• Brasilien 🇧🇷

    17.–20. mar. 2025, Brasilien ⋅ ☀️ 26 °C

    Wenn man eine Weltreise macht, sollte es auch wirklich einmal um die Welt gehen. Und so führte uns unsere Route – nicht ganz freiwillig – nach Rio de Janeiro. Da die Flugverbindungen zwischen den amerikanischen Kontinenten und Afrika eher dürftig ausgebaut sind, „mussten“ wir glücklicherweise einen Zwischenstopp in Brasilien einlegen.

    Trotz Regenzeit zeigte sich Rio zumindest an einem Tag von seiner sonnigen Seite – und natürlich haben wir das getan, was jeder ordentliche Tourist hier macht: Die Christusstatue besucht. Was nach einer schnellen Sightseeing-Aktion klang, entwickelte sich allerdings zu einem echten Geduldsspiel. Aus den geplanten 1–2 Stunden wurden am Ende fast 5 Stunden – Schuld daran waren endlose Schlangen. Warten auf Tickets, Warten auf den Transfer, Warten auf den nächsten Transfer – ein Erlebnis mit vielen Pausen. Aber der Blick von oben? Atemberaubend und definitiv jede Wartezeit wert. Once in a lifetime sozusagen.

    Nach dem Marathon an der Christusstatue ging es für uns weiter zu den wohl berühmtesten Stränden der Stadt: Copacabana und Ipanema. Unser Hostel lag praktischerweise in Ipanema – zumindest die Lage war ein echter Pluspunkt. Der Rest? Leider nicht.

    Hostel-Horror: Zwischen Schimmel, Überschwemmung und Sprachbarrieren

    Schon der Check-in um 1 Uhr morgens verlief chaotisch – Sprachbarrieren inklusive. Eine Einweisung? Fehlanzeige. Stattdessen öffneten wir die Tür zu einem Zimmer, das eher an ein Kellerabteil im dritten Untergeschoss erinnerte. Ein muffiger Geruch, ein vollgestelltes Zimmer mit Hochbett das wir nicht brauchten und ein Badezimmer, das eher auseinanderfiel als funktionierte. Der Höhepunkt? Nach dem Duschen fühlte man sich nicht unbedingt frischer – spätestens, wenn das Waschbecken beim Zähneputzen für eine ungewollte Ganzkörperdusche sorgte.

    Nach einer Nacht konnten wir immerhin das Zimmer wechseln – nur um kurz darauf die nächste Überraschung zu erleben: Überschwemmung! Der monsunartige Regen hatte seinen Weg durch die Wand ins Zimmer gefunden. Glücklicherweise blieben unsere Wertsachen – darunter mein Laptop, der aus Platzmangel auf dem Boden abgestellt wurde– verschont. Als kleine Wiedergutmachung wurde uns immerhin eine Nacht erstattet – vielleicht auch als stiller Deal, um keine vernichtende Bewertung zu hinterlassen.

    Trotz allem: Rio lohnt sich!

    Obwohl uns die Regenzeit und eine aufkommende Erkältung an den weiteren Tagen etwas ausgebremst haben, hat Rio doch bleibende Eindrücke hinterlassen. Die Mischung aus imposanten Sehenswürdigkeiten, lebhaften Stränden, einem traumhaften Sonnenuntergang und chaotischem Charme macht die Stadt definitiv zu einem Erlebnis – mit allen Höhen und Tiefen.

    Jetzt heißt es für uns: Koffer packen und weiterziehen – der nächste Kontinent ruft, und die Welt wartet darauf, weiter entdeckt zu werden.
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