstagmittag angekommen, und mit jeder Stunde merken wir: Es werden mehr. Mehr Trucks, mehr Buggies, mehr Leute. Ein witziger Kontrast: Ich sitze vorm Camper, schaue aufs friedliche Meer und plötzlich fährt ein Buggy und noch ein Buggy und noch …,,,durchs Bild. 😄 Der Strand hier ist irgendwie Paradies und Wahnsinn in einem.

    Der Abend endet entspannt und die Nacht bleibt zum Glück ruhig. Vorher ging’s allerdings ziemlich turbulent zu: Einige haben sich im Sand festgefahren, andere drehten fleißig ihre Runden – Showfahren gehört hier scheinbar einfach dazu. 🚙💨

    Doch am Morgen merken wir schnell: Das hier wird ein anderes Level. Immer mehr Leute, immer mehr PS, immer mehr Lärm. Eigentlich wollten wir noch eine Nacht bleiben, aber gegen Mittag ist uns klar: Hier wird’s am Wochenende laut. Sehr laut. Für uns eher nix – wir packen zusammen und brechen unsere Zelte (oder eher: Sandburg) ab. 🚐💨

    Fazit: Mega Erlebnis, coole Erfahrung, aber auf Dauer einfach nicht unsere Welt. Zu laut, zu wild, zu viel Showfahren – und wir haben keinen Buggy dabei 🤣. Beim Rausfahren merken wir nochmal, wie riesig dieses Gelände eigentlich ist. Überall Autos, direkt am Wasser, die einfach dort stehen, wo es ihnen gefällt. Kein Handtuch an Handtuch, sondern Auto an Auto am Strand.
    Verrückte Welt… aber irgendwie auch wieder typisch Amerika. 🇺🇸😄
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