• Tag 235, 400 Km/32240 Km

    April 21, 2025 in Namibia ⋅ ⛅ 25 °C

    Ein wenig traurig verlasse ich am Morgen Uis und die Brandberg-Region. Gerne wäre ich länger geblieben aber das nächste Ziel, der Caprivi-Streifen ganz im Nord-Osten Namibias ist noch weit, knapp 1000 Kilometer entfernt, also muss ich mich leider von Basil verabschieden. Ich komme irgendwann zurück um diese menschenleere, staubige und touristisch noch unberührte Region Namibias noch einmal zu besuchen, ganz sicher.
    Für 120 Kilometer bleibt die Straße noch schlecht, Steine, Staub und kleine Hügel prägen Straße und Umgebung. Ich treffe auf eine Schildkröte, die hier mitten in der Wüste die Straße quert. Ich habe tagelang kein Wasser und keinen Fluss gesehen, jetzt hier auf eine Schildkröte zu treffen ist schon etwas bizzar.
    Irgendwann wird die Straße besser, ist erstklassig geteert und wie mit einem Lineal gezogen. Ich spüre heute zum ersten Mal seit dem Radlagertausch wieder ein Flattern in der Lenkung, nicht schlimm aber auch nicht schön. Ich habe Heiner mit hunderten Kilometern Piste und Wellblech sicherlich auch viel zugemutet, irgendwann muss es also wieder einen Reparaturtag geben.
    Zum zweiten Mal fahre ich auf dieser Reise durch Otjiwarongo, wo es ein Restaurant gibt welches Krokodilfleisch aus eigener Zucht anbietet. Das Kroko-Steak kommt mit Champignon-Soße und Ananas und schmeckt in dieser Kombination hervorragend. Die Krokodilsfarm hat es zudem geschafft, die Wilderei von Krokodilen auf fast 0 zu reduzieren. Ich fahre noch ein Stück weiter, halte an einem Weingut wo es für mich auch die Möglichkeit gibt, neben den Weinreben zu übernachten. Auch wenn noch nicht in Südafrika, gibt es den ersten Weißwein der Reise. Hier eine Flasche Wein zu trinken ist bestimmt auch gut gegen Wein-Wilderei.
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