• Tag 325, 65 Km/47736 Km

    July 20, 2025 in South Africa ⋅ ☀️ 22 °C

    Ich fahre am Morgen eine Runde um die Lagune von Knysna. Es gibt unzählige Aussichtspukte rundum, von einer Einheimischen bekomme ich den Besten empfohlen. Knysna besteht im Kern aus protzigen Villen, die zum Teil direkt an die Steilküste gebaut sind. Vom empfohlenen Aussichtspukt sieht man beides, Küste und Stadtkern. Auf dem Rückweg steht plötzlich jemand hektisch winkend auf der Straße, ich halte an und frage was los ist, bekomme meine Antwort auf deutsch: "Ich bin auch aus Düsseldorf!" Das ist natürlich ein Grund um an der Straße stehend hektisch mit den Armen zu winken als gäbe es um die nächste Kurve einen schweren Verkehrsunfall.
    Ich verlasse Knysna und die Lagune, fahre weiter bis Wilderness. Die Garden Route hat hier ein letztes Highlight zu bieten, den King Fisher Trail. Der Weg wird angepriesen als Pfad durch dichten Urwald bis zu einem riesigen Wasserfall. Schon bei der Anreise muss ich schlucken, Eintritt und eine Nacht auf der Wiese hinter dem Einfahrtstor sollen 37€ pro Person kosten. Was so teuer ist, das muss super sein! Ist dann nur leider nicht super. Auf dem Parkplatz rund 150-200 Fahrzeuge, darunter Busse. Es ist Sonntag und schönes Wetter, also pilgern die Leute in Scharen zum Wasserfall. Der Weg planiert und mit Holzplanken, der Wald so ähnlich wie der Düsseldorfer Stadtwald, der Wasserfall klein und dazu so voll, dass ich kaum einen Sitzplatz auf den vielen Steinen finde. Die Kingfisher Vögel, die dem Weg ihren Namen geben, sind bei den vielen Besuchern natürlich auch nicht da. Da hilft es auch nicht, wenn man sich an einer Stelle selbst mittels Pontonfähre über den Fluss ziehen muss, die Wanderung ist die erste enttäuschende in ganz Südafrika.
    Eigentlich wollte ich zwei Nächte bleiben aber so fällt die Entscheidung leicht, morgen doch weiter zu fahren, auch wenn der Stellplatz immerhin schön am Fluss liegt.
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