• Weil ein Skisport nicht reicht…

    March 29, 2025 in Finland ⋅ ⛅ 4 °C

    … oder auch: wie Bacon fliegen lernte.

    📌 Saariselkä

    Nach dem entspannten Nachmittag gestern und der ersten Nacht wieder in richtigen Betten startete unser Tag heute um 7.00 Uhr. Im Hotelzimmer packten wir unsere Rucksäcke und zogen unsere Ski-Outfits an, denn Saariselkä hat neben dem großen Loipennetz auch ein kleines Skigebiet. Dort wollten wir heute den Tag verbringen, bevor es am Abend ins Flugzeug Richtung Heimat ging. Vorher wartete noch das Frühstücksbuffet des Hotels, das uns mit seiner großen Auswahl und einer guten Mischung aus landestypischen Gerichten und uns bekannten Bestandteilen sehr glücklich machte. Das Skigebiet war fußläufig in 15 Minuten zu erreichen, wir liehen uns vor Ort das nötige Equipment aus und waren pünktlich um 10 Uhr zum Liftstart bereit für die Abfahrt. Steffi und Maxi sind geübt im Alpinski, doch Bacon stand das letzte Mal vor 15 Jahren während einer Klassenfahrt auf Skiern. Daher musste er sich erstmal daran gewöhnen, ohne schwere Pulka hintendran unterwegs zu sein.
    Das Skigebiet verteilt sich aus dem Tal heraus über zwei gegenüberliegende Berge, was es übersichtlich macht. Es gibt einen Sessellift, drei lange Schlepplifte und ein paar kürzere Übungslifte. Weil Maxi sich sicher war, dass er es schnell schafft, Bacon das Skifahren beizubringen, haben wir die Übungslifte erstmal ausgelassen und sind selbstbewusst direkt nach oben gefahren. Der Plan ging auf, wir haben uns nach und nach durch das Skigebiet gearbeitet und haben es am Ende des Tages geschafft, jede Piste und jeden Lift gefahren zu sein (=glücklicher Maxi). Das Skigebiet ist zwar klein, hat aber eine große Auswahl an Funparks und Besonderheiten zu bieten. Es gab viele Schanzen von klein bis groß, eine kleine und eine große Skicross Strecke und einen Hügel, an dem man ohne Skier einen großen Gummireifen hochziehen und darauf runterrutschen konnte (=glückliche Steffi). Bacon dachte sich an seinem ersten Skitag, dass es eine gute Idee wäre, die Sprungschanzen auszuprobieren. Dass sich ein Gefühl für Geschwindigkeit und Höhe des Sprungs erst mit der Zeit entwickelt, stellte er fest, als er Schuss auf eine größere Schanze zufuhr und so viel Schwung hatte, dass er in hohem Bogen abhob. Von oben sah man ihn nur fliegen, Stöcke und Skier in alle Richtungen gestreckt, und schließlich hinter der Schanze verschwinden.
    Fazit: Bacon kann doch nicht fliegen und das einzige, was ihm danach wehtat, waren die Bauchmuskeln vom Lachen über diese Aktion.
    Um kurz vor vier fuhren wir ein letztes Mal mit dem Lift nach oben und danach mussten wir schnell unser geliehenes Equipment abgeben und eine heiße Schokolade abholen, die es im Tausch gegen die Liftkarte gab. Nach 16 Uhr schließen nämlich recht schnell alle Gebäude und weil wir noch einen Moment draußen sitzen blieben, waren wir schnell allein auf dem Gelände. Wir machten uns auf den Weg zurück zum Hotel, um unsere Sachen zu holen. Auf dem Weg schauten wir uns kurz die kleine, sehr schöne und moderne Kirche von Saariselkä an. Zurück im Hotel zogen wir uns um und suchten uns ein Restaurant fürs Abendessen aus. Es blieb noch Zeit, um im Hotel eine kleine Ausstellung über die Entwicklung der Langlaufski anzuschauen (=glücklicher Bacon). Schließlich zogen wir mit all unserem Gepäck los und fanden, nachdem das Restaurant unserer Wahl keinen Tisch mehr für uns hatte, einen Platz in einem anderen Lokal. Das Essen war wirklich sehr gut, wir hatten eine Pizza mit Bärensalami (Maxi) und Wraps mit einer Waldpilz-Risotto Füllung (Bacon, Steffi) und dazu gab es den typischen Blaubeersaft. Der Abend war ein schöner Ausklang unserer Tour und gegen 21 Uhr brachen wir zum Bus auf, der uns Richtung Flughafen brachte.

    Frühstücksbuffet im Hotel: 10/10
    Essen gehen in Saariselkä: 9/10
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