Zurück in die Zivilisation
Mar 28–29, 2025 in Finland ⋅ ⛅ 4 °C
📌 Saariselkä
Da wir die Nacht nicht in der Haupthütte verbracht haben und daher alleine waren, konnten wir nach einer ruhigen Nacht entspannt unsere Sachen packen und unser Porridge kochen, ohne auf andere Rücksicht nehmen zu müssen. Trotz des langen Tages gestern und dem dadurch nicht mehr weiten Weg zurück in die Zivilisation, sind wir morgens früh aufgestanden, um sicher und ohne Stress vor 16 Uhr zurück in Saariselkä zu sein, da wir die Leihausrüsrung heute noch abgeben wollten und der Verleih nur bis 16 Uhr geöffnet hat.
Da sich die Hütte am Rand der „Urban Zone“ des Nationalparks befinden waren ab hier auch wieder Wege markiert. Wir mussten also nur noch roten Kreuzen folgen und nicht wie in den letzten Tagen regelmäßig mit dem GPS kontrollieren ob die Spur, der wir folgen, noch zu unserem geplanten Weg passt. Der Weg führte uns nochmal in die Höhe über der Baumgrenze, wodurch wir einen guten Blick zurück in den Nationalpark hatten, in dem wir die letzten Tage verbracht haben. Einige rasante Abfahren waren auch noch dabei. Wir merken aber, dass eine Woche Übung nicht spurlos an uns vorüber gegangen ist und wir deutlich kontrollierter die Berge wieder runter kommen. Bis Kilopää sind wir dann auf einem sogenannten Nature Track gefahren. Der wird nur jeden zweiten Tag mit einem Schneemobil präpariert, ist aber wie erwähnt markiert. Zur Mittagspause sind wir um kurz vor zwölf in Kilopää angekommen und haben dort den letzten Käse und die Reste von Müslirigeln, Schokolade und Nüsschen gegessen. Um halb eins ging es dann über die normalen Loipen, die mit der Pistenraupe planiert werden, zurück nach Saariselkä. Es waren entspannte letzte Meter auf ebenem Untergrund, ohne die Gefahr das die Pulka umkippt, man sich durch enge Lücken von zwei Bäumen quetschten muss oder man durch die Wellen im Gelände rumpelt. Um kurz vor drei waren wir dann beim Verleih und konnten die Sachen zurückgeben und nach einem Hotel für die Nacht gucken. Wir hatten die Anforderung an ein eigenes Bett für jeden, ein gutes Frühstück, eine Sauna (wie es sich für Finnland gehört) und die Möglichkeit, unser Gepäck für morgen nach dem Auschecken bis abends, wenn wir zum Flughafen fahren, aufzubewahren. All das konnte ein Hotel 200m von Verleih bieten. An der Rezeption haben wir dann ein Zimmer gebucht und uns anschließend in richtige Betten fallen lassen. Nach etwas Erholung und informieren über die finnische Saunakultur, sind wir dann in die Hotellsauna gegangen. Dort haben wir dann erlebt, was wir vorher gelesen und alles verstanden haben. Die Männer- und Frauensaunen sind immer getrennt, aber für beide ist es ein Ort, an dem man zusammen kommt und quatscht (vergleichbar mit Kneipen bei uns). Jeder quatscht mit jedem, man kommt und geht wann man es für richtig hält. Einen Saunameister gibt es nicht. Wer reinkommt, gießt ein bis zwei Kellen auf und wer am Wassereimer sitzt, sorgt für rege Befeuchtung des Ofens. Die Finnen haben Rücksicht auf uns genommen und erst, nachdem wir die Sauna verlassen haben 3-5 Kellen Wasser in den Ofen geworfen. Man geht auch nicht mit einem großen Handtuch in die Sauna, sondern mit einem kleinen Tuch, auf das man sich setzt. Erholen zwischen den Saunagängen macht man dann einfach in der Umkleidekabine. Nach vier Saunagängen sind wir dann noch im Ort in einem Fastfoodrestaurant Burger und Pommes essen gegangen.
Schoko-Rosienen-Porridege: 8/10
Burger mit Pommes: 8/10
Polarlichter: Entfällt wegen Schneefall und Beleuchtung des OrtesRead more




















