• Tag 196, 0 Km/25216 Km

    13. marts 2025, Angola ⋅ ⛅ 28 °C

    Ich besichtige am Morgen zu Fuß das Stadtzentrum Luandas. Es gibt einen Fußweg vom Jachthafen einmal komplett um die Lagune, es ist kein einziger anderer Tourist und so gut wie kein Einheimischer zu sehen. In Luanda wird aus Sicherheitsgründen eigentlich nicht zu Fuß gegangen, wie man mir später erklären wird. Rund um die Lagune und später auch im Stadtzentrum fühlt es sich für mich nicht unsicher an, auch wenn die Statistiken etwas anderes sagen. Was mir jedoch auffällt, sind zum Einen die vielen Obdachlosen. Ich werde unzählige Male, häufig auch von Kindern, angebettelt. Ich bin an manchen Stellen froh, kein portugiesisch zu sprechen und außer 'Hey Amigo' nicht zu verstehen, was man gerade von mir möchte. Zum Zweiten fällt der krasse Kontrast in Luanda auf. Zwischen den vielen Obdachlosen mischen sich Männer im Anzug und Krawatte, gerade im Bankenviertel. Hochhäuser mit Glasfassade stehen neben total heruntergekommen Gebäuden, moderne Sportwagen parken neben total kaputten alten Autos, vor der Skyline der Wolkenkratzer fischen Männer klassisch mit Pirogen und Netzen. Im Stadtzentrum sind an vielen Fassaden noch die Spuren des Bürgerkriegs zu sehen, welcher fast 30 Jahre angedauert hat.
    Es gibt im Zentrum ein Museum, in dem alle Währungen Angolas der letzten 300 Jahre ausgestellt sind. Hinter Panzerglas liegt ein 13 Kilo schwerer Goldbarren, welcher durch zwei Öffnungen mit den Händen hochgehoben werden kann. Diese 'Sehenswürdigkeit' hat sich der Staat Angola 1 Millionen Euro kosten lassen.
    Nicht weit weg vom Hafen gibt es eine Shopping-Mall, die in Größe und Verfügbarkeit von Geschäften durchaus mit den Einkaufszentren in Dubai oder Abu Dhabi mithalten könnte. Eine Stadt, wie ich sie noch an keiner anderen Stelle in Afrika gesehen habe.
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