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  • Day226

    Paihia, 09.04.2019

    April 10, 2019 in New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Heute Morgen ging es für mich weiter in den nördlichen Zipfel Neuseelands, die so ziemlich einzige Region, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Die Reise habe ich nochmals mit Stray angetreten, einem Busunternehmen, mit dem ich vorher schon einige Male gereist bin.
    Nach einigen Komplikationen - unser Bus hatte irgendein technisches Problem, sodass wir ihn austauschen mussten - sind wir Richtung Bay of Islands, einer Region an der Ostküste des Nordzipfels gefahren.
    Unterwegs haben wir in einem Kauri-Wald angehalten, wo wir wieder einmal unsere Schuhe an einer Station putzen mussten, bevor wir eine kleine Wanderung durch den Wald machen durften. Unser Busfahrer "Socks" hat versucht, uns so viel wie möglich zu erklären. So hat er uns beispielsweise erzählt, dass die riesigen Kauri-Bäume seit 1960 staatlich geschützt sind, weil damals nur noch 4% des ursprünglichen Bestands erhalten war. Kürzlich ist nun eine Kauri-Krankheit "dieback disease" ausgebrochen, die dazu führen könnte, dass in zwanzig bis dreißig Jahren die Kauris komplett ausgesterben, wenn sie nicht unter Kontrolle gebracht wird. Deshalb ist es so wichtig, dass Schuhe von Fremdkörpern gereinigt werden, die Wurzeln durch Holzbrücken zu schonen und auch die Zerstörung durch Possums und andere Tiere einzudämmen. Zudem sind die Kauri-Bäume für die Maori heilig, da sie glauben, dass sie mit ihren mächtigen Baumkronen den Himmel vom Herunterstürzen hindern. Grund genug, die mächtigen Riesen zu schützen!
    Am frühen Nachmittag sind wir in Paihia angekommen, wo ich mich mit Laura getroffen habe, die mit einem anderen Bus ebenfalls hierher gefahren ist. Zusammen sind wir von einem kleinen Hafen aus auf eine gegenüberliegende Halbinsel gefahren, um die frühere Hauptstadt Neuseeland Russell zu besuchen - auch wenn das kaum vorstellbar ist, die Stadt ist ziemlich klein.
    Nach einer kurzen Bootsfahrt hat uns erstmal ein aufgeregter Haufen am Hafen vor Russell erwartet: Ein Hai ist direkt am Steg entlanggeschwommen. Ich hatte einen kleinen Katzenhai erwartet, aus dem Wasser ist allerdings ein delfingroßer Hai aufgetaucht. Damit habe ich beschlossen, hier definitiv nicht ins Meer zu gehen.
    Auch wenn ich die Stadt Paihia mit lauter kleinen Läden, einem langen Sandstrand und dem Hafen total schön fand, konnte mich Russell noch viel mehr begeistern. Das Zentrum des kleine Städtchens ist sehr überschaubar und ist direkt am Hafen. Hier gab es süße Geschäfte und viele nobel aussehende Restaurants. Rundherum gab es fast ausschließlich wunderschöne Strandhäuser und Villas. Um die Stadt herum kann man am Strand spazieren gehen, durch die engen Straßen schlendern oder auf einen kleinen Hügel wandern, von wo man einen tollen Ausblick auf die Bucht vor Russell hat, wie Laura und ich es gemacht haben.
    Auf der Rückfahrt mit dem Boog konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben, bevor wir zurück in Paihia angekommen sind. Hier haben wir meine Straybusgruppe zu einem gemeinsamen Grillabend wiedergetroffen und mit dem Engländer Oliver bei einem Quizabend teilgenommen.
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