• Moab–Biken, Land der roten Felsen 🚵‍♀️🔥🌄

    Sep 6–10, 2025 in the United States ⋅ ☀️ 32 °C

    Moab, die zweite. Und was soll ich sagen: Für mich ist dieser Ort etwas ganz Besonderes. Dieses Land der roten Felsen ist ein einziger Outdoor-Spielplatz – Biken, Wandern, Quads, Wildcampen, Lagerfeuer, Angeln, Rafting… hier ist alles möglich. Und doch: Worte und Bilder reichen kaum, um zu beschreiben, was diese Landschaft mit dir macht. Rote Erde, bizarre Felsen, der Colorado River – einfach nur Wow, Wow, Wow.

    Wir rollen die berühmte Straße am Colorado River entlang und verbringen die erste Nacht direkt am Wasser. Und da war es wieder – dieses unbeschreibliche Gefühl von Moab. Felsen, Flüsse, Schluchten – und hinter jeder Kurve ein neues Staunen.

    Campen ist hier super easy: Überall um Moab gibt’s Stellplätze für wenig Geld, dazu Trails ohne Ende. Temperaturen? Mit bis zu 30 Grad immer noch warm, aber kein Vergleich zu den 40+ im August. Abends bleibt es lange mild, perfekt für Sonnenuntergänge deluxe. 🌅

    Zum Start probieren wir einen blauen Trail direkt vom Camper weg – perfekt zum Eingewöhnen. Anfangs traue ich den Felsen nicht so recht, aber Alex zeigt mir, wie unfassbar viel Grip sie haben. Ab da wird’s immer besser und am Ende einfach nur noch Spaß.

    Am nächsten Tag geht es auf den berühmten Slickrock Trail – ehrlich gesagt ohne wirkliche Vorstellung, was uns erwartet. Ein ganzer Trail komplett über Felsen, die Richtung zeigen weiße Striche am Boden. Klingt simpel, ist es aber nicht. Steile Rampen hoch, runter, wieder hoch – mein persönlicher Endgegner. 😅 Aber auch eine der beeindruckendsten Erfahrungen, die ich je auf dem Bike hatte. Am Ende total kaputt, aber auch total geflasht.

    Weiter geht’s mit dem legendären Enchilada – eigentlich über 40 km lang, für uns nur ein Teilstück, weil die Shuttles keine E-Bikes transportieren. Früh am Morgen kurbeln wir hoch, die letzten 300 Höhenmeter werden geschoben, getragen und geflucht – alles dabei. Oben gibt’s Aussicht deluxe und eine wohlverdiente Pause, bevor die Abfahrt startet: technisch, spaßig, mit einer Kulisse wie aus dem Bilderbuch. Unten spuckt uns der Trail direkt am Colorado River aus – Postkartenmotiv pur! 😍 Die Wärme zum Ende hin ist fast unerträglich, und wir sind froh, dass wir so früh los sind.

    Vor und weil wir nicht genug bekommen, wechseln wir noch einmal das Tal. Wir finden einen traumhaften Stellplatz direkt am Fluss – Naturkino pur. Ein Abend mit Lagerfeuer-Feeling, Sternenhimmel und dem Rauschen des Wassers direkt vor der Campertür.

    Und weil wir es wirklich wissen wollten, probieren wir am nächsten Tag noch den Moab Rim Trail. Am Abend zuvor hatten wir gesehen, wie zwei Buggies mit Licht den Berg hinuntergerast sind, also dachten wir: „So schlimm wird’s schon nicht sein.“ Falsch gedacht. Der Trail geht nur schwarz rauf und wieder runter – und schon die ersten Meter sind echt heftig. Schieben, tragen, wieder schieben kurz fahren – wirklich fahren? Ehrlich gesagt, wenig. Unterwegs treffen wir zwei Motocross-Fahrer, die auch ordentlich kämpfen mussten. Irgendwann brechen wir ab – zu viel Hitze, zu viel Schlepperei. Aber die Aussicht von oben? Gigantisch! Runter gibt’s dann immerhin noch ein paar spaßige Passagen.

    Zum krönenden Abschluss probieren wir noch einen weiteren Trail in der Nähe – aber auch hier zwingt uns die Mittagshitze schnell zum Umkehren. Viele schwarze Trails hier sind eben nicht nur „hochfahren & runterballern“, sondern richtige Schiebe- und Tragestrecken. Da sind selbst mit E-Bikes die Grenzen schnell erreicht. Und ich frag mich ständig: Wie machen das die ganzen Bio-Biker hier?! Respekt. 🙌

    Fazit Moab: Mehrere Tage voller Staunen, Schweiß, Sonne und unvergesslicher Momente. Für mich ein absolutes Highlight – landschaftlich, sportlich, emotional. ❤️ Morgen geht’s weiter Richtung Salt Lake City, wo unsere Skisachen im Storage warten. Der Camper ist jetzt schon voll – mit Ski dazu wird’s ein Tetris-Marathon. Aber hey: Ohne Chaos wäre es ja kein echtes Abenteuer. 😅
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