• Tag 185, 265 Km/23748 Km

    2. marts 2025, Congo ⋅ ☁️ 33 °C

    Es könnte alles so einfach sein, einfach mit dem Auto über die Brücke von Brazzaville nach Kinshasa, ich wäre am Nachmittag in Angola. Das Problem: die Brücke gibt es nicht. Zwischen Brazzaville, 2 Millionen Einwohner und Kinshasa, 16 Millionen Einwohner, direkt gegenüber und nur durch den Kongo-Fluss getrennt, gibt es nur eine chaotische Fährverbindung. Eine Brücke soll seit Jahrzehnten gebaut werden, scheitert aber immer an irgendwelchen Dingen. Ich wäre sogar bereit, mich auf die Fähre einzulassen, aber Fahrzeuge müssen mit einem Kran auf die Fähre gehoben werden, drauffahren geht nicht. Bis man mit der Fähre dann irgendwann auf der andere Seite angekommen ist und das Fahrzeug ausgeladen wurde, vergeht ungefähr eine Woche. Es gibt also eigentlich keine sinnvollere Alternative um viel Geld und viele Nerven zu sparen, ich muss die 700 Kilometer Umweg über Cabinda fahren. Cabinda gehört bereits zu Angola, ist eine Exklave und somit vom 'eigentlichen' Angola getrennt. Der Weg muss also über die Ost-West Tangente der Republik Kongo, über Cabinda und anschließend über die Demokratische Republik Kongo nach Angola führen.
    Ich verlasse somit Brazzaville wieder nach Norden und biege nach rund zwei Stunden nach Westen ab. Es gibt einen vierspurigen Highway fast bis nach Cabinda, die Straße ist wunderschön über hügeliges Land gebaut und mautpflichtig. Eines muss ich der Republik Kongo lassen, die Straßen sind allesamt in bestem Zustand und führen durch wunderschöne Natur. Außerhalb von Brazzaville werde ich, wie an allen Tagen zuvor, an jedem Checkpoint direkt weitergewunken. Ich komme gut voran und finde am Mittag ein kleines und überraschend gutes Hotel. Eine Nacht in einem Bett kann sicherlich nicht schaden.
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