Camperalltag in Revelstoke 🚐🤍🚠
Feb 8–13 in Canada ⋅ ⛅ 4 °C
Zwischen steilen Hängen und engem Camperraum spielt sich gerade unser Alltag in Revelstoke ab. Nicht immer Postkartenmotiv. Kein Dauer-Powder, kein Hochglanz. Sondern steile Lines, Skischuh-Tüftelei und ganz normales Camperchaos dazwischen.
Morgens starten wir meistens motiviert. Erst einmal Kaffee ☕, Blick auf die Berge, kurzer Wettercheck – vielleicht kommt ja doch noch Neuschnee. Dann ab zum Lift. Das Gebiet ist steil. Und wenn ich steil sage, meine ich steil. Viel Schwarz, viel Doppel-Schwarz. Und was hier als eine lockere Black (sagen sie) durchgeht, fühlt sich teilweise schon ziemlich ernst an 😅. Eisige Abschnitte, fordernde Runs, wenig Raum für Fehler. Es ist kein Einrollen, es ist direkt: Hallo Beine, hallo Technik und hallo ich wäre dann auch wach 🤣.
Und dann sind da meine Skischuhe.
Sie sind inzwischen fast ein eigenes Kapitel. Mal fühlt es sich richtig gut an, zwei Runs später Krampf es wieder. Druck am Spann, Ziehen an der Seite. Also Schnallen neu einstellen, Innenschuh anpassen, Einlage checken. Wieder fahren. Wieder beobachten. Wieder zweifeln.
Ab zum Bootfitter. Neue Idee, neue Einstellung. Die Jungs hier sind wirklich bemüht, tüfteln mit, erklären, probieren. Und ich merke: Es ist weniger ein Drama als ein Prozess. Geduldsspiel mit Happy-End-Hoffnung. Manchmal frustrierend, manchmal überraschend gut.
Dazu kommt der Winter, der dieses Jahr irgendwie keiner ist.
Unten im Ort grau, nass, matschig. Oben oft hart und anspruchsvoll. Und ausgerechnet Westkanada – eigentlich eines der schneesichersten Gebiete – bekommt ungewöhnlich wenig Schnee ab. Während Europa und Japan im Powder versinken. Schon verrückt, wie unterschiedlich das gerade ist.
Zwischendurch brauchen wir kleine Reset-Momente.
Ein echter Lichtblick ist das Aqua Center 🏊♀️. Schwimmen, im warmen Wasser treiben, Muskeln lockern. Einfach mal nichts denken. Keine Steigung, kein Druck, kein „noch eine Abfahrt“. Nur Wasser und Ruhe. Das tut gut – körperlich und mental.
Und dann ist da noch das ganz normale Camperleben.
Wasser auffüllen, Grauwasser leeren, Toilette entsorgen, aufräumen, wieder sortieren. Man kann nichts liegen lassen – der Raum ist zu klein, er verzeiht nichts 😅. Kochen im Camper gehört natürlich auch dazu 🍳 – improvisiert, eng, aber irgendwie gemütlich. Und manchmal tauschen wir den Kochtopf gegen ein Bier in der Bar 🍺 oder gönnen uns unser Lieblingscafé mit richtig gutem Brot und Kaffee ☕🥖. Kleine Auszeiten, die hier Gold wert sind. Einen Tag gönnen wir uns auf dem Campingplatz, um alles auf einmal zu organisieren, zu duschen und durchzuatmen. Und trotzdem ist immer irgendetwas zu tun.
Abends sitzen wir oft im Camper, planen weiter, checken Wetterberichte und sammeln Ideen, wie es nach dem Sommer mit Hugo 🚐 weitergehen soll. Wo wollen wir hin? Was fühlt sich richtig an? Möglichkeiten gibt es viele – aber was davon passt wirklich zu uns und ist realistisch umsetzbar?
‼️Falls ihr dazu Erfahrungen, Ideen oder Gedanken habt – immer her damit. Wir sind noch mitten in der Findungsphase und freuen uns über euren Input. 😍
Während wir also weiter planen und sortieren, läuft der Alltag ganz normal weiter. Jeden Morgen stehen wir wieder am Lift. 🎿
Mit frisch eingestellten Boots, müden Beinen und der Hoffnung, dass vielleicht genau heute doch noch ein bisschen Neuschnee fällt. ❄️Read more

























