Wir haben alles gegeben
March 24, 2025 in Finland ⋅ 🌬 2 °C
📌 Luirojärvi
Nachdem wir unser Porridge zum Frühstück gemacht haben und unser Gepäck gepackt war, sind wir um kurz nach 9 Uhr gestartet. Von der Hütte aus führte ein Weg weiter, wie wir bereits von gestern kannten. Solche Wege wollen wir möglichst nutzen, damit wir nicht neu im tiefen Schnee spuren und uns komplett selbst orientieren müssen. Der Weg führte uns eine andere als die geplante Strecke, was aber kein Problem war. Wir haben unseren Plan an die vorhandenen Wege angepasst. Der Weg verlief sehr uneben, mit vielen Hügeln und teilweise steilen Stücken. Das führte zu dem ein oder anderen Sturz und an einer besonders schwierigen Stelle ist bei einem Sturz ein Skistock gebrochen und die Pulka leicht angeknackst. Damit reduzierte sich die Anzahl unserer Ersatz-Stöcke auf 0. Diese ist nicht zu verwechseln mit der Anzahl unserer Ersatz-Skier von 0 oder unserer Ersatz-Pulkas, ebenfalls 0. Wir passen ab jetzt also noch besser auf und laufen steile Stücker lieber kontrolliert mit den Skieren in der Hand hinunter.
Gestartet sind wir auf 360m Höhe. Bis zur Mittagspause an einer Hütte auf 190m Höhe ging es viel bergab.
Während der Pause besiegelten wir unser Schicksal für den Tag, indem wir entschieden, unser ursprüngliches Ziel für den Tag auszulassen und direkt heute noch zur nächsten Hütte weiterzugehen. Das bedeutet einen sehr langen und anstrengenden Tag, gibt uns aber für morgen einen entspannten Tag und zwei Nächte auf einer Hütte, die eine eigene Sauna besitzt.
Der Weg führte uns nach der Pause lange an und zum Teil auch auf einem gefrorenen Fluss entlang. Zum Glück mussten wir uns mit der Wegfindung nicht beschäftigen sondern andere haben uns gezeigt, dass das Eis des Flusses tragfähig genug ist. Da es noch kein nennenswertes Tauwetter diese Saison gab, können wir bedenkenlos diese Wege nutze. Wenn wir nicht auf dem Fluss gelaufen sind ging es zum Teil kurze steile Stücke bergab und dann wieder bergauf. Mit den schweren Pulkas ist beides unangenehm und hat einiges an Kraft und Energie gekostet. Nach einer letzten Überquerung des Flusses ging es in konstanter, gut zu gehender Steigung bergauf, wir mussten bis zum höchsten Punkt der heutigen Tour auf 370m kommen. Wer hoch läuft, muss auch wieder runterkommen, es ging also direkt im Anschluss runter auf 280m Höhe. Das Auf und Ab hatte ein Ende, als wir an einem See ankamen, über den wir die letzten 1,5km zurücklegten.
Gegen 19.30 Uhr sind wir erschöpft, aber froh, an der Hütte angekommen, die auch heute recht gut gefüllt ist. Wir haben gegessen und sind ins Bett gefallen, für die dringend nötige Erholung. Die Sauna haben wir heute ausgelassen, auf die freuen wir uns dann morgen an unserem Ruhetag.
Himbeerporridge: 6/10
Reis mit Champigrahmsauce: 9/10
Schokomilchreis: 8,5/10
Polarlichter: 4/10Read more















TravelerChapeau, das wäre uns ja zu anstrengend😮💨 liebe Grüße von den Börlin City Görls 🏙️
echt heldenhaft... genießt den Ruhetag [Beate Turck]