• Tag 323, 105 Km/47612 Km

    18 lipca 2025, Afryka Południowa ⋅ ☀️ 16 °C

    In der Nacht schlägt das Wetter um, es gibt Wind und Regen statt klarem Sternenhimmel. Auch am Morgen ist das Wetter nicht besser, ich habe Probleme das Dach zu Schließen da der Wind immer wieder seitlich gegen die Zeltwände drückt und diese so nicht dort bleiben, wo sie sollen. Zwanzig Minuten kämpfe ich alleine mit dem Dach, normalerweise dauert es eher 20 Sekunden. Ich breche auf, fahre nach Plettenberg Bay, einer schönen Stadt die rund um die gleichnamige Bucht errichtet wurde. Ein Stück außerhalb der Stadt liegt der Robberg, nach Tsitsikamma ein weiteres Highlight der Garden Route. Es gibt einen relativ einfachen Wanderweg einmal um den Berg herum, man läuft auf einem schmalen Pfad für ungefähr vier Stunden zwischen dem unruhigen Meer und dem Berggipfel der Halbinsel. In der Bucht schwimmen unzählige Delfine und vor allem Robben, die man zuerst riecht, dann hört und anschließend auch sieht. Es gibt eine kleine vorgelagerte Insel, die man bei Ebbe zu Fuß erreichen kann. Zum Glück hat der Wind meine Abreise am Morgen verzögert und so bin ich genau zur passenden Zeit an der Stelle, wo die gerade einsetzende Ebbe einen schmalen Sandstreifen erzeugt hat, auf dem man zwischen den hohen Wellen bis auf die Insel laufen kann. Durch den Sturm in der Nacht sind die Wellen hier noch höher als in den letzten Tagen, schlagen Meterhoch gegen die Felsen und hinterlassen weiße Gischt und feinen Sprühnebel. Die gesamte Gegend rund um den Robberg zählt nicht umsonst zu den Highlights Südafrikas. Bevor die Flut mir den Rückweg abschneidet, gehe ich zurück zum Festland und beende die Runde mit dem letzten Stück auf dem Küstenpfad.
    Der Winter sorgt dafür, dass die Tage kurz sind, also ist es schon wieder einmal kurz vor Sonnenuntergang, als ich einen Stellplatz für die Nacht nicht weit weg vom Robberg in einer der Buchten finde, der zum Glück vollkommen windgeschützt ist.
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