Tag 205, 43 Km/26674 Km
22 Mac 2025, Angola ⋅ ☁️ 33 °C
Es geht am Morgen in den Kissama-Nationalpark, welcher unter anderem Giraffen, Zebras und Elefanten beheimatet. Wie fast im ganzen Land spricht man am Eingangstor nur portugiesisch, ich habe bislang nur eine Handvoll Leute getroffen die Englisch sprechen können. Google-Übersetzer hilf zum Glück und irgendwann lässt der Schrankenwächter uns hinein. "Können wir im Park campen" meine letzte Frage an ihn. "Nein, campen ist verboten!" Die Antwort aus dem Google-Übersetzer.
Die Straße wird zu einer sandigen Offroadpiste, nach rund einer Stunde eine weitere Schranke im Nirgendwo, hier sitzt ein einzelner Herr im Schatten eines Baumes. Auch er spricht kein Englisch, mittlerweile gibt es keinen Empfang also auch keinen Google-Übersetzer mehr. Wir brauchen 15 Minuten bis seine portugiesischen Fragen und meine deutschen Antworten zusammenpassen und er uns nun auch die Schranke öffnet. Wir passieren ein Tor, dahinter 20 Hütten und ein kleines Restaurant. 10 Leute sitzen im Schatten, einer von ihnen spricht gebrochenes Englisch. "Camping? No Problem!" Wir parken also direkt am Fluss, organisieren für den Nachmittag eine Safari und sind froh, die Sandpiste nicht noch einmal zurückfahren zu müssen.
Am Nachmittag beginnt dann nun die organisierte Safari. Es steht ein Unimog bereit, dessen Sitzbänke eine Mischung aus Sardinendose und Trampolin sind. Dazu ein Motor samt Katalysator aus dem Zeitalter der Dinosaurier, der Gestank von halbherzig verbrannten Diesel ist eigentlich nur bei hohen Geschwindigkeiten auszuhalten. Es geht eine Stunde über holprige Pisten durch den Park, kein einziges Tier ist zu sehen. Ich verfluchte schon die Entscheidung, hergekommen zu sein als plötzlich Zebra, Gnu, Impala und Antilope auftauchen. Ganze Herden ziehen am alten Unimog vorbei, manchmal weiß man gar nicht wohin man zuerst schauen soll.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kommen wir wieder an der Campsite an und ich bin nicht nur froh, die Safari gemacht und die ersten Herdentiere des südlichen Afrikas gesehen zu haben, sondern auch jetzt im Dunkeln nicht mehr zum Parkeingang zurückfahren zu müssen sondern mit direktem Flussblick mitten im Nationalpark stehenbleiben zu dürfen.Baca lagi




















PengembaraWunderschön. Das ist das südliche Afrika. Jetzt fehlen nur noch die BIG 5!
Pengembara
Schön, dass einige Tiere eine Chance erhalten haben zu überleben, und nicht auf dem Grill aus verrosteten Bettgestellen, Reifennaben oder in Fritteusen aus alten Ölfässern gelandet sind. Bürgerkriege und Hunger machen Menschen leider sehr erfinderisch, wenn es gilt den Hunger zu stillen. Da ist Artenschutz verständlicher Weise vollkommen egal. Es ist ein Wunder , dass es in Angola so etwas überhaupt noch / schon gibt! Je touristischer es wird, desto mehr Tiere kann man natürlich sehen! Jeder Löwe, Leopard etc bringt natürlich Geld! Sorry, dass ich jetzt sowas erwähne! Haben wir leider mehrfach erlebt!