Luisas Reiseblog

Joined July 2016Living in: Haiterbach, Germany
  • Day9

    Kopenhagen, 16.08.2019

    August 17, 2019 in Denmark ⋅ ⛅ 15 °C

    Unseren letzten Tag haben wir in Kopenhagen verbracht. Dort begann unsere Sightseeing-Tour etwas stressig, da wir den Wachwechsel am königlichen Schloss Amalienborg nicht verpassen wollten. Dafür waren wir allerdings etwas spät dran und als wir dann auch noch die richtige Bushalte verpasst und deshalb an der nächsten ausgestiegen sind, mussten wir in einem ziemlich sportlichen Tempo zu dem Schloss laufen. Gerade rechtzeitig für die letzten Trommelschläge sind wir angekommen und konnten sogar noch eine ganze Weile die marschierenden, in schwarz gekleideten Wachleute mit ihren hohen Fellmützen beobachten.
    Besonders toll war auch der Hafen 'Nyhaven', der sich kanalähnlich ziemlich weit in die Stadt hineinzog und von bunten Häuserfassaden gesäumt war. Mit vielen Restaurants, Cafés und Bars gilt Nyhaven auch als der dänische Ballermann.
    Da in Kopenhagen momentan die 'Pride Week' stattfindet, welche sich für die Einhaltung der Menschenrechte und vor allem auch für die Toleranz anderer Sexualitäten einsetzt, waren viele wichtige Gebäude mit Flaggen in Regenbogenfarben geschmückt. Dadurch wirkte die ohnehin schon farbenfrohe Stadt noch bunter.
    Auf jeden Fall sehenswert war auch das Stadtviertel Christiana. Da dieses etwas außerhalb gelegen war, haben wir uns vier der in mittlerweile fast jeden größeren Stadt zu findenen 'Lime-Scooter' ausgeliehen, die einfach am Straßenrand abgestellt werden können
    und für kürzere Strecken ideal sind. Mit den Elektrorollern sind wir auf den toll ausgebauten Fahrradwegen, die sogar ihre eigenen Ampeln hatten, nach Christiana gefahren. In der sogenannten Freistadt gelten keine dänischen Gesetze, die Polizei hält sich aus dortigen Angelegenheiten weitgehend zurück. Obwohl trotzdem grundlegende Menschenrechte gültig sind, wird beispielweise der Drogenhandel viel lockerer gesehen. In Blumentöpfen und Beeten wachsen hier einfach so Marihuanapflanzen, an den Straßenrändern befinden sich Stände, an denen Joints, Hashbrownies und Ähnliches angeboten werden und die Straßen sind von einem Grasgeruch erfüllt. Harte Drogen werden trotz allem abgelehnt. Zudem sind die Häuserfassaden weitgehend mit bunten Graffitis besprüht, auch wirkten die Bewohner der Freistadt alle etwas hippiemäßig. Beim Herauslaufen aus der Freistadt wurden wir von einem Schild mit der Aufschrift 'You are now entering the EU' verabschiedet. Das war definitiv einer der verrücktesten Orte, die ich je besucht habe.
    Damit hatte Kopenhagen auch als fünfte und letzte skandinavische Stadt nochmals einiges zu bieten. Obwohl wir nur einen kleinen Teil Skandinaviens besucht haben, konnte ich in den letzten Tage zumindest mal einen Eindruck von den nordeuropäischen Ländern bekommen. Besonders lustig fand ich die skandinavischen Sprachen, bei denen ich trotz Unterschieden in der Schreibweise und Aussprache viele Wörter aufgrund der Ähnlichkeit zum Deutschen erraten konnte. Auch mochte ich die vielen farbenfrohen Häuser, die in jeder Stadt zu finden waren und die gemäßigten Temperaturen, die perfekt zum Sightseeing (bis auf einige Regenschauer) waren. Wiederkommen möchte ich deshalb auf jeden Fall nochmal, um noch mehr von Skandinavien zu entdecken!
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  • Day8

    Århus, 15.08.2019

    August 16, 2019 in Denmark ⋅ ⛅ 13 °C

    Auch Schweden haben wir nun hinter uns gelassen, dafür hat die AIDA heute in der dänischen Stadt Århus ihren Anker geworfen. Von Århus hatte ich davor noch nie gehört, umso positiver überrascht war ich von dieser Stadt.
    Geschichtlich ist die Århus auf jeden Fall interessant, in Museen ist die Entwicklung der Stadt auch total schön aufbereitet: Aufgrund der günstigen Lage zwischen Meer und Fluss haben Wikinger hier um das Jahr 770 das Dorf Arus gegründet, welches in einem Wikingermuseum teilweise mit Originalfunden für Touristen anschaulich gemacht wird. Später wurde die heranwachsende Stadt zu Århus umbenannt und gilt heute als eine der ältesten Städte Nordeuropas.
    Richtig toll war vor allem auch die Altstadt 'De Gamle By' rekonstuiert. Die noch bestehenden Gebäude wurden in mehrere Abschnitte unterschiedlicher Zeitepochen eingeteilt und in einem Freiluftmuseum wirklichkeitsgetreu für Touristen zugänglich gemacht. Zurück in den Zeitraum von etwa 1860 bis 1975 versetzt, konnten wir durch die uneben gepflasterten Gassen schlendern und verschiedene Geschäfte, Häuser ärmerer und reicherer Familien, den Marktplatz, einen Dorffestplatz und viele weitere Orte aus dieser Zeit besuchen. Doch nicht nur die Altstadt selbst, sondern auch deren Einwohner wurden authentisch nachgespielt. So wurden wir mitten in ein buntes Treiben aus geschäftigen Arbeitern, vornehmen Leuten, Kutschfahrern und watschelnden Gänsen hineingeworfen. Während die Leute in ihren altmodischen Klamotten in Häusern kochten und stickten oder in kleinen Läden ihre Ware verkauften, konnte man sich wirklich vorstellen, wie das Leben damals ausgesehen haben muss.
    Ansonsten war auch der Skywalk auf dem großen Einkaufszentrum 'Salling' definitiv einen Besuch wert. Auf dem mehrstöckigen Kaufhaus ist eine große Dachterrasse auf 127 Metern angebracht, von der man eine wunderschöne Aussicht über die ganze Stadt hat. Durch den durchsichtigen Boden konnte man direkt in die bekannteste Einkaufsstraße hinunterblicken, die direkt vor einem großen, backsteinfarbenen Dom mit einem auffälligen, grünen Dach endete.
    Spaß hat es auch gemacht, einfach durch die schmalen Gassen zu schlendern, die teilweise direkt an Kanälen gelegen waren. Die vielen gemütlichen Straßencafés, Souvenir- und Einkaufsläden und älteren, dänischen Häuser, an denen wir vorbeigelaufen sind, haben uns allen sehr gut gefallen.
    Århus hatte viel mehr zu bieten, als wir erwartetet hatten, der Stopp hier hat sich auf jeden Fall gelohnt!
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  • Day7

    Göteburg, 14.08.2019

    August 15, 2019 in Sweden ⋅ ⛅ 13 °C

    Neuer Tag, neue Stadt - den heutigen Tag konnten wir nutzen, um Göteburg zu erkunden. Mit Bus und Bahn ging es für uns von dem etwas außerhalb gelegenen Ankunftshafen in das Zentrum der schwedischen Stadt, um diese mit unseren gemieteten Stadtfahrrädern zu erkunden. Obwohl Göteburg als Fahrradstadt bekannt ist, war es gar nicht so einfach uns einen Weg über die ständig endenden Fahrradwege, Straßenbahngleise und durch Fußgängerzonen zu bahnen. Gelohnt hat es sich trotzdem, denn so konnten wir viel von der Stadt entdecken.
    Auch in Göteburg gibt es viele von älteren, kunstvoll errichteten Gebäuden gesäumten Straßen, sehenswert waren beispielsweise das Stadtstheater 'Pizzeria' und der Hauptbahnhof 'Centralstationen', letzterer war an einem riesigen Platz mit buntem Treiben gelegen. Neben einem Besuch im Hard Rock Café war definitiv auch ein Stopp im Café Husaren wert, wo wir eine der berühmten, schwedischen Zimtschnecken probiert haben, die so groß war wie das eigene Gesicht und superlecker geschmeckt hat. Neben mehreren Kanälen und Flüssen gab es zudem einen direkt an die Innenstadt angrenzenden Hafen, in dem Schiffe mit bunten Flaggen und ein Opernhaus zu finden waren. Auf dem Weg dorthin haben wir auch eine Schokoladenfabrik mit schwedischen Spezialitäten entdeckt.
    So ging auch dieser Tag wie im Fluge vorbei. Vom Schiff aus konnten wir bei der Ausfahrt am frühen Abend noch eine ganze Weile die vorbeiziehenden, schwedischen Sphären - felsige, teilweise bewohnte Inseln im Meer - betrachten, bevor wir Schweden auch schon wieder hinter uns gelassen haben.
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  • Day6

    Oslo, 13.08.2019

    August 14, 2019 in Norway ⋅ ⛅ 12 °C

    Als ich heute aufgewacht bin, hatte das Schiff schon wieder an einem neuen Ort geankert: Wir waren in der norwegischen Hauptstadt Oslo angekommen.
    Mit einem der roten Touristenbusse konnten wir uns einen ersten Eindruck von der Großstadt verschaffen. Während wir durch die Straßen der Innenstadt gefahren sind, haben wir über Kopfhörer Informationen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, zur Kultur und zur Geschichte Norwegens bekommen. Beispielsweise wird in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen, zudem hat der König Harald eine bürgeliche Frau geheiratet, wofür er neun Jahre lang gekämpft hatte. Lustig waren auch die vielen Radfahrer, an denen wir vorbeigefahren sind und die Fahrradhelme im Stil von Wikingerhelmen aufhatten.
    Nachmittags haben wir uns dann einige Orte herausgesucht, die wir nochmal genauer anschauen wollten. So sind wir auf die Festung Akershus hinaufgelaufen, haben Fotos von dem königlichen Palast geknipst, haben das Hard Rock Café besucht, haben in dem riesigen Souveniergeschäft 'Way Nor' gestöbert, wo viele der für Norwegen typischen Trolle zu finden waren, haben in einer norwegischen 'Bakeri' einen Chai Latte getrunken (den ich seit meiner Reise in Australien liebe) und haben dem Operngebäude einen Besuch angestattet. Letzteres hatte eine ziemlich außergewöhnliche Bauweise mit einem großen, gepflasterten, schiefen Platz rundherum - welchen Mama zuerst für eine Skipiste gehalten hat -, auf dem man bis auf das Operndach hinauflaufen konnte und von wo man eine tolle Aussicht auf den Hafen und einige der Gebäude rundherum hatte.
    In Olso gibt es überraschend viele Hochhäuser und weniger kleine Holzhäuser, die mir gestern in Kristiansand so gefallen haben. Trotzdem gab es viele schöne, vor allem ältere und kunstvoll verzierte Gebäude in gelblichen und backsteinfarbenen Tönen. Auch hat Oslo mit etwa 600.000 Einwohnern im Gegensatz zu Kristiansand einen richtigen Großstadtcharakter mit vielen öffentlichen Verkehrsmitteln - es gibt hier auch rote, selbstfahrende Elektrominibusse - und vielen Attraktionen, von denen wir aber trotz der kurzen Zeit viele gesehen haben.
    Nach dem Power-Sightseeing in Oslo sind wir am frühen Abend zum Schiff zurückgekehrt, wo wir bei der Ausfahrt aus dem Hafen nicht nur eine tolle Aussicht auf einen Fjord (und viele Feuerquallen) hatten, sondern wo es auch mit Power-Animationsprogramm weiterging. Langweilig wird es uns hier definitiv nicht!
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  • Day4

    Kristiansand, 12.08.2019

    August 12, 2019 in Norway ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute Morgen wurden wir alle von Mama aufgeweckt: Wir waren in der norwegischen Stadt Kristiansand angekommen. Mit etwas mehr als 80.000 Einwohnern ist die viertgrößte Stadt Norwegens nicht gerade riesig, trotzdem freute ich mich total darauf, sie mit meiner Familie zu erkunden. Schließlich war ich noch nie zuvor in Skandinavien gewesen.
    Total typisch sind hier Holzhäuser, die in der ganzen Stadt in roten, gelben und vor allem weißen Farbtönen aufzufinden sind. Neben der Altstadt Posebyen, in der viele dieser Häuschen stehen, haben wir auch eine schöne Holzkathedrale, den Stadtstrand und einen Aussichtsturm besucht, der einen tollen Blick auf das Meer hinaus bot. Auch sind wir die Shoppingstraße mit vielen auch in Deutschland bekannten Geschäften und am Fluss am Rande der Stadt entlanggeschlendert. Total faszinierend fand ich den komplett schachbrettartigen Aufbau aller Straßen, sowie auch die vielen Schilder in norwegischer Sprache, die zwar komisch geschrieben, oft aber dank Ähnlichkeiten zum Deutschen oder Englischen auch einfach zu entschlüsseln waren (beispielsweise 'bakeri', 'bokhandel' oder 'sentrum').
    Ein Vormittag hat allerdings gut gereicht, die wichtigsten Attraktionen der Stadt abzuarbeiten - wir hatten sogar noch genug Zeit, die süßen Schwäne am Meerufer zu beobachten. Nach dem Mittagessen haben wir Alina und Papa auf dem Schiff abgeladen, während Mama und ich nochmal losgezogen sind, um den Naturpark Ravnedale nahe der Stadt zu erkunden. Die Pflanzen und Bäume dort waren zwar überraschend ähnlich wie die bei uns Zuhause, dafür sind wir an einem schönen See mit vielen Seerosen, an schmalen Bächen und an kleinen Wasserfällen vorbeigekommen. Mit einer anschließenden Wanderung nochmals quer durch das Stadtzentrum zurück zum Schiff haben wir unseren Besuch in der schönen Stadt abgeschlossen. Einen ersten kleinen Eindruck von Norwegen haben wir jetzt bekommen, ich bin gespannt auf die weiteren Städte, die wir in den nächsten Tagen besuchen werden.
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  • Day4

    Anreise, 10./11.08.2019

    August 12, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Nicht einmal vor einem Monat bin ich von meinem Auslandsjahr zurückgekehrt, nun bin ich schon wieder am Reisen: Dieses Mal bin ich jedoch mit meiner Familie und in eine komplett andere Richtung unterwegs.
    Am Freitagmorgen haben wir uns mit dem Auto auf die fast 900 Kilometer lange Strecke nach Warnemünde im Norden Deutschlands gemacht, von wo aus unsere Kreuzfahrt nach Skandinavien am Samstag starten sollte. Um die Strecke dorthin etwas angenehmer zu gestalten, haben wir sie in zwei Etappen aufgeteilt und haben unterwegs in einem kleinen Hotel in Falkensee nahe Berlin übernachtet, bevor wir am nächsten Vormittag schließlich Warnemünde erreicht haben.
    Bevor wir unsere Kabine auf der AIDA beziehen durften, wurden wir - genauso wie die zweitausend anderen Passagiere - erstmal einer flugzeugähnlichen Sicherheitskontrolle unterzogen. Unsere Kabine selbst befindet sich auf einem der zwölf Decks, welche neben zahlreichen weiteren Kabinen auch mehrere Restaurants, Cafés und Bars; ein Pooldeck; ein dreistöckiges Theater; verschiedene Geschäfte; eine Wellnessoase; mehrere Sportbereiche; ein Casino und vieles mehr bieten - das labyrinthartige Schiff ähnelt einer kleinen Stadt.
    Von zahlreichen, winkenden Menschen wurden wir am Samstag aus Warnemünde verabschiedet, haben den weißen Ostseestrand mit vielen kleinen, bunten Holzhäusern hinter uns gelassen und sind mit dem Lied 'Sail Away' in die See gestochen. Am nächsten Tag - einem etwas schaukligen Seetag - hatten wir dann Zeit, das Schiff etwas besser zu erkunden und einige der dauerhaft angebotenen Programme zu besuchen, bevor wir morgen die erste skandinavische Stadt erreichen werden.
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  • Day330

    Wiedersehen in Köln

    July 23, 2019 in Germany ⋅ ⛅ 26 °C

    Drei Monate ist unser Roadtrip über die Nordinsel Neuseelands her - nun habe ich Viola und Laura ('Pukeko-Gang') in Köln wiedergetroffen. Dort wohnt Laura, bei der wir zwei Nächte verbringen durften.
    Trotz über 30°C haben wir sogar ein bisschen Sightseeing in Köln gemacht - Laura war unser persönlichen Reiseführer - und haben den Kölner Dom besucht, haben eine tolle Aussicht vom LVR-Turm auf Köln genossen, sind über die Hohenzollerbrücke mit Tausenden von Schlössern am Geländer gelaufen und sind ein bisschen durch die Innenstadt und über Shoppingstraßen geschlendert. Die Stadt hat mir total gut gefallen.
    Auch ansonsten hatten wir viel Spaß mit nächtlichen Poolbesuchen und unserem Neuseeland-Lieblingskartenspiel Kabu, es war total schön, die beiden wiederzusehen!
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  • Day15

    Bangkok, 11.07.2019

    July 11, 2019 in the United Arab Emirates ⋅ ⛅ 40 °C

    Da meine Ruckflüge es so ergeben haben, dass ich einen weiteren ganzen Tag in Bangkok zur Verfügung hatte, habe ich hier heute nochmal Power-Sightseeing gemacht. Während ich mich das letzte Mal vor allem in der Altstadt aufgehalten habe, war ich heute überwiegend in neueren Stadtvierteln unterwegs. Dort habe ich mich gefühlt wie einer anderen Stadt.
    In der Altstadt standen Tempel im Mittelpunkt, von denen es dort Dutzende gab und die wunderschön verziert waren. Sobald man jedoch von der Hauptstraße abgebogen ist, landete man oft in heruntergekommenen und dreckigen Vierteln.
    Die Gegenden, in denen ich heute unterwegs war, erinnerten hingegen oft an eine reiche, westliche Riesenstadt. Zwar waren die Straßenränder trotzdem oft noch dreckig, die Stromleitungen über der Straße verlegt, vieles war in thailändischen Schriftzeichen geschrieben und überall gab es die typischen, kleinen asiatischen Essenständchen, auf die ich mich schon gefreut hatte, daneben gab es allerdings riesige Wolkenkratzer und hoch aufragende Gebäude, während Tempel nur noch selten zu finden waren. Es gab vielstöckige, noble Shoppingcentren; ein riesiges SeaLife Aquarium, in dem sogar Glasboote herumgefahren sind, unglaublich große Elektronikmalls, es gab Fun-Parks, Kinos und so viel mehr. Mit dem nahezu dauerhaft fahrenden Skytrain bin ich so von einer Attraktion zur nächsten gefahren.
    Insbesondere Chinatown war einen Besuch wert. Der Beginn des größten chinesischen Stadtviertels, das ich bisher in irgendwelchen Städten besucht habe, wurde von einem gigantischen, kunstvollen Torbogen markiert. Darauf folgte eine breite, lange Hauptstraße, die von chinesischen Geschäften, Hotels, Restaurants und mehr gesäumt war, während in schmalen Nebenstraßen chinesische Märkte zu finden waren. So stelle ich mir eine chinesischen Stadt wirklich vor!
    Neben Chinatown ein Tempel gelegen, der die größte Buddha-Statue in ganz Bangkok beeinhalten sollte. Ganz so riesig, wie ich sie mir vorgestellt hatte, war die Statue zwar nicht, dafür war der Tempel an sich und die Aussicht von dem Tempel total schön.
    Auch habe ich mich heute, beim zweiten Besuch in Bangkok schon viel sicherer gefühlt: Ich wusste schon welchen Zug ich in die Stadt nehmen musste, habe mich mit Karten ausgestattet, war nicht mehr so überwältigt von den unglaublichen Verkehrsmassen, hatte schon ein paar asiatische Lieblingsgerichte und war nicht mehr so überrascht von der exotischen Essensvielfalt. Bangkok bleibt aber immer noch eine ganz andere Welt für mich.
    Auch heute habe ich es bei Weitem nicht geschafft, die Stadt auch nur annähernd komplett zu erkunden, es bleibt so vieles übrig, was ich bei einem nächsten Mal besuchen könnte. Davor geht es jetzt aber erstmal nach Hause, worauf ich mich nach über zehn Monaten Auslandsaufenthalt schon riesig freue.
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  • Day12

    Vientiane, 10.07.2019

    July 10, 2019 in Thailand ⋅ ⛅ 29 °C

    An manchen Tagen geht wirklich alles schief. So ein Tag war heute. Angefangen hat alles im Nachtbus von Savannakhet zur Hauptstadt Vientiane.
    Anfangs war ich noch total begeistert von dem Bus mit Stockbetten, da es dort viel bequemer zu schlafen war, als in einem normalen Reisebus. Dies änderte sich schnell, als mein Geldbeutel gestohlen wurde, während ich kurz auf dem Klo war. Dieser war plötzlich nicht mehr neben meinem Kissen, wo ich ihn eigentlich hingelegt hatte. In den nächsten Stunden habe ich den ganzen Bus abgesucht und habe alle Leute um mich herum gefragt, ob jemand etwas beobachtet hatte. Dabei bin ich fast verzweifelt, weil einfach niemand englisch verstanden hat und ich somit größte Probleme hatte, überhaupt verständlich zu machen, was passiert war. Mithilfe von Google Translator konnte ich allerdings zumindest mit einigen Leuten kommunizieren, bis ich endlich jemand gefunden habe, der auch ein bisschen englisch sprechen konnte. Er half mir, dem Busfahrer Bescheid zu geben, woraufhin ich alle Taschen durchsuchen durfte. Gefunden habe ich mein Geldbeutel aber trotzdem nicht. Erst kurz vor dem Aussteigen, als ich schon fast die Hoffnung verloren hatte, habe ich meinen Geldbeutel versteckt in einer Nische gefunden, wo er unmöglich alleine hätte hinkommen können.
    Überglücklich mit meinem Geldbeutel in der Hand bin ich schließlich morgens um halb 5 in Vientiane aus dem Bus ausgestiegen. Sogleich habe ich mein Gepäck gesucht, während mich gleichzeitig ein Tuk-Tuk- Fahrer mich davon überzeugen wollte, mit ihm in die Stadt zu fahren. Also bin ich ihm gefolgt und saß schon im Tuk-Tuk, als mir aufgefallen ist, dass ich bei dem ganzen Stress nur meine beiden Rucksäcke mitgenommen, meinen Koffer aber stehen lassen habe. Sofort bin ich zurück zur Bushaltestelle gerannt, um dort zu erfahren, dass der Bus schon zur nächsten Haltestelle weitergefahren war. Bis ich mich endlich mal wieder verständlich machen konnte und ich die Haltestelle mit einem anderen Tuk-Tuk erreicht habe, war schon wieder ziemlich viel Zeit vergangen. Glücklicherweise handelte es sich bei der Haltestelle um die Endstation, sodass ich dort wenigstens meinen Koffer ohne Probleme aus dem Bus bekommen habe.
    Völlig übermüdet war ich dann morgens um 7 Uhr bei dem Hostel, das Hannah mir 'empfohlen' hatte (sie meinte, es sei dort billig, man könnte ohne Reservierung ein Bett bekommen und man würde immer sonderbare Leute treffen). Es dauerte nicht lange, da habe ich schon Bekannschaft mit einem älteren Mann gemacht, der mitten im Hostelzimmer saß, dabei Wodka getrunken hat und sich in voller Lautstärke unterhalten hat. Er wollte auch überhaupt nicht einsehen, dass fünf Leute noch am Schlafen waren und er mit seiner Rücksichtslosigkeit alle wach hielt. Nach einigen Diskussionen mit ihm, hat er geschlagene vier Stunden später das Zimmer endlich verlassen, sodass endlich Ruhe war.
    Bis ich nach einigen Stunden Schlaf schließlich aufgewacht bin, war schon früher Nachmittag. Die restliche Zeit wollte ich nun nutzen, Vientiane zu erkunden. Ich hatte mir auch schon einen Plan gemacht, als mein Magen mir ein Strich durch die Rechnung gemacht hat: Mir war plötzlich total schlecht und habe dadurch unterwegs sämtliche Badezimmer besuchen müssen, sodass ich kaum vorangekommen bin. Die meiste Zeit habe ich so in klimatisierten Cafés verbracht. Am Ende habe ich es dann aber doch noch geschafft ein paar Tempel und andere Sehenswürdigkeiten zu besuchen, die auch wirlklich sehenswert waren. Dass es währendessen zu regnen angefangen hat, konnte mich dann auch nicht mehr stören, dafür ist heute definitiv zu viel schief gelaufen.
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  • Day11

    Savannakhet, 08./09.07.2019

    July 9, 2019 in Laos ⋅ ☁️ 25 °C

    Auch meine beiden letzten Tage in Savannakhet vergingen wie im Fluge. Jeden Tag war ich wieder im Unterricht dabei, einmal sogar im College, wo Hannah jeden Dienstag unterrichtet. Selbst hier lief der Unterricht total entspannt ab. In dem aus einigen einfachen Tischen bestehenden Lehrerzimmer wurde uns erstmal zuckersüßen Kaffee und gummiartige Küchlein serviert, wir wurden mit Wasserflaschen ausgestattet und von einer Lehrerin zum Selfies schießen überredet. Im Unterricht selbst waren die Schüler aber total respektvoll, sind bei unserem Eintreten zur Begrüßung aufgestanden und haben Hannah nur mit 'teacher' angeredet. Abgesehen davon herrschte aber auch hier eine eher lockere Atmosphäre.
    Zwischen den Unterrichtstunden haben Hannah, Anni und ich am Montag einen total entspannten Nachmittag am Pool eingelegt, an dem wir exotische Speisen vom Markt probliert haben (in Bananenblätter eingewickelten 'Sticky Rice' mit Banane ist superlecker!) und an dem wir drei die ganze Zeit die einzigen Gäste waren.
    Abends habe ich mein ausgeliehenes Moped zurückgegeben und habe bei einem tollem Sonnenuntergang über dem Mekong auf die vom Unterricht kommenden Hannah, Anni und Soulisack gewartet, mit denen ich danach auf den Nachtmarkt in Savannakhet gegangen bin. Auf einem toll beleuchteten Platz befanden sich Dutzende von Essensständen mit ganz verschiedenen, sehr preiswerten Gerichten, es erschallte laute Musik und an einer langen Reihe von Tischen zwischen den Ständen saßen zahlreiche Menschen.
    Am Dienstag hingegen haben wir die Pause genutzt, um koreanisch essen zu gehen. Währenddessen hat Soulisack versucht, uns das laotische Alphatbet näher zu bringen. Nicht nur das Schreiben ist hier eine Kunst, sondern auch die Aussprache ist total schwierig, die Buchstaben hören sich teilweise genau gleich an und wir sind fast verzweifelt, die Unterschiede festzustellen.
    Als wir schließlich erstmal genug laotisch gelernt hatten, haben wir dem Dinosauriermuseum in Savannakhet einen Besuch abgestattet, das trotz seiner eher kleinen Größe dank echten Dino-Knochenstücken ziemlich beeindruckend war.
    Nach einer Tischtennismatch in dem nach außen offenen, extrem heißen Fitnessstudio, das trotzdem viel Spaß gemacht hat, war es leider schon wieder Zeit meinen Koffer zu packen. Diesen habe ich dann zur Schule geschleppt, wo Hannahs sympathische Abendklasse mich zum letzten Mal gelöchert hat (die Schüler wissen nun bestens über meine Flugzeiten, weiteren Pläne und Hostelkosten Bescheid). Nach Unterrichtsschluss haben sich die Schüler fast darum gestritten, wer meinen Koffer und meine Rucksäcke tragen und mich mit dem Auto zur Bushaltestelle fahren durfte. Dort versammelte schließlich eine ganze Menschenmenge von über zehn Menschen, die mich verabschieden wollten, mir meinen Nachtbus gesucht, mein Gepäck dort eingeladen haben und nochmal hunderte von Bilder knipsen wollten - ich brauche ja "Souvenirs" für Zuhause.
    Als sich schließlich der Großteil der Schüler verabschiedet hatte und nur noch Hannah, Anni, Soulisack, ein Kumpel und ich übrig waren, sind wir noch zum letzten Mal zusammen zu einem kleinen Nachtmarkt gegangen, wo ich ziemlich verzweifelt versucht habe, meine Nudelsuppe mit Stäbchen zu essen. Das Stäbchenessen habe ich leider immer noch nicht raus.
    Dann war es leider schon Zeit mich auch hier zu verabschieden. In den letzten Tagen habe ich alle ziemlich ins Herz geschlossen, ich hatte wirklich eine tolle Zeit in Savannakhet.
    Nun liege! ich in einem laotischen Nachtbus, in dem es keine Sitze, sondern nur Stockbetten gibt, in denen in jeder Etage zwei Leute schlafen können. Als in einer kurzen Pause Leute mit auf Stöcken gespießten Eiern und gegrillten Tieren hereinspaziert sind, ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie anders Asien und wie verrückt es doch ist, dass ich mich gerade in einem Land befinde, von dem ich bis vor wenigen Monaten gar nicht wusste, dass es existiert. Dank Hannah habe ich Laos auch nicht nur als klassischer Tourist bereist, sondern auch so viel über die Kultur und den Lebenstil erfahren und tolle Laoten kennengelernt, was ein Erlebnis war, das ich wohl nie wieder vergessen werde.
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