• Namibia 🇳🇦

    22.–23. mar. 2025, Namibia ⋅ ☀️ 25 °C

    Von Brasilien in die Weiten der Namib-Wüste

    Nach einem langen Flug von Brasilien auf den afrikanischen Kontinent legten wir zunächst eine kurze Pause in Johannesburg ein. Der südafrikanische Flughafen ist eine der wenigen Verbindungen zwischen Südamerika und Afrika – ein wichtiger Knotenpunkt für Reisende, die diesen Teil der Welt entdecken möchten. Und daher auch für uns eine wichtige Verbindung auf unserer Weltreise. Um das Risiko eines verpassten Anschlussflugs zu vermeiden, gönnten wir uns eine Nacht Erholung, bevor es am nächsten Tag weiter nach Windhoek, der Hauptstadt Namibias, ging.

    Namibia, einst eine deutsche Kolonie, ist mit nur 3 Millionen Einwohnern eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt – nur Mongolei ist noch dünner besiedelt. Dabei ist Namibia flächendeckend 2,3-mal so groß wie Deutschland. Kaum angekommen, machten wir uns direkt mit unserem 4x4-Fahrzeug auf den Weg in Richtung Namib-Wüste, die sich entlang der Westküste Namibias erstreckt und an den Atlantischen Ozean grenzt.

    Die Namib-Wüste ist nicht nur eine der ältesten Wüsten der Welt (über 55 Millionen Jahre alt), sondern auch der Namensgeber des Landes. Das Wort “Namib” stammt aus der Sprache des indigenen Volkes der Nama und bedeutet “weiter Ort” oder “leerer Ort”. Und genau diese Weite wurde uns schon bald bewusst, als wir uns auf den Weg nach Sossusvlei machten.

    Am nächsten Morgen führte uns die Reise zu einem der beeindruckendsten Naturwunder Namibias: Sossusvlei. Diese Salz- und Tonpfanne ist umgeben von gigantischen roten Sanddünen, von denen einige zu den höchsten der Welt gehören – über 350 Meter ragen sie in den Himmel.

    Eine besondere Herausforderung – und zugleich ein unvergessliches Erlebnis – war die Besteigung von Big Daddy, der mit seinen etwa 325 Metern zu den höchsten freistehenden Sanddünen der Welt zählt. Nach über einer Stunde Aufstieg wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht über die endlosen Dünenfelder belohnt.

    Durch die bald endende Regenzeit präsentierte sich Namibia in ungewöhnlich grünem Gewand. Während der Fahrt mussten wir sogar mehrere Flüsse durchqueren, um unser Ziel zu erreichen – ein seltener Anblick in dieser sonst so trockenen Region. Diese Mischung aus karger Wüstenlandschaft und blühendem Leben machte die Erfahrung noch eindrucksvoller.

    Ein weiteres Highlight waren die sternenklaren Nächte über unserer Lodge. Dank der klaren, trockenen Luft und der geringen Lichtverschmutzung zählt Namibia zu den besten Orten weltweit, um die Milchstraße zu beobachten – ein Anblick, der surreal erscheint.

    Und bald schon geht es weiter im den Norden der Wüste…
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