• Tag 198, 480 Km/25696 Km

    15 Mac 2025, Angola ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir verlassen Luanda und machen uns auf den weiten Weg nach Calandula. Es ist Wochenende, im Stadtzentrum sind die Straßen dennoch recht voll. Nach einer guten Stunde sind wir aus Luanda raus, die Straße wird jetzt merklich schlechter. Die Strecke nach Calandula zieht sich unheimlich, immer wieder Schlaglöcher, immer wieder LKW die kaum die Berge raufkommen und so die ganze Fahrbahn blockieren. Nach vielen Stunden Fahrzeit verlassen wir irgendwann die Landstraße, biegen auf eine alte und total verlassene Straße ab, deren Zustand überraschend gut ist. Die Straße ist kaum befahren, in rund einer Stunde treffen wir auf lediglich ein oder zwei Motorräder. Gras wächst aus den wenigen Schlaglöchern, Frauen trocknen Fufu am Seitenrand. Die wenigen Dörfer sind sehr einfach, die Häuser wieder aus Lehm gebaut. In der Ferne sehen wir bereits 20 Kilometer vor dem Ziel die Wasserfälle von Calandula, eine der großen Sehenswürdigkeiten Angolas. Die Straße wird nun richtig schlecht, mehr Schlaglöcher als Asphalt, ein Relikt aus Vorkriegszeiten. Wir erreichen den Wasserfall, es gibt ein teures Hotel mit Zimmern, die einen direkten Blick auf den Wasserfall bieten. Im Auto zu übernachten wäre okay, die Zimmer mit dem Blick vom Balkon direkt auf die Abbruchkante des Wasserfalls schlägt jedoch den Hotelparkplatz, also geht es zumindest eine Nacht ins Zimmer - so denke ich zumindest beim Check-In noch.
    So geschieht es dann kurz vor dem Abendessen, dass ich vom Auto zurück zum Zimmer gehe und zufällig sehe, wie sich eine Schlange unter dem breiten Schlitz der Zimmertür hineinschlängelt. Ich reiße die Tür auf und sehe gerade noch, wie sich die Schlange unter dem Kühlschrank verkriecht. Die Rezeptionistin ist außer sich, als ich sie bitte die Schlange zu entfernen. Fast schon hysterisch ruft sie die Hotelchefin und den Hausmeister, dieser rückt schließlich mit zwei Holzknüppeln an. Dass die Schlange nicht mehr lebend aus dem Zimmer herauskommt, ist mir schon klar, darin bleiben geht aber auch nicht. Da sie leider nicht daran denkt, zu verschwinden, verliert sie den Kampf gegen den Hausmeister. Als kurze Zeit später die zweite Schlange zu sehen ist, ist die Entscheidung gefällt. Die Nacht wird im Auto verbracht.
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