• Tag 182, 0 Km/23284 Km

    27. februar 2025, Congo ⋅ ☀️ 32 °C

    Am Morgen sind drei Ranger im Camp. Wir besprechen kurz, wie der Tag ablaufen kann, anschließend fahre ich mit einem der Dreien mit dem Schnellboot über den Fluss. Wir haben Bananen, Ananas und Aubergine an Bord und die drei Gorillas, die auf den Inseln rund um den Fluss leben wissen das natürlich. Plötzlich steht er am Ufer. 300 Kilo, schwarze Haare, silberner Rücken. Der erste westliche Flachlandgorilla den ich in meinem Leben außerhalb eines Zoos sehe. Was für eine Erscheinung, sein Geruch und seine Körperhaltung sind fast schon angsteinflößend. Wir fahren ziemlich nah mit dem Boot an die Insel, der Gorilla ist keine 3 Meter mehr entfernt. An Bord kommen kann er nicht, Gorillas haben Angst vor Wasser. Er grunzt, will jetzt endlich eine Aubergine haben, schließlich hat er extra hier am Ufer auf uns gewartet. Er bekommt seine Aubergine, ich dafür ein Foto von ihm. Auch die anderen beiden Gorillas sehen wir später, nicht ganz so nahe aber trotzdem noch total beeindruckend.
    Wir fahren noch eine weitere Stunde auf dem Fluss, dessen Wasser stellenweise pechschwarz und dessen Ufer dicht bewachsen sind.
    Schließlich verlassen wir das Boot und besteigen einen der Berge am Flussufer. Während der Ranger barfuß läuft, die ganze Zeit telefoniert und oben nicht einmal außer Atem scheint, brauche ich als wir endlich oben ankommen fast eine Herz-Lungen Maschine. 6 Monate im Auto rächen sich jetzt. Immerhin lohnt sich die Ackerei, der Blick vom Gipfel auf den Fluss und die weite bewaldete Steppe ist traumhaft. Auf dem Rückweg zum Camp sehen wir noch eine Gruppe Flusspferde im Wasser. Der Ranger reagiert recht hektisch und gibt Vollgas, er sagt mir, dass Flusspferde auch für uns auf dem Boot sehr gefährlich sein können. Angst vor Wasser, wie der Gorilla, haben sie in jedem Fall nicht.
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