• Tag 236, 588 Km/32828 Km

    April 22, 2025 in Namibia ⋅ ⛅ 30 °C

    Am Morgen lässt sich die Hecktür nicht mehr öffnen, das Schloss klemmt. Yes, endlich wieder was kaputt! Die Hecktür nutze ich zum Ein- und Aussteigen, das Schloss muss ich zeitnah reparieren. Ich krabbel also über den Fahrersitz nach draußen und mache mich so früh ich kann auf zur zweiten Etappe in den Caprivi-Streifen.
    Die Straße ist erstklassig, zieht sich trotzdem und ist unglaublich langweilig, plattes, ödes Land. Mit Einfahrt in den Caprivi-Streifen wird die Umgebung grüner, es sind Bäume zu sehen, es bleibt jedoch unspektakulär. Ich quäle mich durch die über 500 Kilometer zum Eingangstor des Buffalo-Nationalpark. Ein kleiner, recht unbekannter Nationalpark im Caprivi-Streifen. Der Caprivi-Streifen wird durch Sambesi und Okavango eingerahmt, die Tiere können somit nicht so einfach in die weite Steppe entfliehen, was den Park zu etwas ganz besonderem macht. Bis vor wenigen Wochen durfte man im Park nicht übernachten, es gibt schließlich Löwen, Elefanten und Leoparden, dies ist mittlerweile anders, es gibt eine nagelneue Campsite mitten im Park. Hat sich wohl noch nicht rumgesprochen, ich bin der einzige Gast. Ich parke Heiner direkt am Okavango, repariere das Schloss mit Olivenöl (kaltgepresst) und Besen, entferne rund ein halbes Altbierglas Staub aus der Schlossmechanik. Dann geht es noch einmal in den Park. Die Chance auf die ersten Raubkatzen der Reise will ich nutzen, auch wenn ich schon viele Stunden im Auto saß.
    Es gibt unendlich viele Antilopen, in allen Varianten und in verschiedener Anzahl. Leider zeigt sich keine Raubkatze. Ich bleibe mindestens noch eine weitere Nacht, hab somit also morgen eine zweite Chance.
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