Tag 195, 30 Km/25216 Km
12. marts 2025, Angola ⋅ 🌙 28 °C
Ich mache mich auf ins Stadtzentrum von Luanda. Noch bin ich in Cacuaco, einem Vorort von Luanda der leider nicht besonders für seine Sicherheit bekannt ist. Die weite Entwicklung Angolas ist hier noch nicht zu erkennen, es ist ziemlich arm. Ich muss den Highway verlassen um zuerst eine Haftpflichtversicherung für Heiner zu organisieren, also steuere ich eines der Versicherungsbüros abseits der Hauptroute an. Das Büro ist super modern und passt eigentlich nicht in das bestehende Umfeld, bewaffnetes Sicherheitspersonal bewacht den Eingang zum Büro. Es gibt keinen Parkplatz, Heiner muss solange an der Straße stehen. Das Abschließen der Versicherung geht schnell und ist reibungslos, auch für europäische Fahrzeuge.
Ich fahre ein kurzes Stück weiter, gehe in einem großen Supermarkt einkaufen. Die rund 10 Sicherheitsleute, die den Parkplatz bewachen, tragen Schrotflinten um die Schulter. Was bin ich froh, dass wir in Europa all das nicht brauchen.
Ich finde eine Bank, versuche Geld zu wechseln. Bargeld zu bekommen war in Angola bisher grundsätzlich ein Problem, an den Automaten gibt es immer lange Schlangen. Die Bank ist ähnlich bewacht wie der Supermarkt, ich muss Sonnenbrille und Mütze absetzen, darf dann eintreten. Ich gebe Euro und Reisepass ab, dann telefoniert man unzählige Male, ich warte bestimmt 30 Minuten am Schalter. Irgendwann sagt man mir, Bargeld wechseln geht doch nicht. Immerhin gibt es einen Geldautomaten ohne Schlange, an dem ich scheibchenweise 60€ abheben kann.
Der Highway ins Zentrum von Luanda ist breit und größtenteils ohne Markierung, so passen mehr Fahrzeuge nebeneinander. Stau gibt es keinen, die Polizei ist dafür jedoch omnipräsent, an jeder Kreuzung wird kontrolliert. Ich werde kein einziges Mal angehalten, bin trotzdem froh im Zweifel den Versicherungsnachweis zu haben.
Der Stadtkern von Luanda taucht auf, riesige Hochhäuser zieren den langgezogenen Hafen. Es wirkt ein bisschen wie Lagos, jedoch ohne den Stau. Die Straße durch den Hafen ist breit und modern, Palmen säumen die Straße. Ich steuere schließlich den Jachthafen an, hier gibt es die Möglichkeit auf dem Parkplatz kostenlos zu übernachten. Nicht umsonst ist dieser Platz berühmt, man parkt direkt an der Wasserkante mit Blick auf den Hafen und die Skyline von Luanda.
Am Nachmittag steuere ich Carlotas Beauty Salon an und während die Damen um mich herum die Nägel gefeilt bekommen schneidet mir einer der Friseure die Haare.
Direkt im Hafen gibt es ein unglaublich gutes Fischrestaurant, welches am Nachmittag schon super voll ist. Ich bekomme den letzten freien Tisch und Garnelen mit Pommes.
Eigentlich wollte ich heute noch einen Teil von Luanda besichtigen, aber es ist mittlerweile schon wieder einmal viel zu spät. Es ist unglaublich, dass mittlerweile drei ganze Tage fast ausschließlich für Organisation und Besorgungen draufgegangen sind.Læs mere




















Was für ein krasser Unterschied zu den anderen Ländern 😀 die Bilder könnten auch aus Europa sein. [Uwe]