• Tag 314, 340 Km/46662 Km

    July 9, 2025 in South Africa ⋅ ⛅ 25 °C

    Es muss langsam zurück nach Kapstadt gehen, also versuche ich heute das relativ langweilige Stück zwischen East London und Port Elizabeth zügig hinter mich zu bringen um mehr Zeit an der Garden Route verbringen zu können, dem Touristenhotspot von Südafrika. Ich fahre durch das Zentrum von East London, welches wie viele Städte Südafrikas daherkommt. Nettes Stadtzentrum, schäbige Vororte. Zwischen Drogenabhängigen, die sich am Straßenrand Heroin spritzen und gepflegten Boulevards liegen weniger als 5 Kilometer. Außer Kapstadt ist für mich keine Stadt in Südafrika reizvoll, also fahre ich nur durch. Auf dem Weg nach Port Elizabeth wechseln sich Villenviertel und Slums ab, die Küste wird hier immer wieder durch die vielen Flüsse aufgebrochen, die sich als 'Mouth', als breites Schwemmland ins Meer ergießen.
    Kurz vor Port Elizabeth liegt der Addo-Elefanten-Nationalpark und ich möchte die letzte, wenn auch geringe Chance auf einen Leoparden oder einen Geparden nutzen. Es ist schon spät und ich muss zügig zum Campingplatz im Park kommen, bevor sich hier zum Sonnenuntergang die Tore schließen. Eigentlich möchte ich nur Transit durch den Park fahren und morgen alles in Ruhe ansehen, aber im Park ist einfach der Teufel los. Elefanten, Gnus und Antilopen stehen auf den grünen Hängen der Hügel oder trinken aus den Wasserlöchern. Schon kurz vor Erreichen der Campsite liegen dann auch noch zwei weibliche Löwen im Gras. Wo ich in anderen Nationalparks im südlichen Afrika tagelang nach gesucht habe, ist hier schon auf der asphaltierten Transitroute zu sehen.
    Auch wenn ich weiterhin wenig Hoffnung habe, in den kommenden zwei Tagen noch andere Raubkatzen zu sehen, bin ich gespannt was tatsächlich auf mich wartet.
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