• Tag 208, 525 Km/27341 Km

    25 Mac 2025, Angola ⋅ ⛅ 28 °C

    Am späten Abend geht es vom Restaurant einmal quer durch die Stadt zurück zum Hotel. Eigentlich wollte ich es vermeiden, in Afrika irgendwo in der Nacht Auto zu fahren, heute klappt es leider nicht. Die Straßen sind größtenteils unbeleuchtet, vollkommen dunkel gekleidete Personen laufen über die Fahrbahn, Fahrzeuge haben keine Scheinwerfer...die Liste ist lang. Ich bin froh irgenwann im Hotel anzukommen ohne einen der anderen Verkehrsteilnehmer umgefahren zu haben.
    Am nächsten Morgen geht es raus aus Luanda, ich versuche so weit wie es geht in den Süden zu kommen. Hinter der Stadt Sumbe wird es super einfach und einsam, Motorräder mit Ladefläche ersetzen die SUV der Großstadt, Weiße sehe ich nun keine mehr, Hochhäuser weichen den Strohhütten, die Straße wird schlecht. In der Ferne ziehen schwarze Wolken auf, es regnet. Mittlerweile spüre ich deutlich den Süden, der Winter steht vor der Tür und die Temperatur steigt kaum mehr über 30 Grad.
    Es wird wieder 'afrikanischer', Kinder winken mir an der Straße zu, die Landschaft wird hügelig, grüne Felder ziehen sich von links nach rechts bis zum Horizont.
    Ich erreiche die Stadt Lobito am späten Nachmittag, die löchrige Asphaltstraße hat mir mehr Konzentration abverlangt als ich geglaubt habe, ich bin ziemlich platt. Lobito ist eine charmante Industriestadt mit langgezogenen, breiten Alleen, ein bisschen wie eine Großstadt in Südspanien. Es gibt eine schmale Landzunge im Stadtzentrum, hier gibt es eine Beach-Bar die logischerweise direkt am Strand gebaut wurde. Gegen ein Essen im Restaurant der Bar darf ich direkt auf dem Strand parken. Nach über 500 Kilometern anstrengender Straße bin ich schon am Abend sicher, das Auto morgen keinen Zentimeter bewegen zu wollen.
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