Vorgestern habe ich Korfu auf dem selben Weg verlassen, wie ich es erreicht habe und kam durch die späte Abfahrtszeit in den Genuss eines schönen Sonnenunterganges auf der winzigen Fähre.
Nach einem Fahrtag quer durch das bergige Hinterland im Norden Griechenlands, besuche ich heute die einzigartigen Metéora Felsen und ihre Klöster. Bereits der Blick von meinem Stellplatz auf der gegenüberliegenden Seite des Pinios fasziniert mich und ich bin sehr gespannt, was mich vor Ort erwartet.
Spätestens beim Anblick der bizarren Felsformationen aus nächster Nähe, kann ich deren spirituelle Anziehungskraft gut nachvollziehen. Diese führte dazu, dass sich im 11. Jahrhundert erste Einsiedler in den Höhlen niederließen und in den folgenden Jahrhunderten insgesamt 24 größere Bauwerke entstanden. Die meisten sind verfallen, aber 6 bewohnte Klöster kann man heute noch besuchen.
Es ist schwer vorstellbar, wie diese Bauwerke auf den Spitzen der Felsnadeln errichtet wurden, zumal es hier bis zum frühen 20. Jahrhundert keine Treppen sondern nur Strickleitern und Seilwinden gab. Das Ergebnis ist eine teilweise surreale Synthese aus Natur und Architektur, die mich bei der jedem neuen Ausblick in Staunen und Ehrfurcht versetzt.
Anschließend fahre ich weiter nach Süden zu einem ruhigen Stellplatz am Plastira Stausee.Baca lagi