• Tag 204, 76 Km/26631 Km

    21 Mac 2025, Angola ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir brechen am Vormittag auf und fahren zunächst weiter in den Norden und fast zurück bis nach Luanda. Der Strand weicht nach und nach einer Steilküste, die schließlich zu einem der eindrucksvollsten Aussichtspunkten Angolas wird, dem Miradouro da Lua. U-förmig ist die Steilküste hier durch Wind und Regen über die Jahrtausende abgebrochen, übrig geblieben sind Karstformationen die in grau, orange und rot schimmern. Da der Aussichtspunkt die meistbesuchte Sehenswürdigkeit des Landes ist, muss man 50 Cent Eintritt zahlen, richtig mit Ticket und Kasse, am Aussichtspunkt gibt es sogar ein kleines Kaffee in dem ich ein überraschend gutes Toast mit Thunfisch bekomme.
    Nicht weit entfernt vom Aussichtspunkt befindet sich die einzige Möglichkeit in ganz Angola mit einem Gleitschirm zu fliegen. Grünes Gras zieht sich bis zur steil abfallenden Klippe, parkt man ganz am Rand der Startwiese darf man sogar im Auto schlafen. Es ist noch immer Regenzeit, also ist es mal stärker, mal schwächer windig und als der Wind dann am Nachmittag deutlich abnimmt, wage ich mich an den Tandemflug. Von oben auf die Steilküste zu schauen ist super eindrucksvoll, die Drehungen des Gleitschirms um an Höhe zu gewinnen vertrage ich leider nicht besonders, mir wird sehr schnell sehr schlecht. Wir landen und ich muss mich erstmal eine Stunde hinlegen. Das Thunfisch-Sandwich bleibt glücklicherweise bis zum Schluss drin.
    Es fängt am Abend an zu Regnen, tiefschwarze Wolken mischen sich mit blauem Himmel. Es kühlt ab und der Blick auf das Meer mit der untergehenden Sonne, den Wolken und der Steilküste ist wieder einmal spektakulär, ein einmaliger Zufallstreffer hier an der Start- und Landebahn der Gleitschirmflieger übernachten zu dürfen.
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