• Tag 206, 125 Km/26799 Km

    23 marzo 2025, Angola ⋅ ⛅ 28 °C

    Am Morgen sind es ausnahmsweise nicht die Moskitos, die auf die Nerven gehen, sondern die wilden Affen, die im Nationalpark leben. Ich schaffe es leider nicht rechtzeitig die Türen von Heiner zu schließen, schon sitzt dort einer der Affen. Jedes Mal wenn ich näher komme baut er sich auf, faucht und macht Geräusche, zeigt keinerlei Furcht vor seinem 20x größeren Gegenüber. Er ist sicherlich bereit zu beißen, ich bin sicherlich nicht bereit dies auch zu tun. Er gewinnt diese Konfrontation also, schnappt sich dann die Milchtüte, die er aufbeißt und schließlich leertrinkt. Ich nutze die Minute um Türen zu schließen und alles ess- und zerstörbare ins Auto zu räumen.
    Nachdem die drei nicht ganz so aggressiven Affen von der Motorhaube verscheucht sind, geht es zurück nach Luanda. Ich habe hier Diverses zu erledigen, bevor es in den Süden Angolas geht. Vor allem noch einmal einkaufen und waschen. Es gibt eine Wäscherei an einer kleinen Brücke, hier muss man an einer Metalltür klopfen und seine Wäsche abgeben, wie von mir bereits vor zwei Wochen an gleicher Stelle erledigt. Leider ist heute Sonntag und niemand öffnet.
    Es geht also mit dreckiger Wäsche weiter zum Supermarkt, hier passt das Fahrzeug nicht ins Parkhaus. Es gibt viele freie Stellplätze an der Straße aber schon beim Hineinfahren in die erste Lücke kommen vier Männer ans Auto, schlagen mit der flachen Hand an die Scheibe, brüllen gleichzeitig dass dies ein super Parkplatz ist und man 'Dinheiro' für die Familie und für neue Kleidung haben möchte, parallel bettelt das erste Kind. Also rückwärts wieder raus aus der Parklücke und zum zweiten Supermarkt, wo dann für Heiner auch Platz ist.
    Es geht am Nachmittag zum ersten Mal seit Beginn der Reise in ein Hotel mit 5 Sternen, alles ist super chic und gleichzeitig super teuer. Spätestens hier spüre ich, dass Luanda als eine der teuersten Städte der Welt gilt.
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