Tag 135, 60 Km/17860 Km
11 Januari 2025, Benin ⋅ ☀️ 33 °C
Die Nacht läuft trotz der extremen Lautstärke besser als erwartet und als ich morgens wach werde ist mit Ausnahme der Soldaten niemand mehr weit und breit. Die Soldaten stehen am Morgen schon stramm und werden abgelöst, zig Truppentransporter kommen und gehen, eine Szenerie als wäre der Krieg ausgebrochen. Ich starte früh und als ich den Motor anlasse gucken alle Soldaten in Sichtweite gleichzeitig, ich winke und rund 100 Soldaten winken gleichzeitig lächelnd zurück, was eine schöne Verabschiedung.
Es geht ins Stadtzentrum von Ouidah wo auch heute noch das Voodoo-Festival stattfindet. Vor dem Schlangentempel, einem der heiligsten Orte der Voodoo-Kultur in Afrika, wird getrommelt, gesungen, getanzt. Der König ist anwesend und sitzt in seinem Thron, beobachtet die Zeremonie. Rhythmus und Melodie sind über Stunden gleich, reihum springt immer mal wieder jemand auf um zu tanzen. Bis zum Ende wird es mir nicht verständlich werden, wer wann mit Tanzen an der Reihe ist oder ob man einfach aufspringt, wenn es einen überkommt. Es geht weiter in den heiligen Wald, hier werden die Bäume - begleitet von tausenden Flughunden in den Baumkronen - angebetet und Gesundheit oder Fruchtbarkeit verlangt.
Nachmittags geht es raus aus Ouidah und ein Stück zurück in die Stadt mit dem wunderschönen Namen Grand-Popo. Auf dem Weg dorthin gibt es immer wieder 'Buschtankstellen' bei denen Diesel oder Benzin in kleinen Flaschen direkt an der Straße verkauft wird. Die Versorgungslage mit Kraftstoff ist in Benin okay, jedoch ist die Tankstellendichte nicht besonders hoch. Somit nutzen viele die kleinen Privattankstellen direkt an der Straße um aufzutanken statt viele Kilometer weiter bis zur nächsten richtigen Tankstelle zu fahren. Bislang konnte ich glücklicherweise immer eine Tankstelle finden, deren Qualität zumindest augenscheinlich okay war.
Ich finde einen Stellplatz nicht weit weg von einem menschenleeren Bilderbuchstrand entfernt und direkt neben einem Hotel, wo ich bis zum Abend bis auf das Meeresrauschen nichts höre. Ein harter Kontrast zur letzten Nacht und einer der letzten Tage am Meer. Nach Benin wird es für eine lange Zeit keine Möglichkeit mehr geben, mit dem Auto an einem Strand zu stehen.Baca lagi




















PengembaraWas für ein besonderes Erlebnis!
Pengembara
Die Fotos sind ein farblicher "Augenschmaus"
Pengembara
Was ein Erlebnis…. Großartig!!!!
PengembaraPhantastisches Erlebnis👍🏻👋🏻🤗