• Capillas de Mármol

    31. januar 2024, Chile ⋅ ☀️ 17 °C

    Eine 10 stündige und recht komfortable Busfahrt über Nacht bringt mich von El Chaltén nach Los Antiguos. Dort muss ich die Grenze nach Chile auf einem langen Fußmarsch mit all meinem Gepäck überqueren und erreiche die Kleinstadt Chile Chico. Zwei Tage später geht es von da aus weiter mit einem Minibus auf einer holprigen Schotterstraße entlang des sehr schönen und riesigen Lago General Carrera, der als zweitgrößter Süßwassersee Südamerikas gilt.
    An dessen Westufer komme ich schließlich im kleinen Dorf Puerto Río Tranquilo an. Der Ort wird von zahlreichen Touristen besucht, denn ganz in der Nähe befindet sich eine geologische Besonderheit: die Capillas de Mármol. Dabei handelt es sich um Felsen und Inseln aus Marmor, die durch die Errosion in skurrile Gebilde verwandelt wurden.
    Mit einem Motorboot werden wir über das wunderschön trükise Wasser zu verschiedenen Stellen auf dem See gefahren und können die Felsen aus nächster Nähe betrachten. Sie bestehen aus verschiedenfarbigen Schichten und an ihrer spannend strukturierten Oberfläche werden die Blautöne des Wassers auf einzigartige Weise reflektiert. Das kleine Boot fährt in mehrere Höhlen hinein und durch einen Tunnel, sodass man sehr gut in diese sonderbare Welt eintauchen kann.
    Ein tolles Spektakel von Farben und Formen, das auf dem Rückweg von einem rasanten Ritt über die Wellen abgeschlossen wird.
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