• Zwischen Grau & „Back to Ski“ 🎿🌫️☀️

    Feb 2–6 in Canada ⋅ 🌨 3 °C

    Pünktlich zum Wochenstart wollten wir es langsam wieder angehen – zurück auf Ski, zurück in den Rhythmus 🎿. Der erste Tag war erstmal organisatorisch: Lift auschecken, Liftticket holen, Überblick über das Gebiet verschaffen. Einfach wieder reinkommen.

    Am Dienstag hieß es dann endlich: Back to Ski.
    Das Wetter in Revelstoke steckt allerdings weiter fest im grau-nassen Modus 🌫️🌧️. Die Motivation? Sagen wir mal… ausbaufähig. Dieses Dauer-Grau schlägt mir ganz schön aufs Gemüt und irgendwie hatte ich mir das berühmte Powder-Paradies anders vorgestellt.

    Die ersten paar Runs waren trotzdem gut – und wir waren überrascht, wie weit die Gondel hier hochfährt 🚡. Oben liegt tatsächlich noch richtig viel Schnee. Kein frischer Powder, aber genug, um ordentlich zu fahren. Das Gebiet ist groß, abwechslungsreich und definitiv spannend.

    Am nächsten Tag legen wir nochmal eine Pause ein, weil ich merke, mein Körper ist noch nicht ganz zurück. Gesund ja – fit eher so mittel 😅.
    Mittwoch, Donnerstag und Freitag dafür wieder volle Skitage. Wir erkunden Stück für Stück das komplette Gebiet – und dann dieser Moment: über den Wolken fahren und endlich Sonne sehen ☀️❄️. Unten im Dorf weiterhin grau, nass und matschig, aber oben plötzlich Licht, Weite, Berge. Wie gut das tut.

    Was wir hier allerdings ständig hören: „So ein schlechter Winter.“
    Normalerweise liegen hier meterhohe Schneemengen. Dieses Jahr gab es zwar früh viel Schnee, aber seit Mitte Januar eher Regen unten im Ort und oben nur wenig Neuschnee. Die Schneedecke ist dadurch anspruchsvoll geworden – teilweise hart, teilweise instabil. Das spürt man nicht nur im Skigebiet, sondern vor allem im Gelände.

    Wir haben uns deshalb intensiver mit dem Backcountry beschäftigt. Rund um den Rogers Pass gelten strenge Regeln, weil dort Lawinensprengungen zum Schutz der Trans-Canada-Highway stattfinden. Wer ins Gelände möchte, muss sich registrieren, einen kleinen Test zur Lawinensituation und zum Verhalten bei Sprengungen machen und einen speziellen Pass beantragen. Gesagt, getan. Sicherheit geht vor.

    Trotzdem sind die Bedingungen aktuell schwierig. Die Lawinenstufe ist erhöht, viele Tourenoptionen sind entweder schneearm oder heikel. Gruppenangebote sind rar, Material ebenfalls begrenzt. Guides gibt es zwar viele – meist privat buchbar – aber preislich eher eine Hausnummer.

    Sehr präsent hier: Heliskiing 🚁. Meist eine Woche Lodge irgendwo hoch oben in den Bergen, mit Guide unterwegs und per Heli auf die Gipfel gebracht. Klingt traumhaft – ist es bestimmt auch – ziemlich spektakulär sogar. Aber preislich definitiv eine Hausnummer und kein spontaner Wochenendplan für uns 😅.

    Mein Frustlevel steigt ehrlich gesagt ein bisschen. Jeder, den wir treffen, erzählt uns vom schlechten Winter und den schwierigen Bedingungen im Westen Kanadas, während es im Osten extrem kalt ist und viel Schnee fällt. Schon verrückt, wie unterschiedlich das gerade ist.

    Wir sind viel am Überlegen, checken Wetterberichte, vergleichen Regionen, planen neu.
    Ein bisschen Unsicherheit ist da. Ein bisschen Zweifel auch.
    Aber noch sind wir hier – und noch geben wir Revelstoke nicht auf. 🤍
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