• Tag 181, 181 Km/23284 Km

    26. februar 2025, Congo ⋅ ☁️ 30 °C

    Der kühle Wind am Morgen ist nach vielen vielen Wochen der Hitze eine sehr angenehme Abwechslung. Es ist auch heute stark bewölkt und die fehlende Sonne in Kombination mit dem kühlen Wind und den endlosen Feldern sorgen für eine total schöne Atmosphäre am Morgen. Die Landschaft ist im Zentrum der Republik Kongo noch einmal vollkommen anders, hügelige Steppe soweit man schauen kann, wirklich unfassbar schön. Ich habe das Gefühl nicht mehr im Kongo sondern in der Mongolei oder in Schottland zu sein, in ganz Afrika habe ich noch nie eine ähnliche Landschaft gesehen. Die Straße wird schlechter, bleibt im allgemeinen aber gut. Direkt an der Straße finde ich einen Gashandel, der mir eine meiner beiden Campingazflaschen auffüllen kann. Man hat den passenden Adapter, das passende Gas und sogar eine moderne Waage um die richtige Menge abzuwiegen. Niemals hätte ich gedacht so etwas hier im Kongo zu finden. Die wenigen Mitarbeiter die hier arbeiten sind alle sehr neugierig, wer ich bin und wieso ich mit dem Auto von Europa bis hierher gefahren bin. Man ist so stolz auf die moderne Abfüllanlage, dass man mir eine Führung durch die kleine Gasfabrik anbietet. Ich muss zuerst zum Chef, er verbietet mir zu fotografieren, erteilt mir dann aber die Absolution zur Besichtigung. Ich muss eine blaue Warnweste und einen Helm anziehen, Sicherheit ist in Afrika nach wie vor sehr wichtig, anschließend darf ich zu der Abfüllstation, wo man mir genau erklärt, wie das Gas gehandhabt wird. Die ganze Firma macht in der halben Stunde eigentlich nichts anderes als sich um mich zu kümmern, ausgenommen der Chef.
    Mit vollen Gastanks fahre ich irgendwann von der Hauptstraße runter und auf eine kleine Offroadpiste. Die Piste führt direkt über die hügeligen Felder bis in den Lefini Nationalpark. Am Camp der Ranger parke ich für die Nacht, niemand ist anwesend, das niemand hier ist wusste ich jedoch schon. Vollkommen alleine mitten in der Natur zu sein ist schon etwas besonderes. Sollte morgen einer der Ranger auftauchen, besteht hier die letzte Möglichkeit für mich, Gorillas auf dem Weg nach Südafrika zu sehen. Hoffentlich taucht morgen sowohl ein Gorilla, als auch ein Ranger auf.
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