• Abenab

    20. juni, Namibia ⋅ ☀️ 17 °C

    Auf unserer Weiterfahrt Richting Norden, machen wir einen kurzen Abstecher zum „Lost Place“ Abenab.
    Es handelt sich um eine historische Siedlung und eine ehemalige Mine in der Region Otjozondjupa im zentralen Namibia. Der Name stammt aus der Sprache der Khoekhoe und bedeutet übersetzt „kletternder Fluss“.
    Die Siedlung wurde 1921 von den Deutschen gegründet, nachdem man dort reiche Vorkommen an Blei, Zink und vor allem Vanadium entdeckt hatte. Die Mine galt zeitweise als die weltweit grösste und reinste Lagerstätte für Vanadiumerz, einem seltenen Metall, das vor allem zur Härtung von Stahllegierungen genutzt wurde. In ihrer Blütezeit funktionierte die Mine autark. Sie besass ein eigenes Postamt, eine Schule, ein Schwimmbad und sogar einen Cricket-Club. Die Siedler hielten sich hier Schwarze Männer als Sklaven für die harte Arbeit in den Minen.

    Wir machen einen Rundgang zur Mine, vorbei an den Unterkünften der Arbeiter, die sich mit 8 Personen eine kleine Hütte teilen mussten.
    Es waren bis zu 300 namenlose, numerierte Arbeiter beschäftigt, viele kamen ums Leben. Wieder ein trauriges, historisches Kapitel aus jüngster Zeit!

    Aufgrund sinkender Erzgrade und massiver Probleme mit einströmendem Grundwasser wurde der Minenbetrieb im Jahr 1958 endgültig eingestellt.

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